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Businessnews 18.08.2017

Straumann: 14 % Umsatzwachstum und weitere Margenverbesserung

Straumann: 14 % Umsatzwachstum und weitere Margenverbesserung

Die Straumann Gruppe gab Mitte August anhaltend starke Ergebnisse für das erste Halbjahr 2017 bekannt: Der Umsatz (organisch) stieg dank zweistelliger Zuwächse in allen Geschäftsbereichen um 14 %. Der Umsatz in Schweizer Franken erhöhte sich um 18 % auf CHF 543 Mio., wovon CHF 11 Mio. auf konsolidierte/akquirierte Unternehmen (Medentika in Deutschland und Equinox in Indien) entfielen. Nordamerika und EMEA (Europa, Naher Osten & Afrika) trugen je ein Drittel zum Wachstum der Gruppe bei. Im zweiten Quartal stieg der organische Umsatz um 14 %, womit die Gruppe im neunten Quartal in Folge ein zweistelliges Wachstum erzielte.

Trotz deutlich höherer Investitionen in neue Märkte und Segmente, die geografische Expansion, F&E und Produktionskapazitäten konnte die Gruppe die bereinigte Rentabilität weiter verbessern. EBITDA wie auch EBIT stiegen um 22 %; die jeweiligen Margen erreichten 29 % bzw. 26 %. Mit CHF 141 Mio. hat der ausgewiesene Reingewinn den Betriebsgewinn um CHF 3 Mio. übertroffen, was auf mehrere Einmaleffekte infolge des Zusammenschlusses mit Medentika zurückzuführen ist. Auf bereinigter Basis erhöhte sich der Reingewinn um 24 %, woraus eine Marge von 22 % und ein Ergebnis pro Aktie von CHF 7.57 resultierten.

Aufgrund dieser starken Ergebnisse bestätigte Straumann die Prognose eines organischen Wachstums des Gesamtjahresumsatzes im niedrigen zweistelligen Bereich mit einer weiteren Steigerung der bereinigten EBIT-Marge, vorbehaltlich unvorhersehbarer Ereignisse.

CEO Marco Gadola kommentierte: „Dank weiterhin starkem Wachstum in allen Geschäftsbereichen haben wir Marktanteile hinzugewonnen. Die Treiber hierfür waren unser BLT-Implantat, unsere umfassende Palette von Biomaterialien und Laborlösungen, die preislich attraktiven Alternativen von Neodent und Medentika sowie unserer anderen Nicht-Premium-Marken.

Nachdem wir unserem Ziel, ein Anbieter von Gesamtlösungen für Zahnersatz zu werden, nahe gekommen sind, haben wir unsere Strategie, in das attraktive Segment der ästhetischen Zahnmedizin einzutreten, weiter vorangetrieben. Gleichzeitig reagieren wir auf Markt- und Technologietrends, indem wir unsere digitalen Kompetenzen und Partnerschaften stärken und Ressourcen für das wachstumsstarke Dentalketten-Segment bereitstellen.

Mehr denn je investieren wir auch in Kapazitätserweiterungen, neue Segmente und Märkte sowie in Innovation, künftige Wachstumsprojekte und die Personen, die sie voranbringen sollen. Dass wir trotzdem unsere Rentabilität weiter verbessern, unterstreicht die harte Arbeit und das Engagement unserer Mitarbeitenden.“

STRATEGISCHE FORTSCHRITTE UND HÖHEPUNKTE

Geschäftserweiterung

In einer separaten Medienmitteilung gab die Gruppe bekannt, dass sie mit der Akquisition von ClearCorrect für rund USD 150 Mio. in den attraktiven Bereich der digitalen Kieferorthopädie vorgestossen ist. ClearCorrect ist ein wachstumsstarkes Unternehmen, das 2016 einen Umsatz von USD 32 Mio. generiert hat und damit zu den etablierten Anbietern transparenter Aligner-Lösungen für die Korrektur von Zahnfehlstellungen gehört.

Als Gegenleistung für eine Kapitaleinlage in das spanische Unternehmen Geniova Technologies – einem Pionier auf dem Gebiet der innovativen Hybrid-Aligner – erhielt die Gruppe eine Beteiligung von 38 % am Unternehmen. Die Vereinbarung umfasst auch das Recht auf den exklusiven Vertrieb der Produkte von Geniova.

