Branchenmeldungen 27.02.2026

Digital vs. Präsenz: Guter Mix ist die beste Lösung



Dr. Doris Seiz ist Präsidentin der LZK Hessen und Vize­präsidentin der BZÄK und zudem in der ­Praxis tätig. Ein Kurz­gespräch zum Thema Fortbildung im Jahr 2026.

Digital vs. Präsenz: Guter Mix ist die beste Lösung

Foto: BZÄK/Koch

Frau Dr. Seiz, welche fachlichen Themen müssen Zahnärzt/-innen 2026 zwingend beherrschen und wo besteht aus Ihrer Sicht noch Nachholbedarf in der Fortbildungslandschaft?

Fortbildungen bieten Zahnärzt/-innen die Möglichkeit, in Gebieten von besonderem Interesse Kenntnisse und Fertigkeiten zu vertiefen und sich ggf. auch auf bestimmte Behandlungen zu speziali­sieren. Hier sind insbesondere die An­gebote der kammereigenen Fortbildungsinstitute oder die Fortbildungen von Fachgesellschaften zu nennen. Den Interessenten bietet sich insgesamt ein breites Spektrum an Themen, aus denen nach persönlichen Interessen ausgewählt werden kann.

Ist das heutige Fortbildungssystem noch realistisch mit dem Praxisalltag vereinbar oder braucht es 2026 neue Ansätze?

Die Fortbildungsanbieter sind selbstverständlich daran interessiert, die Bedürfnisse von Zahnärzt/-innen immer aktuell abzubilden. In der Pandemie wurden z. B. viele Onlineformate entwickelt, die zu einer Flexibilisierung der Fortbildung geführt haben. Außerdem gibt es inzwischen Talkshows, Podcasts etc., die sich nicht nur bei jüngeren Kolleg/-innen großer Beliebtheit erfreuen.

Bild von einem Quotenzeichen

„In unserem Berufsstand ­besteht ein ­großes ­Inte­resse an fach­licher Fort­bildung. (…) Eine Pflicht­fortbil­dung nach SGB V braucht es deshalb eigent­lich nicht.“

Zwischen Pflichtpunkten und persönlichem Interesse: Wie viel Verbindlichkeit braucht zahnärztliche Fortbildung künftig, ohne die berufliche Freiheit der Zahnärzteschaft zu gefährden?

Ich weiß, dass in unserem Berufsstand generell ein großes Interesse an fachlicher Fortbildung besteht. Das zeigen auch die Anmeldezahlen der Fortbildungs­insti­tute. Eine Pflichtfortbildung nach SGB V braucht es deshalb eigentlich nicht, auch weil in der Berufsordnung für Zahnärzte ohnehin die Pflicht zur fachlichen Fortbildung hinterlegt ist.

Digital versus Präsenz. Wo liegt für Sie der klare Vorteil und warum?

Beide Formate haben Vorteile. Bei Onlinefortbildungen entfällt die manchmal zeitaufwendige Anreise, und ich kann meine Teilnahme oft flexibler in meinen beruflichen und privaten Alltag integrieren. Auf Präsenzveranstaltungen habe ich dagegen einen direkten Kontakt zu den Vortragenden und die Möglichkeit zum Austausch mit Kolleginnen und Kollegen. Hier kommt es auf persönliche Präferenzen an, und sicher ist eine gute Mischung die beste Lösung.

ZWP spezial 03/26

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Dieser Beitrag ist in der ZWP spezial erschienen.

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