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Cosmetic Dentistry 18.12.2017

Wenn's gefällt-Veneers: Ein Lächeln zum Probetragen

ZT Anja Fechner
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Wenn's gefällt-Veneers: Ein Lächeln zum Probetragen

Anspruchsvoll, informiert und interessiert an seinem äußeren Erscheinungsbild – so begegnen wir im heutigen Alltag unseren Patienten. Diese Entwicklung umfasst alle Altersklassen – vom Mittzwanziger bis hin zu den sogenannten „Best und Silver Agern“. Hinsichtlich der Informationsfindung haben digitale Medien eine zentrale Rolle übernommen. 90 Prozent aller deutschen Haushalte verfügen mittlerweile über einen Webzugang und der Patient von heute erscheint mit internetbasiertem Vorwissen. Das führt zu seiner Erwartungshaltung nach bestmöglichen ästhetischen Resultaten und weckt großen Bedarf am direkten Dialog und Austausch mit dem Zahnarzt und Zahntechniker. Wer diese Patienten für sich gewinnen möchte, muss umdenken und neue Wege sowie dialogorientierte Kommunikationsstrategien entwickeln.

Bisherige Hilfsmittel und auch Softwareprogramme sind vielfältig, gerade um Patienten die verschiedensten Versorgungsmöglichkeiten anschaulich aufzuzeigen. Ebenso Patientenberatungskonzepte,
 die anhand von digitalen Bildern und anschließendem Imaging eine veränderte Ästhetik darstellen. Doch das direkte und dreidimensionale Erleben eines zukünftig neuen Lächelns – das fehlt den Patienten. Genau hier setzt das von uns entwickelte Lächeln2go-Beratungskonzept mit seiner direkten und emotionalen Verbraucheransprache an. Die Grundlage des Konzeptes bildet die persönliche und individuelle Beratung der Patienten mit einer umfänglichen Fotoanalyse der Ausgangssituation und der anschließenden Möglichkeit einer ästhetischen Probefahrt mit Testeneers® – individuell designten und maschinell gefrästen Kunststoffschalen, die ohne vorherige Behandlung auf die vorhandenen Zähne aufgebracht werden (Abb. 1 und 2).

Patientenfall

Dieser Patientenfall ist ein Beispiel für die Umsetzung des Lächeln2go-Konzepts, das sich seit einigen Jahren in unserer täglichen Arbeit sehr bewährt hat. Die 28-jährige Patientin litt stark unter dem von ihr als unästhetisch empfundenen Erscheinungsbild ihrer Zähne. Aus einer schweren chronischen Erkrankung im Kindesalter und den daraus resultierenden medikamentösen Behandlungen folgte eine gelblich-braune irreversible Verfärbung ihrer Zahnoberfläche, sodass der attraktiven Frau ein unbeschwertes Lächeln oft schwerfiel (Abb. 4). Aus den Publikumsmedien erfuhr sie vom Lächeln2go-Beratungskonzept und damit einhergehend von der unverbindlichen Möglichkeit einer ästhetischen Probefahrt mit Testeneers®. Eine Alternative, die im Vorfeld einer möglichen zahnärztlichen und damit definitiven Versorgung ausgetestet werden kann. Im ersten Termin folgte ein ausführliches Beratungsgespräch und eine detaillierte Analyse ihres Lächelns mit der App „Ästhetik Check“. Dieses digitale Kommunikationsmittel übersetzt festgelegte ästhetische Parameter in eine patientenfreundliche Sprache. Dafür notwendig war die Aufnahme von drei Fotos der Patientin mit dem anschließenden Upload der Bilder in die App. Es folgte eine Zehn-Punkte-Analyse der Ist-Situation nach objektiven Parametern, wie z. B. der Zahnform, -symmetrie und Achsstellung der Zähne, der Rot-Weiß-Ästhetik sowie eine Überprüfung der fazialen Bezugslinien, um mögliche Disharmonien aufzuzeigen (Abb. 3). So bekam die Patientin eine detaillierte und für sie verständliche Vorstellung ihrer dentalen Ausgangssituation. Das Ergebnis dieser Analyse und die Wünsche der Patientin bildeten dann die Grundlage für das weitere Vorgehen und ermöglichten die Definition eines gemeinsamen Behandlungsziels.

Im hier vorgestellten Fall entschieden wir uns gemeinsam mit ihr ausschließlich für eine Abdeckung der störenden Verfärbungen, denn mit der Stellung und Form ihrer natürlichen Zähne war die Patientin durchaus zufrieden.