Um die Entwicklung digitaler Plattformen und Ausrüstungen zu beschleunigen, welche die ästhetische, restaurative und prothetische Zahnmedizin unterstützen und verbinden, stockt die Gruppe ihren 55 %-Anteil an Dental Wings Inc. für einen Betrag von rund CAD 50 Mio. auf 100 % auf. Diese Transaktion und die Akquisition von ClearCorrect werden voraussichtlich bis Ende Jahr abgeschlossen und mit Barmitteln sowie eigenen Aktien bezahlt.

Neue Organisation soll Wachstumschancen in der digitalen Zahnmedizin und bei Dentalketten nutzen

Um diesen Bereich und die digitalen Aktivitäten der Gruppe enger zusammenzubringen und deren weltweite Expansion voranzutreiben, baut Straumann eine globale Geschäftseinheit „Digital“ unter der Führung durch Mike Rynerson auf. Der ehemalige CEO von Dental Wings stößt als Mitglied der Geschäftsleitung wieder zur Straumann Group.

Die Gruppe gab ferner bekannt, zusätzliche Ressourcen für das stark wachsende Segment zahnärztlicher Ketten bereitzustellen. Dentalketten umfassen heute rund 10 % des gesamten Zahnimplantatmarkts; dieser Anteil dürfte sich bis 2020 verdoppeln. Die Gruppe ist gut positioniert, um die Führung in diesem Segment zu übernehmen, und baut deshalb eine ausschließlich auf Dentalketten ausgerichtete Einheit unter der Leitung von Petra Rumpf als Executive Vice President Dental Service Organizations (DSO) auf.

Um Synergien zwischen dem Premium- und dem Nicht-Premium-Geschäft zu nutzen und weitere Wachstumschancen zu schaffen, werden die Marken Straumann und Instradent unter dem Dach der Straumann Group enger zusammengebracht. Damit verbunden werden interne Prozesse und Einheiten gestrafft, wodurch die Premium- und Nicht-Premium-Vertriebsteams eine breitere Palette von Lösungen anbieten können und die Bestellung, Lieferung und Fakturierung effizienter wird. Die Aktivitäten von Instradent werden vermehrt regional als zentral koordiniert.

GESCHÄFTSVERLAUF

Das Implantatgeschäft leistete in der ersten Jahreshälfte den größten Wachstumsbeitrag. Die wichtigsten Wachstumstreiber waren das hochleistungsfähige Implantatmaterial Roxolid® und der anhaltende Erfolg der Straumann Bone Level Tapered Implantate, die über ein Viertel aller von Straumann im ersten Halbjahr 2017 verkauften Premium-Implantate ausmachten. Die Bedeutung der BLT-Implantate wird dadurch unterstrichen, dass rund 70 % aller gesetzten Implantate ein konisches Design aufweisen. Besonders erwähnenswert war der Beitrag des innovativen schmalen BLT-Implantats mit einem Durchmesser von nur 2.9 mm, dessen vollständige Markteinführung in Europa und den USA nach der Internationalen Dental-Schau (IDS) im März erfolgte.

Die Anstrengungen der Gruppe, ein Anbieter von Gesamtlösungen zu werden – etwa durch die Bereitstellung von günstigen und vielseitigen Sekundärteil-Lösungen (Variobase, vorgefräste Rohlinge), Prothetik-Elementen für Implantatsysteme von Drittanbietern sowie Fräslösungen für Labore und Zahnarztpraxen –, haben zu einem nachhaltigen zweistelligen Wachstum im restaurativen Geschäft geführt.

Nach deren Einführung an der IDS konnte Straumann mit ihren neuen Intraoral-Scannern und Fräslösungen erste Umsätze erzielen. Diese dürften weiter ansteigen, da derzeit weltweit eine dedizierte Support- und Service-Organisation aufgebaut wird.

Biomaterialien waren erneut das am schnellsten wachsende Geschäft. Dieses profitierte von der internationalen Einführung des botiss Portfolios und von Lösungen für die geführte Knochenregeneration mit einlizenzierten Produkten. Die Gruppe gewann weitere Anteile am Knochenaufbau- und Membranmarkt hinzu und ist daran, in Brasilien, China, Japan und den USA ein umfassendes Angebot an Biomaterialien zur Verfügung zu stellen.

