Branchenmeldungen 11.11.2008

8. Keramiksymposium

8. Keramiksymposium

Ende des vergangenen Jahres hatte die Arbeitsgemeinschaft für Keramik in der Zahnheilkunde e.V. (AG Keramik) der Fachwelt berichtet, dass im Jahr 2007 zirka drei Millionen vollkeramische Restaurationen in Deutschland eingegliedert worden sind. Der weitaus größte Teil ist mit Hilfe der CAD/CAM-Technik gefertigt worden. Damit haben Vollkeramiken und die computergestützte Herstellung bewiesen, dass sie in zunehmendem Maße als Alternative bei der Versorgung von Kavitäten, für Kronen, Brücken und besonders für ästhetische Therapielösungen genutzt werden. Wesentliche Antriebskräfte für die Marktentwicklung lieferten Software-Lösungen für biogenerische Kauflächen und neue Keramiken für gerüstfreie Kronen.

Den Fortschritt in der vollkeramischen Restauration und CAD/CAM-Technik wird die AG Keramik auf dem 8. Keramiksymposium unter dem Leitgedanken „Dentalkeramik – gute Qualität hat sich bewährt“ vorstellen, das in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Implantologie e.V. (DGI) in Frankfurt/Main durchgeführt wird. Damit wird auch neuen, klinischen Erkenntnissen mit Suprastrukturen aus Vollkeramik in der Implantatprothetik Rechnung getragen. Auf dem Keramiksymposium, das den Jahreskongress der DGI begleitet und am 29. November 2008 im Congress Center der Messe Frankfurt/Main, Ludwig-Erhard-Anlage 1, in der Zeit von 9:00 bis 14:00 Uhr stattfindet, werden unter der Moderation von Prof. Dr. Karl-Heinz Kunzelmann, Universität München, erfahrene Referenten zu folgenden Themen Stellung beziehen:

Grundlagenforschung, Klinik und Praxis berichten
Einen Überblick über „Keramische Werkstoffe und deren Anwendung in der Dentaltechnik“ wird der Physiker Dr. Joachim Binder, Forschungszentrum Karlsruhe, geben. Dieses in der Grundlagenforschung tätige Institut hat sich in den letzten Jahren besonders mit dem Reaktionssintern von Zirkoniumsilikat für Vollkronen auseinandergesetzt. Über den Qualitätsstatus der am Markt befindlichen Keramiken wird unter dem Thema „Klinisch relevante Parameter für die Beurteilung der Qualität von Keramiken“ Prof. Dr. Heinrich Kappert, Schaan, berichten und hierbei auch die Risiken aufzeigen, die mit der Verwendung von Zirkonoxid aus nicht rückverfolgbaren Quellen zusammen hängen. Die Verbindung zur Implantatprothetik, besonders im Frontzahnbereich, knüpft der niedergelassene Zahnarzt und Implantologe Dr. Otto Zuhr, München, mit dem Referat „Die Bedeutung eines multidisziplinären Ansatzes bei Implantatversorgungen in der ästhetischen Zone“ – ergänzt von Dr. Karl-Ludwig Ackermann, Filderstadt, Vorstandsmitglied der DGI, mit der „Vollkeramischen Restauration im atrophierten zahnlosen Kiefer“. Mit der Zielsetzung der „Vorhersagbaren Ästhetik mit Vollkeramik durch perfekte Teamkommunikation“ werden Prof. Dr. Daniel Edelhoff, Universität München, und Ztm. Oliver Brix, Wiesbaden, auf die Vorteile und die Ergebnisse einer engen Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt und Zahntechniker eingehen.

Die Ergebnisse der einzigen Feldstudie in Europa, die mit hoher Fallzahl seit vielen Jahren die klinischen Parameter vollkeramischer Restaurationen aus niedergelassenen Praxen dokumentiert, wird Dr. Bernd Reiss, Malsch, Vorstandsvorsitzender der AG Keramik und DGCZ, unter dem Thema „Ceramic Success Analysis – das Maß für die Qualität von Keramikrestaurationen“ vorstellen. In dieser Studie melden die teilnehmenden Zahnärzte die klinischen Daten ihrer Restaurationen an die AG Keramik und erhalten anonymisiert die Mittelwerte der klinischen Parameter aller Teilnehmer zurück. Damit kann der Praktiker seinen Qualitätsstandard erkennen und vergleichen, bewährte Therapieverfahren identifizieren und ggfs. ein verbesserungswürdiges Vorgehen berücksichtigen.

Den „Forschungspreis Vollkeramik“, der alljährlich für Wissenschaftler, Doktoranden, Zahnärzte und interdisziplinäre, zahntechnische Teams ausgeschrieben und mit 5.000 Euro dotiert wird, werden Moderator Prof. Dr. Karl-Heinz Kunzelmann und Dr. Reiss an den Preisträger übergeben. Übersetzung und Einreichung der prämierten Arbeit bei einer englischsprachigen, impactstarken Fachzeitschrift wird von der AG Keramik unterstützt.

Für das Keramiksymposium werden 5 Fortbildungspunkte gemäß den Richtlinien der BZÄK vergeben. Weitere Info unter www.ag-keramik.de - Anmeldungen unter info@ag-keramik.de

Quelle: M. Kern, AG Keramik Schriftführung über dental online community, 11.11.2008


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