Branchenmeldungen 23.01.2026

Kinderschutz in der Zahnmedizin: Wo stehen Zahnärztinnen und Zahnärzte beim Erkennen und Handeln?



Kinderschutz gehört auch zur zahnärztlichen Verantwortung. Doch viele Behandler sind unsicher, wie sie im Verdachtsfall handeln sollen. Eine bundesweite Umfrage aus Bonn will klären, wo Wissenslücken bestehen und was Zahnärztinnen und Zahnärzte im Praxisalltag brauchen.

 
Kinderschutz in der Zahnmedizin: Wo stehen Zahnärztinnen und Zahnärzte beim Erkennen und Handeln?

Foto: lexashka – stock.adobe.com

Kindeswohlgefährdung kann sich auch in der Zahnarztpraxis zeigen, etwa durch unbehandelte Verletzungen im Mund- und Gesichtsbereich oder durch auffälliges Verhalten von Kindern. Gleichzeitig fühlen sich viele Zahnärztinnen und Zahnärzte im Umgang mit entsprechenden Verdachtsmomenten unsicher. Häufig stellt sich die Frage, wie Warnsignale korrekt eingeordnet werden, welche Rahmenbedingungen gelten und an wen sich Behandler im Ernstfall wenden können. Vor diesem Hintergrund läuft derzeit eine bundesweite Online-Umfrage zum Thema Kinderschutz in der Zahnmedizin. Im Rahmen einer Promotionsarbeit an der Universität Bonn wird untersucht, wie sicher Zahnärztinnen und Zahnärzte Anzeichen von Kindeswohlgefährdung erkennen, wie sie ihre Handlungskompetenz im Praxisalltag einschätzen und in welchem Umfang relevante Leitlinien bekannt sind.

Ziel ist es, den Status quo realistisch abzubilden und daraus Ansatzpunkte für gezielte Fortbildungs- und Unterstützungsangebote abzuleiten.

Die Umfrage unter https://www.soscisurvey.de/Kinderschutz-Zahnmedizin/ ist anonym und freiwillig. Die Teilnahme dauert etwa zehn Minuten und ist noch bis zum 28. Februar 2026 möglich.

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