ERGEBNISSE NACH REGION

EMEA: Wichtigster Wachstumsträger

In einem relativ reifen Markt erzielte EMEA als größte Region der Gruppe in den ersten sechs Monaten 2017 gute Ergebnisse. Die Gruppe hat Marktanteile hinzugewonnen, indem sie trotz der hohen Vorjahresbasis ein organisches Wachstum von 10 % erzielen konnte. Die Konsolidierung von Medentika trug 5 Prozentpunkte zum regionalen Wachstum bei. Diese Faktoren führten zusammen mit den Auswirkungen des schwächeren Euro zu einem Umsatzanstieg in Schweizer Franken von 13 % auf CHF 244 Mio.

Alle Geschäftsbereiche trugen zu diesem positiven Trend bei, allen voran jedoch die Einführung des BLT-Implantats und die zunehmende Beliebtheit von Variobase Sekundärteilen. Auch Biomaterialien leisteten einen Wachstumsbeitrag; sie profitierten vom botiss-Vertrieb in Deutschland, den Straumann im dritten Quartal 2016 übernommen hatte. Zudem hat die Gruppe ihr Nicht-Premium-Geschäft geografisch ausgeweitet und damit auch in bestehenden Märkten Neukunden gewonnen.

Die Region konnte ihre Dynamik im zweiten Quartal aufrechterhalten und ein organisches Wachstum von 10 % erzielen, obwohl das Berichtsquartal wegen der frühen Osterfeiertage im Vorjahr zwei Verkaufstage weniger aufwies. In Belgien, Grossbritannien und vor allem in Osteuropa verzeichnete die Gruppe die stärksten Zuwächse. Gute Fortschritte wurden auch in den Schwellenmärkten der Region erzielt, und die noch junge Tochtergesellschaft in Russland hat ein dynamisches Wachstum ausgewiesen. Nach der Präsentation neuer digitaler Lösungen an der IDS trugen auch CAD/CAM-Ausrüstungen zum Wachstum bei.

Nordamerika weiterhin auf der Überholspur

Nordamerika verzeichnete im ersten Halbjahr ein starkes organisches Wachstum von 17 % und steuerte ein Drittel zum Gesamtwachstum der Gruppe bei. Der Umsatz belief sich auf CHF 149 Mio. bzw. 28 % des Gruppenumsatzes.

Die Ergebnisse sind auf eine starke Nachfrage in allen Geschäftsbereichen sowohl im Premium- als auch im Nicht-Premium-Segment zurückzuführen. Viele neue Kunden konnten mit Roxolid, dem neuen Straumann BLT-Implantat mit 2.9 mm Durchmesser, Variobase Sekundärteilen und den konischen Neodent-Implantaten mit hydrophiler Aqua-Oberfläche gewonnen werden.

Die Region behielt ihre Dynamik im zweiten Quartal aufrecht und steigerte den Umsatz auf CHF 76 Mio. Instradent gewann weitere Marktanteile im Value-Segment hinzu und lancierte in den USA das Sortiment an kostengünstigen Prothetiklösungen von Medentika.

Starke Ergebnisse in APAC dank China

Die Region Asien/Pazifik erzielte im ersten Halbjahr erneut eine dynamische Performance mit einem organischen Umsatzwachstum von 23 % bzw. 24 % in Schweizer Franken auf CHF 93 Mio. (17 % des Gruppenumsatzes). Dank der dynamischen Entwicklung des Premium-Markts und der Einführung der Value-Marke Anthogyr leistete China den größten Wachstumsbeitrag. In Japan konnte Straumann aufgrund der soliden Nachfrage weitere Marktanteile hinzugewinnen.

Das Wachstum schwächte sich vom ersten (26 %) zum zweiten Quartal (19 %) leicht ab. Dies war auf die sehr starke Vorjahresperiode in Japan mit mehreren Produktlancierungen zurückzuführen. Das neu erworbene Geschäft von Equinox in Indien trug 3 Prozentpunkte zum Wachstum in der Region bei, auch andere Tochtergesellschaften in der Region entwickelten sich gut.

