Anzeige
Branchenmeldungen 02.08.2019

Die Fachzahnarztausbildung zum Parodontologen

Die Fachzahnarztausbildung zum Parodontologen

In jeder Ausgabe der dentalfresh wird jeweils ein Fachzahnarztgebiet kurz genauer vorgestellt, im aktuellen Heft ging es um die Parodontologie.

Die Parodontologie ist die Disziplin der Zahnheilkunde, die sich mit der Prävention, Therapie und Nachsorge von parodontalen, mukogingivalen und periimplantären Erkrankungen befasst. Hierzu zählen auch die primäre Implantatversorgung, die mukogingivale/plastische Parodontalchirurgie und die Perioprothetik.

Eine Weiterbildung zum Fachzahnarzt für Parodontologie ist derzeit ausschließlich im Raum Westfalen-Lippe und damit am Universitätsklinikum Münster (UKM) und der dortigen Poliklinik für Parodontologie und Zahnerhaltung möglich.

Während sich in Deutschland jeder Zahnarzt* als ein „Spezialist für Parodontologie“ bezeichnen darf, setzt die Verwendung des Titels „Fachzahnarzt für Parodontologie“ nachweislich dokumentierte Erfahrungen in der Behandlung, Erkennung und Vorbeugung von Erkrankungen des mukogingivalen und parodontalen Bereichs voraus. Der Nachweis erfolgt durch das Absolvieren praktischer (OP-Katalog) wie theoretischer Aufgaben, die in der Weiterbildungsordnung der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe detailliert festgehalten sind.

Die Weiterbildung umfasst in der Regel drei Jahre. Vor Beginn der Weiterbildung ist ein allgemeinzahnärztliches Jahr abzuleisten. Von den drei Jahren muss ein Jahr an einer Fachabteilung für Parodontologie einer Universitätszahnklinik absolviert werden, die weiteren zwei Jahre können in einer weiterbildungsbemächtigten Praxis abgeleistet werden.

Unmittelbar nach der Weiterbildungszeit muss der Weiterbildende ein qualifiziertes Zeugnis erstellen, das die Anzahl und Art der in der Praxis behandelten Krankheitsbilder, den systematischen Aufbau und Ablauf der fachspezifischen Weiterbildung sowie die Anzahl der von der oder dem Weiterzubildenden selbstbehandelten Fälle, aufgeführt nach dem Behandlungsspektrum, auflistet. Das Zeugnis muss am Ende von beiden Weiterbildungsparteien unterzeichnet und bei der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe eingereicht werden.

zur Weiterbildungsordnung der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe.

Der Beitrag ist in der dentalfresh erschienen.

Foto: New Africa – shutterstock.com

Mehr News aus Branchenmeldungen

ePaper

Anzeige