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Branchenmeldungen 03.09.2018

Bakterien lieben (Frauen-)Hände

Bakterien lieben (Frauen-)Hände

Unsere Hände sind ein Paradies für Bakterien. Auf jedem Quadratzentimeter Haut leben bis zu 10 Millionen Bakterien, auf derselben Fläche enthält die menschliche Haut dagegen aber nur etwa 3 Millionen Zellen. Bis zu 150 verschiedene Bakterienarten besiedeln im Durchschnitt unsere Hände. Insgesamt konnten bereits über 4.700 verschiedene Arten von Händebakterien nachgewiesen werden.

Frauenhände beherbergen generell mehr Bakterienarten als Männerhände. Der Grund hierfür liegt möglicherweise am höheren pH-Wert der Frauenhände. In diesem „bakterienfreundlichen“ Säureniveau vermehren und gedeihen unsere kleinen Hautbewohner besser als in der sauren Umgebung der Männer.

Dabei stellen unsere natürlichen Hautbewohner gar keine Gefahr für unsere Gesundheit dar.
Ganz im Gegenteil: Unsere Hautflora hemmt die Ansiedlung und Ausbreitung von Krankheitserregern. Dennoch können über die Hände bestimmte Krankheitserreger übertragen werden. Vor allem Grippe- und Erkältungsviren sowie Erreger von Durchfallerkrankungen werden durch direkten Händekontakt oder beispielsweise durch das Berühren von kontaminierten Türklinken verbreitet.

Blick in die Geschichte

Um die Übertragung von Krankheiten auf diesem Weg zu stoppen, ist eine gründliche Händehygiene (Waschen und Desinfizieren) die wichtigste Maßnahme. Ihre Bedeutung zeigte Mitte des 19. Jahrhunderts erstmals der ungarische Arzt Ignaz Semmelweis auf. Er stellte fest, dass die Übertragung von Kindbettfieber von Ärzten auf die werdenden Mütter unterbunden wurde, wenn behandelnde Ärzte vor den Untersuchungen eine Händedesinfektion mit Chlorkalk durchführten. Doch lange Zeit stieß diese Methode bei anderen Ärzten auf vehementen Widerstand. Sie wollten nicht wahrhaben, dass sie Krankheiten übertrugen, anstatt diese zu heilen.

Am Rückgang der Infektionskrankheiten in den letzten 100 Jahren waren neben der Entwicklung wirksamer Impfstoffe maßgeblich auch die Einführung von allgemeinen Desinfektions- und Hygienemaßnahmen verantwortlich.

Dennoch: Alleine in Europa werden jährlich bis zu fünf Millionen Patienten in Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen mit gefähr lichen Krankheitserregern infiziert. Diese sogenannten MRSA (Multiresistente Staphylococcus aureus) können Auslöser von Blutvergiftungen, Wundbrand oder Lungenentzündungen sein; mit gängigen Antibiotika kann
ihnen oft nicht mehr Einhalt geboten werden. Ein wesentlicher Grund für das häufige Auftreten dieser Krankenhausinfektionen ist eine mangelhafte oder gar fehlende Hygiene. Alleine in Deutschland sterben jedes Jahr zwischen 40.000 und 50.000 Menschen an den Folgen dieser Erkrankungen. Zum Vergleich: Der deutsche Straßen verkehr fordert jährlich ungefähr 5.000 Todesopfer.

Die richtige Händehygiene

Auch in der Zahnarztpraxis gehört das Händewaschen zu den allgemeinen Regeln der Händehygiene. Dabei sollten die Hände vor Arbeitsbeginn, nach Arbeitsende, vor dem Essen sowie nach der Toilettenbenutzung gewaschen werden. Hygieneexperten empfehlen, eine hygienische Händedesinfektion vor und nach jeder Patientenbehandlung durchzuführen. Auch bei einer längeren Behandlungsunterbrechung oder beim Handschuhwechsel sollte der Griff zum Händedesinfektionsmittel nicht ausbleiben. Wichtig für eine effektive Desinfektion ist, dass die Hände während der vorgeschriebenen Einwirkzeit mit dem Desinfektionsmittel feucht gehalten werden. Diese einfachen Maßnahmen helfen, das Behandlungsteam und die Patienten vor gefährlichen Infektionskrankheiten zu schützen.

METASYS Medizintechnik bietet mit den Waschlotionen GREEN&CLEAN HW, GREEN&CLEAN HL sowie dem Desinfek tionspräparat GREEN&CLEAN HD auch für den Bereich „Hände“ die passende Lösung.

Quelle: METASYS

Foto: METASYS
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