Branchenmeldungen 28.05.2026
BZÄK: Entbürokratisierung ist Haushalts‑ und Gesundheitspolitik
Praxisinhaber und -inhaberinnen verbringen im Schnitt sechs Stunden pro Woche mit Bürokratie, hinzu kommen 2,5 Stunden je Mitarbeitendem. In einer durchschnittlichen Praxis gehen so mehr als 24 Stunden Behandlungszeit pro Woche verloren – mit direkten Folgen für Patientenzugang und Effizienz.
Überflüssige Doppel‑ und Dreifachdokumentationen, aufwendige Prüfregime ohne Zusatznutzen und immer neue Vorgaben treiben die Kosten in den Praxen in die Höhe – und mittelbar auch die Ausgaben der Versicherungen. Gleichzeitig verschärfen sie den Fachkräftemangel: Praxisteams werden gebunden, junge Zahnärztinnen und Zahnärzte von Niederlassung abgeschreckt, erfahrene Kolleginnen und Kollegen gehen früher aus dem Beruf.
Die BZÄK macht klar: Wer Bürokratie abbaut, spart Kosten im System. Mehr Behandlungszeit, weniger Verwaltungsaufwand und stabile Praxen bedeuten bessere Prävention, weniger Folgekosten und eine nachhaltige Entlastung der Kassen. Entbürokratisierung ist kein Luxus – sie ist Voraussetzung für eine zukunftsfeste Gesundheitsversorgung.