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Digitale Zahnmedizin 01.04.2014

Die Integration der navigierten Chirurgie in der Praxis

Die Integration der navigierten Chirurgie in der Praxis

Dr. Klaas Hansen betreibt mit seinen beiden Kolleginnen, Dr. Julia Dilcher und Magdalena Tolksdorf, eine Gemeinschaftspraxis in Lüneburg. Das Team bietet das gesamte Spektrum der modernen Zahnheilkunde an. Als zertifizierter Spezialist der Implantologie (BDIZ EDI) legt Dr. Hansen seinen besonderen Schwerpunkt auf die Guided Surgery. Seit Einführung der SIMPLANT-Guides (ehemals ExpertEase) von DENTSPLY Implants arbeitet er zufrieden mit dem Schablonensystem. Im Interview berichtet Dr. Hansen von seinen Erfahrungen.

Herr Dr. Hansen, was waren die Gründe für Sie, mit dem SIMPLANT-System in die Guided Surgery einzusteigen?

Dr. Klaas Hansen: Ich arbeite schon seit vielen Jahren mit dem XiVE-Implantatsystem und SIMPLANT bzw. ExpertEase. Die SIMPLANT-Schablonen bieten mir den großen Vorteil eines exakten Tiefenstopps mit einfachem chirurgischen Prozedere. So benötige ich auch kein Bohrprotokoll wie bei anderen Systemen, um viele Komponenten auf die richtige Weise aufeinander abzustimmen. Jeder Bohrer – sogar die Gingivastanze und das finale Einbringinstrument nebst Implantat – wird optimal durch die Hülsen in den Bohrschablonen geführt. Alle Abstützungsmöglichkeiten sind wählbar: zahngestützt auf der Restbezahnung, schleimhautgetragen auf auf zahnlosen Kiefern, bei Eingriffen mit Knochenmodellierung als knochengestützte Schablone oder die Kombination Zahn-Schleimhaut oder Zahn-Knochen.

Welche Vorteile bietet SIMPLANT Ihren Patienten? Vor allem die folgenden Vorteile einer schablonengeführten Implantation sind für den Patienten überzeugend:

  • Das Implantieren ist absolut sicher, da alle wichtigen anatomischen Strukturen vor dem Eingriff untersucht und analysiert werden.
  • Viele meiner Patienten sind sofort begeistert, wenn sie hören, dass eine Verletzung – zum Beispiel des Nervus alveolaris – ausgeschlossen ist durch die auf den Zehntelmillimeter genaue Führung der Instrumente nach absolut exakter „virtueller Voroperation“.
  • Das Highlight stellt natürlich die minimalinvasive Operationstechnik dar, die sozusagen „ohne Schnitt“ geschieht und damit ohne Schwellung sowie mit äußerst reduzierten postoperativen Begleitsymptomen für den Patienten einhergeht.

Wie haben Sie den Einstieg in das SIMPLANT-System in Ihrer Praxis umgesetzt?

Die Integration von SIMPLANT in unseren implantologischen Praxisalltag wurde durch das umfassende Training der speziell geschulten Mitarbeiter von DENTSPLY Implants sehr einfach gestaltet. Insbesondere die Betreuung durch den SIMPLANT- Außendienst, der sympathisch und mit großem Fachwissen auch in komplizierten Fällen jederzeit behilflich ist, lässt keine Support-Wünsche offen. Dies stellt für mich einen wesentlichen Vorteil gegenüber anderen Systemen beziehungsweise Herstellern dar. Dieser Service begann mit der Optimierung der Einstellungen des DVT-Geräts. Wenn gewünscht bereitet DENTSPLY Implants die DICOM-Datensätze so weit auf, dass man sich ohne Zeitverlust an die Planung setzen kann. Das bedeutet, dass man sich voll auf die Planung und die Chirurgie konzentieren kann.

In welchen Fällen setzen Sie SIMPLANT ein?

Eine dreidimensionale röntgenologische Planung ist meiner Ansicht nach heutzutage obligat. Insofern sind die Voraussetzungen für die Bestellung einer SIMPLANT-Schablone bei mir immer gegeben. Bei größeren Implantationskonzepten mit sechs oder mehr Implantaten setze ich die Guides in jedem Fall ein. Darüber hinaus immer, wenn eine minimalinvasive Vorgehensweise möglich ist. Auch ein Bone Spreading ist schienengeführt möglich. In den meisten Fällen ziehe ich demzufolge eine Guided Implantation einer „Freihand“-Insertion vor.

Welche Vorteile bietet Ihnen als Behandler das System?

Die kompromisslose Umsetzung einer Implantatplanung stellt für mich den wesentlichen Vorteil einer computergeführten Implantation dar. Insbesondere mit einem derart zu Ende gedachten Konzept wie dem SIMPLANT-Guide. Wie schwierig ist die korrekte Positionierung der Implantate häufig schon am Computer. Diese Positionierung „freihändig“ intra operationem durchzuführen, ohne vorheriges entspanntes Probieren und Nachdenken am Bildschirm, kann ich mir heute nicht mehr vorstellen. Ich bin davon überzeugt, dass der größte Teil meiner schwierigen und auch weniger schwierigen Fälle so zielorientiert und erfolgreich nur noch mit der Guided Surgery und besonders mit dem System von DENTSPLY Implants operiert werden kann. Ganz nebenbei ist dabei die Zusammenarbeit mit unseren Zahntechnikern hervorragend: Sie werden in die virtuellen Planungen einbezogen, gestalten mit und schätzen die eindeutige Ausrichtung der Implantate nach exakten prothetischen Gesichtspunkten im dreidimensionalen Raum sehr.

Wie reagieren Ihre Patienten auf Ihre computergestützten Implantationen?

Die Patienten sind stets über die moderne, sichere und präzise Vorgehensweise in unserer Praxis begeistert. Dabei treten die finanziellen Mehrbelastungen häufig in den Hintergrund.

Welche Vorzüge schätzen Sie an SIMPLANT am meisten?

Der wesentliche Vorteil von SIMPLANT ist die komplette Führung aller Instrumente in den Guides. Die präzise Bohrerführung mit eindeutigem Tiefenstopp und die Möglichkeit, auch das Implantat selbst schablonengeführt einbringen zu können, garantierten eine optimale Positionierung des Implantats. Die Edelstahl-Sleeves laufen exakt in den Schablonenhülsen, ein Verkanten ist unmöglich. Durch die bukkal oder lingual offenen Hülsen wird nun auch ein Implantieren im Molarenbereich einfach möglich.

Ihr Fazit, Herr Dr. Hansen?

Ich denke, die computergestützte Implantation ist eine Vorgehensweise mit großer Zukunft, da sie Präzision, Sicherheit und Vorhersagbarkeit in sich vereint. Eigentlich gehört sie in die Hand jedes Implantologen.

Herr Dr. Hansen, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Dr. Klaas Hansen

Spezialist der Implantologie (BDIZ EDI)
Praxis Dr. Hansen & Kollegen
Rote Straße 9
21335 Lüneburg
info@praxis-dr-hansen.de

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