Branchenmeldungen 28.05.2026

BZÄK: Entbürokratisierung ist Haushalts‑ und Gesundheitspolitik

BZÄK – Die bürokratische Überlastung der Zahnarztpraxen gefährdet zunehmend Versorgung, Fachkräftesicherung und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen. 

BZÄK: Entbürokratisierung ist Haushalts‑ und Gesundheitspolitik

Foto: NanSan – stock.adobe.com

Praxisinhaber und -inhaberinnen verbringen im Schnitt sechs Stunden pro Woche mit Bürokratie, hinzu kommen 2,5 Stunden je Mitarbeitendem. In einer durchschnittlichen Praxis gehen so mehr als 24 Stunden Behandlungszeit pro Woche verloren – mit direkten Folgen für Patientenzugang und Effizienz.

Bild von einem Quotenzeichen
Dr. Doris Seiz, Vizepräsidentin der Bundeszahnärztekammer (BZÄK): „Unsere Kolleginnen und Kollegen kritisieren, zu wenig zahnärztlich tätig sein zu können, und stattdessen zu viele, teils äußerst absurde Dokumentationspflichten abzuarbeiten. Diese Misstrauenskultur kostet Zeit, Geld, Nerven und am Ende Versorgungsqualität.“

Überflüssige Doppel‑ und Dreifachdokumentationen, aufwendige Prüfregime ohne Zusatznutzen und immer neue Vorgaben treiben die Kosten in den Praxen in die Höhe – und mittelbar auch die Ausgaben der Versicherungen. Gleichzeitig verschärfen sie den Fachkräftemangel: Praxisteams werden gebunden, junge Zahnärztinnen und Zahnärzte von Niederlassung abgeschreckt, erfahrene Kolleginnen und Kollegen gehen früher aus dem Beruf.

Die BZÄK macht klar: Wer Bürokratie abbaut, spart Kosten im System. Mehr Behandlungszeit, weniger Verwaltungsaufwand und stabile Praxen bedeuten bessere Prävention, weniger Folgekosten und eine nachhaltige Entlastung der Kassen. Entbürokratisierung ist kein Luxus – sie ist Voraussetzung für eine zukunftsfeste Gesundheitsversorgung.

Dieser Beitrag stammt von dem Anbieter und spiegelt nicht die Meinung der Redaktion wider.
Mehr News aus Branchenmeldungen

ePaper