Branchenmeldungen 27.04.2026
BufaTa: Grußworte, Zahni-Austausch & df mittendrin
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Am Samstagmorgen eröffnete ein ausführlicher Begrüßungspunkt das offizielle Tagungsprogramm. Dabei nutze eine Reihe an Akteuren der Dentalwelt die Möglichkeit, die Studierenden im Plenarsaal willkommen zu heißen und für diverse Themen zu sensibilisieren. Dass so viele in Bonn vor Ort waren und, in aller Frühe, Worte an die Studierenden richten wollten, ist ein deutliches Indiz dafür, wie wichtig dem Berufsstand und der Berufspolitik der zahnärztliche Nachwuchs ist und wie sehr man auf ein aktives, fach- und generationsübergreifendes Miteinander hofft. Moderiert wurde der Willkommens-Marathon sowie der weitere Programmverlauf, einschließlich Plenumsaussprache und Kleingruppengespräche, durch den Bundesverband der Zahnmedizinstudenten in Deutschland e.V. (bdzm).
Herzlich willkommen zur BuFaTa!
Das erste offizielle Grußwort übernahm, kurz und knapp, Jung-Prof. Richard Wierichs, der im Oktober 2025 die Nachfolge von Prof. Dr. Dr. Dr. Søren Jepsen antrat und seitdem die Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie am Universitätsklinikum Bonn (UKB) leitet. Ihm folgte ein kurzer Gruß von BZÄK-Präsidentin Dr. Romy Ermler, per Videoaufzeichnung eingespielt, sowie eine ebenso kurze, etwas unbeholfene Ansprache von Dr. Rainer Zierl, Mitglied des Vorstands der Zahnärztekammer Nordrhein. Im Anschluss richtete, erstmals auf einer BuFaTa, ein Vertreter der gewerblichen Dentallabore, nämlich Dominik Kruchen, Präsident des Verbands Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI), das Wort an die Zuhörenden und plädierte dabei für eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe und ein positives Miteinander von Zahnmediziner/-innen und Zahntechniker/-innen. Auf Kruchen folgte Harald Schrader, der in seiner Funktion als Präsident der Arbeitsgemeinschaft Zahnärztlicher Laboratorien Deutschland e.V. (AZL) die Gelegenheit nutze, das Wirken der AZL zu umreißen. Weiter ging es mit Dr. Christian Rath, Geschäftsführer des Vereins für Zahnhygiene e.V. (VfZ). Rath appellierte an die Zahnis in ihren Pflichtpraktika soziale Verantwortung zu übernehmen. Über den VfZ könne man in Pflege-, Seniorenheimen oder Jugendhilfeeinrichtungen für eine adäquate Mundhygiene aktiv werden. Dr. Lisa Morlock präsentierte danach die Arbeitsgruppe Strukturierte Mündliche Prüfungen (AG SMP). Ziel der AG sei es, eine standortübergreifende digitale Plattform zur Erstellung und Durchführung von SMPs zu etablieren, standardisierte Kriterien zur fairen Leistungsbeurteilung einzuführen und Studierende mit Prüfungsverantwortlichen zu vernetzen. Denn aktuell, so Morlock, wird das Format der SMP in vielen bundesweiten Lehrveranstaltungen nicht genutzt. Das Abschlusslicht der Grußworte übernahmen die Gesellschaft zur Förderung der Dental-Industrie mbH (GFDI) sowie der Verband der Deutschen Dental-Industrie e.V. (VDDI). Beide rührten heftig für ein Thema die Werbetrommel: die nächste Internationale Dental-Schau 2027, die, so GFDI und VDDI, auch für den Nachwuchs viel zu bieten hat.
Diskussionen & perfect ending im „Bahnhöfchen“
Nach dem Begrüßungsblock zogen sich die Fachschaftenvertreter zurück und diskutierten in Kleingruppen Themen, die ihnen am Herzen liegen. Hierbei ging es unter anderem um Studienkosten und -bedingungen der verschiedenen Standorte, um Altprotokollkonzepte für die Abschnitte Z1/Z2/Z3, Praxisfamulaturen nach der neuen ZAappro, Fragen zu Finanzen und Events einzelner Fachschaften und so einiges mehr. Einer ausgiebigen Mittagspause unter blauem Himmel, mit Burger, Pommes und feinem Kaffee, folgten die Sitzung des Zahnmedizinischen Austauschdienstes (ZAD) sowie ausgewählte Workshops einzelner Industrievertreter. Ein Galaabend mit gutem Essen in stylischer Location direkt am Bonner Rheinufer gab der BuFaTa ein perfect ending.
Fazit
Die Vorbereitung einer BuFaTa ist gewiss nichts für schwache Nerven. Hier braucht es eine Fachschaft, die sich mutig und noch dazu neben dem täglichen Studium, dieser Aufgabe stellt. Der Fachschaft Bonn ist das mit Bravour gelungen, inklusive der Variablen Wetter und guter Laune. Die nächste BuFaTa findet im Wintersemester statt. Infos dazu folgen sehr wahrscheinlich im Laufe des Sommers und in den Sozialen Medien der Fachschaften.