Dieses wurde dann dreidimensional im Rahmen einer kosmetischen Probefahrt mit sechs Testeneers® visualisiert. Die hauchdünnen, individuell per CAD/CAM erstellten Kunststoffschalen verstehen sich als eine Art ästhetisch orientiertes Mock-up, haben jedoch den entscheidenden Vorteil sowohl der endlosen Haltbarkeit als auch der Möglichkeit des unbegrenzt häufigen Einsatzes. Die Idee dabei ist, Patienten die Möglichkeit einer ästhetischen Verbesserung im Frontzahnbereich schon vor einer 
prothetischen Behandlung visuell darzustellen. Ohne Zeitdruck und in entspannter häuslicher Atmosphäre testete die Patientin ihr neues Lächeln immer wieder unverbindlich und hatte somit genügend Zeit, sich damit zu identifizieren. Auch eventuell gewünschte Nacharbeiten, wie z. B. die Abrundung distaler Ecken oder eine Kürzung der Testeneers®, sind jederzeit umsetzbar. So gestaltete die Patientin ihr Traumlächeln aktiv mit und wir erhielten eine größtmögliche Planungssicherheit. Dies ist eine solide Grundlage und Zielvorgabe für eine hochwertige Restauration, auf deren Basis die Patientin ihre Entscheidung für das vorgeschlagene Therapiekonzept treffen und die entstehenden Kosten eindeutig zuordnen kann. Motiviert und zusätzlich bestärkt durch positive Reaktionen ihres sozialen Umfeldes fiel bald ihre Entscheidung für die dauerhafte Umsetzung des neuen Lächelns (Abb. 5). 

Entscheidung für Veneers 

Sowohl die durchgeführte kosmetische Probefahrt als auch die genauen Vorstellungen der Patientin halfen unserem Team und dem behandelnden Zahnarzt Dr. Horst Montag (Berlin), das Behandlungsziel genau zu definieren. Die Frontzähne sollten möglichst natürlich aussehen und minimalinvasiv behandelt werden. Dabei fiel die Entscheidung auf die Versorgung der Zähne 13-23 mit sechs Veneers in der Grundfarbe A2, die eine perfekte Zahnfarbe erreichen, sich aber trotzdem gut an die, nicht in die Versorgung integrierten Prämolaren angleichen sollten. Ästhetische und der Natur nachempfundene Veneers im Frontzahnbereich stellen höchste Ansprüche an das Behandlerteam. Ebenso entscheidend wie die Erfahrung und das manuelle 
Geschick aller Beteiligten ist hier die Auswahl der passenden, hochwertigen Materialien. Bewährt hat sich in unserem Labor die Verwendung von Press-Rohlingen aus einer Lithiumdisilikat-Glaskeramik, 
in diesem Fall aus e.max Press der Firma Ivoclar 
Vivadent. Daraus erstellen wir dünne keramische Schalen, die durch eine liebevolle individuelle Schichtung mit den passenden e.max Ceram-Massen in Form und Farbe perfektioniert werden. Eine natürliche Oberflächenstruktur rundet das schöne Erscheinungsbild der Veneers ab (Abb. 6). Um ein Optimum an ästhetischen Resultaten zu erzielen, hat es sich als sinnvoll erwiesen, den Patienten durch eine individuelle Farbbestimmung und Anpassung direkt in den Fertigungsprozess zu integrieren und ihn diesen aktiv mitgestalten zu lassen. Nur die partnerschaftliche, vertrauensvolle und gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt, Zahntechniker und Patient führt zu einem von allen gleichermaßen empfundenen Behandlungserfolg (Abb. 7). 

Überzeugendes Ergebnis des 
Lächeln2go-Behandlungskonzeptes

Mit unserem Lächeln2go-Konzept und dem direkten persönlichen Kontakt zu unseren Patienten verfolgen wir den sicheren und effizienten Weg, uns im Team bereits im Vorfeld einer prothetischen Restauration an das realistisch-ideale Ergebnis heranzuarbeiten. Da mit den Patienten schon im Vorfeld die Behandlungsziele eruiert und sie konsequent in die Behandlungsplanung einbezogen werden, fühlen sie sich respektiert und ernst genommen. Realisiert wird eine Veneer-Restauration, mit der alle Beteiligten glücklich und zufrieden sind. Das ist für uns der wichtigste Grundpfeiler für den Erfolg unserer Arbeit und findet sich in vielen begeisterten Patienten wieder.

Foto: Autorin
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