Branchenmeldungen 10.05.2021

Diagnostik in der Parodontitis Therapie – wichtiger denn je

Diagnostik in der Parodontitis Therapie – wichtiger denn je

Foto: IAI

Gemäß der deutschen Implementierung der S3-Leitlinie zur Behandlung der Parodontitis sollen systemische Antibiotika nicht routinemäßig zusätzlich zur subgingivalen Instrumentierung bei Parodontitispatienten eingesetzt werden. Andererseits stellt die Parodontitis eine durch Bakterien induzierte Erkrankung dar, deren Reduktion priorisiertes Therapieziel in der Behandlung parodontaler Behandlungen darstellt. Da zumindest einige der Parodontitis-assoziierten Bakterien gewebeinvasive Eigenschaften aufweisen und demzufolge durch eine rein mechanische Therapie nur unzureichend reduziert werden können, ist die alleinige subgingivale Instrumentierung allerdings oft nur von kurzfristigem Behandlungserfolg gekrönt. Um die klinische Situation langfristig stabilisieren und die Krankheitsprogression aufhalten zu können, ist für eine ausreichende Reduktion der Parodontalkeime, welche die Infektion im epithelialen Gewebe aufrechterhalten, häufig der Einsatz systemischer Antibiotika notwendig.

Verantwortungsvoller Antibiotika-Einsatz

Aufgrund unerwünschter Neben- und Wechselwirkungen einerseits und sich global ausbreitender Antibiotikaresistenzen andererseits, sollte der Einsatz systemischer Antibiotika gemäß Antibiotic Stewardship (ABS) rational und verantwortungsvoll erfolgen, um die Patienten optimal zu behandeln und gleichzeitig die Ausbreitung resistenter Bakterienspezies zu verhindern. Als wichtigste Maßnahme für die Umsetzung dieser Vorgabe empfiehlt das ABS dabei den Nachweis der bakteriellen Infektion auf der Basis einer mikrobiologischen Untersuchung. Nur durch den routinemäßigen Einsatz verlässlicher Diagnostik kann die Notwendigkeit einer antibiotischen Intervention nachgewiesen werden und die Wahl eines geeigneten Wirkstoffes erfolgen. Da die Zusammensetzung des subgingivalen Biofilms individuell stark variiert, sollte auch im Rahmen der Parodontaltherapie der Einsatz systemischer Antibiotika nur auf Basis einer mikrobiologischen Analyse des Keimspektrums erfolgen.

Moderne Dental-Diagnostik ermöglicht gezielte Therapie

Die Testsysteme IAI PadoTest und IAI PadoTest Plus zählen heute zu den innovativsten und modernsten kommerziell erhältlichen Diagnostiksystemen für parodontopathogene Markerkeime. Innerhalb von 2 Tagen nach Probeneingang kann der Test durch den Nachweis von 6 Parodontitis-assoziierten Bakterien das Vorliegen von Bakterienclustern verschiedener Erkrankungsstufen nachweisen, woraus sich spezifische therapeutische Maßnahmen ableiten lassen. Als einziger Anbieter ist der IAI PadoTest zudem in der Lage, den Grad des subgingivalen Gleichgewichtes zu bestimmen und dem Behandler so eine bessere therapeutische Gesamteinschätzung seines Patienten zu ermöglichen. Mit dem IAI PadoTest Plus ist nun sogar die Serotyp-Bestimmung vorliegender Aggregatibacter actinomycetemcomitans-Spezies (Aa) optional möglich. Diese zusätzliche Information ermöglicht nicht nur eine spezifischere Therapie, sondern kann den Einsatz von Antibiotika trotz Nachweis von Aa um bis zu 25% minimieren. Der Einsatz von IAI PadoTest und IAI PadoTest Plus bietet dem verantwortungsvollen Behandler somit die Möglichkeit, seine Parodontalbehandlung langfristig erfolgreich mit minimalem Einsatz von Antibiotika durchzuführen.

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Quelle: IAI

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