Zweistelliges Wachstum in Lateinamerika

In Lateinamerika resultierte ein organisches Umsatzwachstum von 14 %. Angesichts der wirtschaftlichen Situation und der allgemeinen Schwäche in Brasilien – dem größten Markt der Region – ist dies besonders beeindruckend. Das Wachstum in Schweizer Franken profitierte von der Aufwertung des brasilianischen Real; die Region legte so um 31 % auf CHF 57 Mio. (11 % der Gruppe) zu. Trotz des schwierigen Wirtschaftsumfelds konnten Straumann und Neodent in Brasilien gute Ergebnisse erzielen und neue Kunden gewinnen. Zusätzlich expandierte die Gruppe in neue Märkte und Segmente.

Im zweiten Quartal lag das organische Wachstum bei 13 %, vor allem dank des BLT-Implantats von Straumann und der Aqua-Implantate von Neodent. Besonders gut entwickelte sich die Nachfrage in Mexiko; aber auch Kolumbien, Argentinien und Chile trugen mit ihrem Wachstum dazu bei, die zweistelligen Zuwachsraten der Region aufrechtzuerhalten.

OPERATIVE UND FINANZIELLE SITUATION

Seit der vereinbarten Kontrollübernahme bei Medentika per Anfang Januar 2017 hat Straumann das Unternehmen vollständig in ihrer Konzernrechnung konsolidiert. Der Zusammenschluss der beiden Unternehmen führte zu mehreren Einmaleffekten, darunter eine Neubewertung von Lagerbeständen von CHF 2 Mio. bei den Beschaffungskosten der verkauften Waren (COGS) und ein einmaliger Gewinn von CHF 25 Mio. unterhalb des EBIT (siehe Erläuterung 4 im Anhang). Diese Effekte gelten als „Sondereffekte“. Zur Vereinfachung des Ergebnisvergleichs werden die wichtigsten Finanzkennzahlen sowohl wie „ausgewiesen“ als auch „vor Sondereffekten“ (d.h. bereinigt) dargestellt.

Zweistelliges Volumenwachstum hebt Bruttogewinn

Das starke Volumenwachstum bei Premium- und Value-Implantatlösungen steigerten den Bruttogewinn im ersten Halbjahr 2017 um 16 % auf CHF 418 Mio. Ohne den erwähnten Sondereffekt infolge Neubewertung der Lagerbestände lagen der bereinigte Bruttogewinn bei CHF 420 Mio. und die entsprechende Marge bei 77 %. Dies entspricht im Vorjahresvergleich einem Rückgang um 110 Basispunkte und ist auf den aktuell höheren Anteil an Value- und Produkten von Drittanbietern mit entsprechend geringeren Bruttomargen sowie zusätzlich negative Währungseffekte zurückzuführen.

Um dem starken Volumenwachstum Rechnung zu tragen, erhöhte das Unternehmen seine Investitionen in Produktionskapazitäten und stockte seine Produktionsteams in Curitiba (BR), Andover (USA) und Villeret (CH) auf, was zu höheren Produktionskosten führte.

Produktionsausweitung und Investitionen in künftiges Wachstum lassen globale Mitarbeiterzahlen ansteigen

In der ersten Jahreshälfte vergrößerte sich die globale Belegschaft der Gruppe um 430 auf insgesamt 4.227 Mitarbeitende, was die Investitionen in Wachstumsmärkte bzw. -projekte sowie den Ausbau der Produktionskapazitäten widerspiegelt. Mit der Integration von Equinox in Indien und Medentika in Deutschland stießen 160 Mitarbeitende zur Gruppe. Rund 50 neue Stellen wurden in der Schweiz geschaffen, vor allem in der Produktion sowie in F&E, um die starke Entwicklungspipeline der Gruppe voranzubringen.

EBIT-Marge überschreitet erstmals seit 2010 die 25 %-Marke

Mit weiteren Investitionen in wachstumsstarke Märkte und den Aufbau des weltweiten Nicht-Premium-Geschäfts stiegen die Vertriebskosten, welche Gehälter und Kommissionen der Verkaufsteams sowie Logistikkosten beinhalten, um CHF 17 Mio. auf CHF 119 Mio. Darin enthalten ist ein Abschreibungsaufwand von CHF 4 Mio. für kundenbezogene immaterielle Vermögenswerte von kürzlich akquirierten Unternehmen (Neodent, Medentika und Equinox).

