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Branchenmeldungen 04.11.2016

CEREC-Erfinder Prof. Dr. Dr. Werner Mörmann wird 75

CEREC-Erfinder Prof. Dr. Dr. Werner Mörmann wird 75

Dentsply Sirona, weltweit tätiger Hersteller von Geräten, Technologien und Verbrauchsmaterialien für die Dentalbranche und Marktführer bei dentalen CAD/CAM-Systemen, gratuliert dem Pionier der CEREC-Methode Prof. em. Dr. Dr. Werner H. Mörmann, zum 75. Geburtstag. Die CEREC-Methode ist mittlerweile zu einer zahnärztlichen Standardmethode geworden und die erweiterten Anwendungsmöglichkeiten des CEREC-Gerätes betreffen auch die Implantologie und Kieferorthopädie.

Alle fünf Sekunden wird irgendwo auf der Welt eine CEREC-Restauration eingesetzt. Bis heute sind so mehr als 35 Millionen Inlays, Onlays, Kronen, Veneers und Abutments zusammengekommen, die von rund 38.000 aktiven CEREC-Anwendern hergestellt und Patienten in einer Sitzung eingesetzt worden sind. In Deutschland steht mittlerweile in mehr als jeder siebten Praxis solch ein CAD/CAM-System für die Chairside-Versorgung. Danach sah es lange Zeit nicht aus. Denn als Dr. Dr. Werner H. Mörmann gemeinsam mit dem Elektroingenieur Dr. Marco Brandestini vor über 30 Jahren eine Alternative für Amalgamfüllungen suchte, die Idee einer Maschine für die computergestützte Herstellung von keramischen Restaurationen geboren und damit das Zeitalter der Digitalisierung in der Zahnheilkunde eingeläutet wurde, war er seiner Zeit weit voraus.

Pionier einer faszinierenden Technologie

Der 1941 in Göppingen geborene Mörmann war nach Abschluss seines Studiums und seiner ersten Dissertation in Heidelberg 1970 an das Zahnärztliche Institut Zürich gewechselt. Dort promovierte er 1973/1974 ein weiteres Mal, wobei er sich mit Fragen rund um die Füllungstherapie auseinandersetzte. An der Universität Zürich wurde damals die Adhäsivtechnik als Lösung für das Problem des Verbunds von Restauration und Restzahn diskutiert, und Keramik erschien Mörmann als das geeignete Restaurationsmaterial, weil es in Form, Farbe und physikalischen Eigenschaften der Zahnsubstanz sehr ähnlich war. Gemeinsam konzipierten Mörmann und Brandestini eine 3D-Mundkamera für die optische Abformung der Präparation, ein Schleifgerät zur computergestützten Produktion der Restaurationen und die Steuerungssoftware. Am 19. September 1985 wurde mit dieser Methode das erste Keramikinlay gefertigt.

Seine visionäre Idee eröffnete der Zahnheilkunde einen völlig neuen Therapieansatz und wurde zur Grundlage seiner wissenschaftlichen Karriere. Im selben Jahr wurde Mörmann der Titel des Titularprofessors verliehen. 1992 gründete er die Station für Zahnfarbene- & Computer Restaurationen (SZCR) am Zahnärztlichen Institut der Universität Zürich, die seither führend in der computergestützten Zahnheilkunde ist. Für die Serienproduktion seines CAD/CAM-Systems, seither CEREC (CEramic REConstruction) genannt, konnte Mörmann 1986 die Dentalsparte der Firma Siemens gewinnen, die 1997 in Sirona aufging und heute als Dentsply Sirona am Markt agiert. In den folgenden Jahren hatte das Unternehmen maßgeblichen Anteil an der Weiterentwicklung der CAD/CAM-Technologie zu einer zuverlässigen Behandlungsmethode. Diese Zuverlässigkeit wird durch über 250 klinische Studien belegt. Auch für die Weiterleitung der Abformdaten ins zahntechnische Labor zur Fertigung von großspannigen und komplexen Restaurationen mit dem Labor-CAD/CAM-System inLab entwickelte Dentsply Sirona alle notwendigen Geräte und Software-Tools. Neueste Errungenschaft ist das CEREC Zirconia-Verfahren, das dem Zahnarzt erlaubt, Restaurationen aus Zirkonoxid mithilfe des Sinterofens CEREC SpeedFire in einer Sitzung herzustellen und seinem Patienten einzusetzen.

„Die Dentalbranche ist Werner H. Mörmann zu großem Dank verpflichtet“, sagt Dr. Joachim Pfeiffer, Chief Technology Officer und vormals Group Vice President CAD/CAM bei Dentsply Sirona: „Seine Restaurationsmethode wurde durch die geniale Erfindung und kontinuierliche Weiterentwicklung von CEREC zum Motor der Digitalisierung der Zahnheilkunde und zur Grundlage vieler innovativer Verfahren, die die Zahnheilkunde besser, sicherer und schneller machen.“

Mehr als nur Restaurationen

Heute ist CEREC zum Schlüssel für zahlreiche integrierte Verfahren geworden. Die Technologie ist wesentlicher Bestandteil des digitalen Workflows der geführten Implantologie: Im Zusammenspiel mit 3D-Röntgendaten kann der Anwender Implantate virtuell planen, über Bohrschablonen in den realen Kieferkamm passgenau übertragen und mit individuellen Abutments und Kronen sofort versorgen. In der Kieferorthopädie ermöglicht die digitale Abformung mit CEREC Omnicam und der neuen CEREC Ortho Software die Bestellung von Alignern für die Schienentherapie oder in Kombination mit der SICAT Function-Software die Funktionsdiagnostik, etwa bei Craniomandibulärer Dysfunktion (CMD).

Ein Ende der Anwendungsmöglichkeiten der Pionierleistung von Werner H. Mörmann ist noch nicht abzusehen. In ständigem Austausch zwischen Anwendern, Wissenschaftlern und den Ingenieuren von Dentsply Sirona wird das CEREC-System kontinuierlich weiterentwickelt. Dennoch bleibt seine Expertise weiterhin gefragt.

Dentsply Sirona gratuliert Prof. Dr. Dr. Werner Mörmann herzlich und wünscht ihm alles Gute und weiterhin ein wachsames Auge für innovative Ideen.

Quelle: Dentsply Sirona

Foto: © Dentsply Sirona
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