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Branchenmeldungen 24.10.2017

2.000 Zahnprothesen gehen jährlich in britischen Kliniken verloren

2.000 Zahnprothesen gehen jährlich in britischen Kliniken verloren

In den 1960er-Jahren waren noch 37 Prozent der Briten zahnlos, heute sind es nur sechs Prozent. Dennoch kommt es erschreckend häufig zum Verlust von Zahnprothesen in britischen Kliniken. Bis zu 2.000 Prothesen jährlich verschwinden auf unerklärliche Weise. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf das staatliche Gesundheitssystem, sondern auch auf den Genesungsprozess der Patienten.

Rund 1,15 Millionen Euro kostet der Verlust der Zahnprothesen britischer Klinikpatienten den NHS (National Health Service) in Großbritannien. Für das staatliche Gesundheitssystem sind das nicht nur unnötige Kosten, die für Entschädigungen und Neuanfertigungen draufgehen, sondern auch jede Menge Papierkram. Schlimmer ist es jedoch für die Patienten, die bis zum Ersatz der Zahnprothese zahnlos klarkommen müssen. Das hat negative Auswirkungen auf den Genesungsprozess, da Patienten ohne ihren Zahnersatz weniger essen, reden, lachen und Besuch empfangen – alles Faktoren, die den Heilungsprozess beschleunigen können.

Aktuell arbeiten das Gesundheitsministerium und Berufsverbände an einer Lösung des Problems, die u.a. die Sensibilisierung des Klinikpersonals sowie mit dem Namen der Patienten versehene Zahnprothesenbehälter vorsieht.

Quelle: British Dental Journal

Foto: Gina Sanders – stock.adobe.com
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