Die Verwaltungskosten stiegen in absoluten Zahlen von CHF 146 Mio. im ersten Halbjahr 2016 auf CHF 162 Mio. in der ersten Jahreshälfte 2017. Sie enthalten Gemein- und Marketingkosten für die neu integrierten Geschäfte von Medentika und Equinox. Im Verhältnis zum Umsatz sind die Verwaltungskosten um 170 Basispunkte auf 30 % gesunken, was zum Anstieg der Gewinnmarge beitrug.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) sowie Sondereffekten stieg um 22 % auf CHF 158 Mio., wodurch sich die entsprechende Marge um 100 Basispunkte auf 29 % verbesserte.

Nach Abzug von Amortisationen und Abschreibungen in Höhe von CHF 18 Mio. belief sich der Betriebsgewinn auf CHF 138 Mio. (bereinigt CHF 140 Mio.), gegenüber CHF 114 Mio. im Vorjahreszeitraum. Die bereinigte EBIT-Marge überschritt erstmals seit 2010 die 25 %-Marke und wuchs auf fast 26 %.

Einmaliger Neubewertungsgewinn erhöht Reinerlös

Das Finanzergebnis sank von einem Minus von CHF 1 Mio. im Vorjahreszeitraum auf ein Minus von CHF 2 Mio. im Berichtshalbjahr. Dies ist hauptsächlich auf den geringeren Zinsertrag infolge der Rückzahlung der Wandelanleihe von MegaGen zurückzuführen. Neben Kurssicherungskosten waren für das Finanzergebnis vor allem Zinszahlungen von CHF 2 Mio. im Zusammenhang mit der Unternehmensanleihe über CHF 200 Mio. ausschlaggebend.

Da der Marktwert der Investition in Medentika am 1. Januar 2013 den entsprechenden Buchwert übertraf, verbuchte die Gruppe einen Bewertungsgewinn von CHF 25 Mio. Dieser Sondereffekt ist sowohl liquiditäts- als auch steuerneutral und wird in der Erfolgsrechnung unter “Gewinn aus Konsolidierung Medentika” separat ausgewiesen.

Das anteilige Ergebnis an assoziierten Unternehmen5 der Gruppe belief sich auf ein Minus von CHF 3 Mio. gegenüber einem Minus von CHF 1 Mio. im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dieser Rückgang reflektiert den Unternehmenszusammenschluss mit der hoch rentablen Medentika in diesem Jahr, deren Beitrag bis Ende Dezember 2016 als „Anteiliges Ergebnis an assoziierten Unternehmen“ ausgewiesen wurde.

Die Ertragssteuern beliefen sich im ersten Halbjahr 2017 auf CHF 17 Mio., nachdem in der ersten Jahreshälfte 2016 ein Ertrag von CHF 22 Mio. infolge eines einmaligen Steuerertrags in Brasilien resultiert hatte. Der bereits erwähnte Neubewertungsgewinn im Zusammenhang mit Medentika verringerte den effektiven Steuersatz auf 11 %. Der bereinigte Steuersatz dürfte sich künftig auf rund 15 % belaufen.

Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren generierte die Gruppe einen Reingewinn von CHF 141 Mio. bzw. von CHF 117 Mio. (Marge: 22 %) ohne Sondereffekte. Das bereinigte (unverwässerte) Ergebnis pro Aktie stieg um 26 % auf CHF 7.57 (2016: CHF 5.99).

Solider Free Cashflow von CHF 45 Mio.

Dank der erwähnten Rentabilitätsverbesserungen erhöhte sich der Geldfluss aus Betriebstätigkeit um 14 % auf CHF 78 Mio. Das Ergebnis wurde durch höhere Lagerbestände beeinträchtigt, hauptsächlich infolge der Eröffnung neuer Tochtergesellschaften und Non-Premium-Organisationen sowie des Ausbaus der Produktpalette der Gruppe (inkl. digitaler Ausrüstungen). Das dynamische Umsatzwachstum in Schwellen- und Distributorenmärkten führte zu einer Zunahme der Forderungen, wobei sich die Außenstände gegenüber dem Vorjahr um 1 Tag auf 60 Tage verringerten.

