Branchenmeldungen 01.04.2026
Plaque und Plausch: Einblicke, die man in keinem Lehrbuch findet
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Wie kam es zu Plaque und Plausch?
Joel: Wenn ich ganz ehrlich bin, hat alles auf diesem Behandlungsstuhl angefangen. Ich war selbst Patient bei David Deipenbrock. Eigentlich ein ganz normaler Termin. Aber wenig daran hat sich angefühlt, wie ich Zahnmedizin kannte. Die Ruhe, die Art wie er erklärt hat, wie viel Verantwortung und gleichzeitig Begeisterung in diesem Beruf steckt und gleichzeitig so viel Lockerheit. Ich bin aus der Praxis gegangen und wusste plötzlich, dass ich Zahnmedizin studieren will. Einige Zeit später habe ich in der Praxis hospitiert und David eben nicht nur als Zahnarzt, sondern als Freund kennengelernt. Eines Tages kam er dann mit der Idee eines Podcasts auf mich zu. Ich war sofort dabei!
David: Ich habe bei Joel etwas gesehen, das mich an meine eigene Anfangszeit erinnert hat. Diese Mischung aus Neugier und Respekt. Unsere Gespräche zwischen Behandlung, Mittagspause und Feierabend wurden immer intensiver. Wir haben nicht nur über Präparationen oder Klausuren gesprochen, sondern über Zweifel, Verantwortung, Selbstständigkeit, Zukunft und Sinn. Irgendwann wurde klar, dass diese Gespräche nicht nur uns guttun. Sie haben Tiefe. Sie sind ehrlich. Und sie zeigen eine Seite der Zahnmedizin, die man im Hörsaal oder auf Kongressen selten hört. Plaque und Plausch ist für uns mehr als ein Podcast. Es ist ein Herzensprojekt. Zwei Generationen. Zwei Perspektiven. Ein Beruf, der uns verbindet.
Was wollt ihr mit dem Podcast erreichen?
David: Hinter jeder Praxis steht ein Mensch mit Visionen, mit Druck, mit Verantwortung und mit ganz persönlichen Fragen. Genau darüber sprechen wir. Wir möchten zeigen, dass man über den dentalen Tellerrand hinausblicken darf. Dass es erlaubt ist, über Unternehmertum, Persönlichkeitsentwicklung, mentale Stärke und Lebensbalance zu sprechen. Dass Zahnmedizin nicht nur ein Handwerk ist, sondern auch eine Haltung. Uns geht es darum, Menschen für die Zahnmedizin zu begeistern. Nicht nur fachlich, sondern emotional – auch solche, die gar nichts mit dem Fach am Hut haben. Wir möchten Studierenden Mut machen, die gerade an sich zweifeln. Wir möchten jungen Zahnärzt/-innen Orientierung geben. Und wir möchten erfahrene Kolleg/-innen inspirieren, Dinge neu zu denken, egal aus welchem Bereich der Zahnmedizin.
Welche Themen deckt ihr ab?
Joel: Im Kern geht es um Zahnmedizin. Aber noch mehr geht es um die Menschen dahinter. David bringt die Perspektive des erfahrenen Zahnarztes ein. Verantwortung für ein Team. Unternehmerische Entscheidungen. Wirtschaftlicher Druck. Die Frage, wie man langfristig erfüllt bleibt. Ich bringe die Perspektive des Studierenden mit. Prüfungsstress. Zukunftsängste. Der Druck, alles richtig machen zu wollen. Die Frage, wo man eigentlich hinwill. Wir sprechen über den Weg ins Studium. Über die ersten Behandlungen. Über Selbstständigkeit. Über moderne Entwicklungen. Über mentale Gesundheit. Über Fehler. Über Wachstum. Unsere Gäste sind Studierende, junge Zahnärztinnen und Zahnärzte, Entscheidungsträger aus der Industrie, Praxisinhaber und Persönlichkeiten, die neue Wege gehen. Uns interessiert nicht nur der Lebenslauf. Uns interessiert die Geschichte. Die Momente, in denen alles auf der Kippe stand. Die Zweifel. Die Wendepunkte. Der Mut.
Wie würdest du den Vibe von Plaque und Plausch beschreiben?
David: Ehrlich. Persönlich. Nahbar. Man hört keine Vorlesung. Man hört zwei Menschen, die sich wirklich austauschen. Manchmal lachen wir. Manchmal diskutieren wir. Manchmal wird es still, wenn ein Thema tiefer geht als erwartet. Joel stellt Fragen, die viele denken, aber nicht aussprechen. Ich reflektiere aus Erfahrung und gebe auch zu, was ich heute anders machen würde. Gemeinsam klären wir mit den Gästen Themen, die jeden bereichern. Es geht nicht darum, etwas aufzuspielen. Es geht darum, sich gemeinsam ans Mikrofon zu setzen und nach wenigen Momenten zu vergessen, dass wir grade überhaupt aufnehmen.
Was macht eure Gäste aus?
David: Jede Aufnahme ist besonders, weil jeder Mensch eine eigene Geschichte mitbringt. Und oft entstehen genau in diesen Gesprächen die stärksten Momente. Wenn jemand offen über Selbstzweifel spricht. Über finanzielle Risiken. Über schwierige Entscheidungen. Über den Druck, immer funktionieren zu müssen. Diese Ehrlichkeit berührt uns. Und sie verbindet. Wir lernen selbst in jeder Folge dazu. Jede Perspektive erweitert unseren Horizont und erinnert uns daran, dass es nicht den einen richtigen Weg gibt. Und das nicht nur in Bezug auf Persönlichkeiten innerhalb des Fachs, sondern solche Geschichten, die mit der ganzen Sache gar nichts am Hut haben. Es ist im Kern faszinierend, fachfremde Geschichten auf den eigenen Beruf übertragen zu können und andersherum genauso.
Weil Zahnmedizin mehr ist als ein Beruf
Plaque und Plausch gibt Einblicke, die man in keinem Lehrbuchfindet. Man bekommt Motivation, wenn das Studium überfordert.Inspiration, wenn man über Selbstständigkeit nachdenkt. Und das beruhigende Gefühl, mit bestimmten Gedanken nicht allein zu sein. Der Podcast verbindet Generationen, Erfahrung und Aufbruch. Und am Ende geht es um Gemeinschaft. Um Wachstum. Um Begeisterung für einen Beruf, der so viel mehr sein kann, als man am Anfang denkt. Wenn jemand nach einer Folge motivierter ist und etwas einfach verstanden hat, dann wissen wir, warum wir diesen Podcast gestartet haben.