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Branchenmeldungen 26.02.2020

Insolvenz der curasan AG: Geschäftsbetrieb wird aufrechterhalten

Insolvenz der curasan AG: Geschäftsbetrieb wird aufrechterhalten

Nach dem Insolvenzantrag der curasan AG geht der Geschäftsbetrieb des börsennotierten Pharmaunternehmens ohne Einschränkungen weiter. Das erklären der vom Amtsgericht Aschaffenburg bestellte vorläufige Insolvenzverwalter Frank Schmitt von Schultze & Braun und curasan-Vorstand Torben Sorensen.

Das Unternehmen curasan entwickelt, produziert und vermarktet Biomaterialien und andere Medizinprodukte aus dem Bereich der Knochen- und Geweberegeneration und erwirtschaftete damit zuletzt im Geschäftsjahr 2018 5,8 Millionen Euro Umsatz. Die Geschäftsergebnisse für das Jahr 2019 werden sich vorraussichtlich in dieser Guidance bewegen. Das Unternehmen hatte am Montag einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen bilanzieller Überschuldung gestellt. Das Amtsgericht Aschaffenburg eröffnete ein vorläufiges Insolvenzverfahren.

Die curasan AG ist die Obergesellschaft des curasan-Konzerns und zuständig für Produktion, Forschung und Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung. Andere Konzerngesellschaften sind derzeit von der Insolvenz der Muttergesellschaft nicht direkt betroffen.

Die etwa 40 Mitarbeiter am Hauptsitz im unterfränkischen Kleinostheim sowie in Frankfurt am Main wurden in Belegschaftsversammlungen über das Verfahren informiert und ihre Fragen beantwortet. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten werden bis einschließlich Mai über das Insolvenzgeld abgesichert.

„Die Zeit bis zur voraussichtlichen Eröffnung des Insolvenzverfahrens zum 1. Juni werden wir nutzen, um verschiedene Sanierungsmöglichkeiten zu prüfen. Ziel ist der Erhalt des Unternehmens und möglichst vieler Arbeitsplätze“, erklärt der vorläufige Insolvenzverwalter Schmitt. „Hier werden wir insbesondere die bereits laufende Suche nach Investoren für curasan weiter intensivieren.“

Die Gespräche über den Einstieg von Investoren bei curasan seien bereits weit vorangeschritten, heißt es aus dem Unternehmen. Vorstand Sorensen erläutert: „Wir haben bislang schon gute und fokussierte Gespräche mit potentiellen strategischen Investoren geführt. Eine nicht ausreichende Finanzierungszusage seitens unserer Hauptanteilseigner hat dazu geführt, dass wir den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen mussten. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir die Verhandlungen mit den potentiellen strategischen Investoren konstruktiv fortsetzen werden und so den Sanierungprozess letztlich im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens erfolgreich abschließen können.“

Quelle: Schultze & Braun

Foto Teaserbild: Gajus – stock.adobe.com

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