Die Gruppe investierte stark in die Expansion von Produktionskapazitäten an verschiedenen Standorten, wodurch der Investitionsaufwand um CHF 19 Mio. auf insgesamt CHF 33 Mio. anstieg. In der Summe führten diese Effekte dazu, dass der Free Cashflow CHF 45 Mio. und die entsprechende Marge 8 % erreichte.

Erhöhte Dividende und weitere Investitionen in Technologiepartner

Ein Teil des Free Cashflow wurde verwendet, um einen 49 %-Anteil an maxon dental – einem Joint Venture für Keramikimplantate – sowie eine 38 %-Beteiligung an dem spanischen Kieferorthopädie-Unternehmen Geniova zu erwerben und die Beteiligung der Gruppe an Rodo Medical auf 30 % zu erhöhen. Insgesamt beliefen sich diese Investitionen auf CHF 21 Mio. Ende Februar zahlte MegaGen Implant Co., Ltd. die ausstehende Wandelanleihe im Nominalwert von USD 30 Mio. zurück. Unter Berücksichtigung aller Transaktionen erreichte der Geldfluss aus Investitionstätigkeit in der ersten Jahreshälfte 2017 CHF 36 Mio.

An der diesjährigen Generalversammlung genehmigten die Aktionäre eine Dividendenerhöhung auf CHF 4.25 pro Aktie; der entsprechende Betrag von CHF 65 Mio. wurde im April ausbezahlt. Dies war der im Berichtszeitraum wichtigste Posten der Finanzierungsaktivitäten, die sich auf insgesamt CHF 64 Mio. beliefen.

In der Folge betrugen die liquiden Mittel per Ende Juni CHF 140 Mio. und lagen damit CHF 24 Mio. unter dem Wert zum Jahresanfang.

AUSBLICK 2017 UNVERÄNDERT

(vorbehaltlich unvorhersehbarer Ereignisse)

Die Gruppe erwartet, dass der globale Dentalimplantatmarkt 2017 rund 3 bis 4 % wachsen wird, und ist zuversichtlich, dass sie mit einem organischen Wachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich den Markt weiterhin übertreffen kann. Trotz weiterer Investitionen in strategische Wachstumsinitiativen und unter der Annahme relativ stabiler Wechselkurse dürften das erwartete organische Umsatzwachstum und der „Operating Leverage“-Effekt zu weiteren Verbesserungen der bereinigten6 Betriebsmarge führen.

1 Ausgenommen Währungs- und Akquisitionseffekte (d.h. Medentika und Equinox). Straumann hat Medentika per 1. Januar 2017 vollständig in ihrer Konzernrechnung konsolidiert. Die Besitzverhältnisse bei Medentika und der Anteil von Straumann am Unternehmen bleiben unverändert.

2 Einmaliger Gewinn von CHF 23 Mio. im ersten Halbjahr 2017 infolge des Unternehmenszusammenschlusses mit Medentika (CHF 24 Mio. nach Steuern); enthält Aufwendungen aus der Neubewertung von Lagerbeständen von CHF 2 Mio. (COGS) und einen Bewertungsgewinn von CHF 25 Mio. (Finanzergebnis). Im ersten Halbjahr 2016 wurde der Reingewinn durch einen Einmaleffekt im Zusammenhang mit der Aktivierung von latenten Steuerguthaben in Brasilien angehoben.

3 Veränderung jeweils zum “ausgewiesenen” Wert im Vorjahr.

4 D.h. Geldfluss aus Betriebstätigkeit abzüglich Investitionen zuzüglich Rückzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen.

5 Zu den assoziierten Unternehmen zählen im ersten Halbjahr 2017: Dental Wings, maxon dental, Rodo Medical, Createch, Anthogyr, T-Plus, Valoc, V2R, Abutment Direct und Zinedent. Die Beiträge dieser Unternehmen, an denen Straumann eine nicht kontrollierende Beteiligung hält, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen wird nach Steuern und Abschreibungen auf immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen.

6 Ausgenommen Währungs- und Akquisitionseffekte (Equinox, Medentika, ClearChoice und Dental Wings).

Quelle: Straumann

 

Foto: patpitchaya – stock.adobe.com
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