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Branchenmeldungen 24.09.2014

DGZI-Jahreskongress diskutiert Konzepte in der Implantologie

Katrin Maiterth
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DGZI-Jahreskongress diskutiert Konzepte in der Implantologie

Eine Reise im Zeitraffer durch die Geschichte der dentalen Implantologie bot Deutschlands älteste implantologische Fachgesellschaft, die Deutsche Gesellschaft für Zahnärztliche Implantologie (DGZI) am 26./27. September auf ihrem 44. Internationalen Jahreskongress im Düsseldorfer Hilton Hotel. Zur Veranstaltungskombination aus DGZI-Jahrestagung, MUNDHYGIENETAG 2014 sowie DGL-Jahrestagung/LASER START UP 2014 konnten mehr als 500 Teilnehmer in der Rheinmetropole begrüßt werden.

„Alles schon mal dagewesen? Konzepte in der Implantologie“, lautete das angesichts der Herausforderungen digitaler Neuentwicklungen durchaus provokante Kongressmotto. „Wir bieten den Besuchern viele wissenschaftsbasierte Behandlungskonzepte, die sie auch in ihren Alltag integrieren können, um somit den Erfolg der Praxis zu steigern und höhere Patientenzufriedenheit zu generieren“, so Tagungspräsident und 2. Vizepräsident der DGZI, Prof. (CAI) Dr. Roland Hille/Viersen im Vorfeld der Veranstaltung. Beim zweitägigen Kongress sorgten über 30 Referenten aus dem In- und Ausland für frische Ideen und neue Impulse bei den Besuchern.

Impressionen 44. Internationaler Jahreskongress der DGZI

Internationale Ausrichtung 

In der Eröffnungsrede am Freitagmittag begrüßte Tagungspräsident Prof. (CAI) Dr. Hille zahlreiche Teilnehmer im großen Tagungssaal des Hilton Hotels. Bereits am Vormittag hatten die Kongressbesucher die Gelegenheit, in den Firmenworkshops aktiv zu werden. Das sich anschließende Vortragsprogramm wartete mit hochkarätigen Referenten auf. Sprecher aus sieben Nationen waren zu hören – die internationale Komponente stand also klar im Vordergrund. Neben dieser internationalen Ausrichtung legte Prof. (CAI) Dr. Hille den Schwerpunkt auf die prothetischen Aspekte der Implantatversorgung: „Dieser Kongress ist sehr stark prothetisch orientiert, wir wenden uns gezielt auch an die Kolleginnen und Kollegen, die eher Implantate versorgen, als sie zu setzen. Die differenzierte prothetische Versorgung von Implantaten, speziell die CAD/CAM-Technologie, festsitzende/herausnehmbare Konstruktionen, verschraubte versus zementierte Verankerungen sowie prothetische Versorgungskonzepte bilden einen Kongress-Schwerpunkt.“

Tagungsleiter Hille: „Jeder Patient verdient sein eigenes Erfolgskonzept unter dem ethischen Gesichtspunkt ‚Nihil nocere‘.“ In diesem Zusammenhang war der Vortrag von Prof. Dr. Herbert Deppe von höchstem Interesse. Er ging der Frage nach: „DVT in der Implantologie – wo stehen wir heute?“ Wie sinnvoll ist ein DVT eigentlich in der implantologischen Praxis? Es stellt einen enormen Kostenfaktor dar, deshalb ist die Frage interessant, ob es einen Benefit nur in der Implantologie oder auch für Patientenakquise und darüber hinaus gibt. Besonders legte Prof. (CAI) Hille den Besuchern den Vortrag des diesjährigen Keynote-Speakers aus den USA, Prof. Dr. Suheil Boutros, ans Herz. Er referierte ausführlich über „Restoratively Driven Surgical Practice from Single Tooth to Full Arch“.

Am späten Nachmittag hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, aus drei unterschiedlichen Programmsträngen zu wählen: das Internationale Podium, das Mainpodium Spezial sowie das Corporate Podium. In den Vorträgen erhielten die Teilnehmer einen Überblick mit entsprechenden Diskussionen unter dem Gesichtspunkt „Was muss – was kann – was sollte?“. Hier bot sich Aufschluss, was an Technik in ein implantologisches Praxiskonzept integriert sein sollte, aber auch die hohe Schule der Implantologie ohne technisches High-End-Verfahren wurde vorgestellt.

Das umfangreiche Kongressangebot wurde am Freitag von den Seminaren „Veneers von A–Z“ mit Prof. Dr. Wahlmann sowie „Implantate und Sinus maxillaris“ mit Prof. Dr. Hans Behrbohm und Priv.-Doz. Dr. Dr. Steffen Köhler ergänzt. Ebenfalls sehr anspruchsvoll gestaltet war das Programm für die Zahnärztliche Assistenz, das über zwei Tage ging.

In den Pausen hatten die Teilnehmer an beiden Kongresstagen die Gelegenheit, sich in der angeschlossenen Dentalausstellung direkt selbst von den neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Prothetik in der Implantologie zu überzeugen. Dabei blieb auch viel Raum für den fachlichen Austausch unter Kollegen.

Kampf der implantologischen Generationen

Auch am zweiten Kongresstag stand den Besuchern ein anregendes Programm bevor. Einer der Höhepunkte des diesjährigen Programms dürfte dabei zweifellos das interessante Streitgespräch und Diskussionsforum „DGZI kontrovers“ am Samstagmittag gewesen sein. Mit dem Thema „Steinzeitimplantologie versus Computerspiele, Kampf der implantologischen Generationen“ prallten zwei dentale Welten aufeinander. Die entscheidende Frage dabei lautete, ob Implantologie 2014 ohne Computeranalysen auch unter forensischen Gesichtspunkten noch eine Option in der Praxis sein kann. Die Diskussionsteilnehmer beleuchteten schonungslos die Vor- und Nachteile der einzelnen implantologischen Epochen und damit verbundenen Therapien, auch unter dem Gesichtspunkt des Patientenrechtegesetzes, das seit diesem Jahr in neuer Form gültig ist.

Mit der Veranstaltung knüpfte die DGZI an den großen Erfolg der vergangenen Jahrestagung in Berlin an. In kollegialer Atmosphäre erhielten die Teilnehmer auch die Möglichkeit zum Meinungsaustausch mit den frei ansprechbaren Referenten.

Der 45. DGZI-Jahreskongress findet am 2. und 3. Oktober 2015 in Wiesbaden statt.

Einen ausführlichen Kongressbericht von Dr. Georg Bach, Fortbildungsreferent der DGZI und Chefredakteur des Laser Journals, lesen Sie hier.

Kontakt:

DGZI-Geschäftsstelle
Paulusstraße 1
40237 Düsseldorf
Tel.: 0211 16970-77
Fax: 0211 16970-66
sekretariat@dgzi-info.de
www.dgzi.de

Foto: © OEMUS MEDIA AG
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