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Branchenmeldungen 09.12.2013

Einzigartiges Projekt auf den Weg gebracht

Einzigartiges Projekt auf den Weg gebracht

Renaissance der laserunterstützten Zahnhartsubstanzbearbeitung – Mega-Trend Photodynamische Therapie – Präsentation des Abrechnungsmanual der DGL

Erneut Berlin – die Bundeshauptstadt erwies sich erneut als gutes Pflaster für einen DGL-Kongress! Ein hochattraktives wissenschaftliches Programm, eine wohlbestückte Dentalausstellung und bis auf den letzten Platz besetzte Auditorien und Workshops bewiesen, dass es den DGL-Mannen um ihren rührigen Präsidenten Norbert Gutknecht wiederum gelungen ist, die hohen Erwartungen der DGL-Mitglieder und Laserenthusiasten zu erfüllen.

Als weiteren Höhepunkt konnte die DGL-Vorstandschaft ein bis dato einzigartiges Projekt abschließen, ein konsentiertes Abrechnungsmanual für die Berechnung von Laserleistungen konnte im Rahmen der Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Laserzahnheilkunde vorgestellt und erläutert werden.

Impressionen aus Berlin

Renaissance der laserunterstützten Hartsubstanzbearbeitung

In den vergangenen Jahren war es relativ ruhig geworden um die laserunterstützte Hartsubstanzberarbeitung – ein Effekt, der auch die wissenschaftlichen Programme der DGL-Kongresse der vergangenen Jahre Niederschlag fand, wo Beiträge zu diesem Themenbereich eher die Ausnahme bildeten.

Dies wurde insofern bedauert, weil der „Fokus Zahnhartsubstanzbearbeitung mit Laserlicht“ einstmals den Startpunkt der Laserzahnheilkunde markierte. Umso erfreulicher die Vielzahl von Programmbeiträgen zum 22. Internationalen DGL-Kongress, die über Erfahrungen mit der laserunterstützten Zahnhartsubstanzbearbeitung berichteten. Einen glanzvollen Beginn dieses Reigens stellte die Präsentation des DGL-Präsidenten Professor Dr. Norbert Gutknecht (Aachen) dar, der in beeindruckender Weise über die Vorteile der evidenzbasierten Laser-Kavitätenpräparation berichtete. Gutknecht wies in seinem metaanalytischen Beitrag nach, dass das Mass der Evidenzbasierung zur laserunterstützten Hartsubstanzbearbeitung überaus beeindruckend ist, noch erfreulicher der große Anteil, den Deutsche Wissenschaftler hieran haben.

Patientenfallpräsentationen von Frau Dr. Birgit Fitsch zur Zahnhartusubstanzpräparation mit dem Er:Yag-Laser überführten die Ausführungen Gutknechts in idealer Weise in die tägliche Praxis. Sympathisches Credo der Referentin: „Eine Arbeit in meiner Praxis ist ohne Laser für mich nicht mehr denkbar!“

Mit den Beiträgen von Dr. Ingmar Ingenegeren (Bottrop) und Professor Frank Liebaug (Steinbach) wurden zwei außergewöhnliche Beispiele laserunterstützter Hartsubstanzbearbeitung dargestellt und gewertet – Ingenegeren referierte über laserunterstützte Implantatbettpräparation und hob hierbei vor allem die Option des minimalinvasiven Vorgehens vor, während Liebaug seine Augenmerk auf die laserunterstützte Periimplantitistherapie legte und die Vorteile der Integration von Er:Yag-Laserlicht in das Behandlungsschema der Periimplantitis darstellte.

Die Behandlung periimplantärer Läsionen unter Zuhilfenahme von monochromatischem Licht war ein fester Bestandteil des diesjährigen DGL-Kongresses, hier zog sich wie ein roter Faden das Credo aller Referenten durch die Ausführungen: „Periimplantitistherapie ohne Laser – das funktioniert nicht!“

In gewohnt eidgenössischer Eloquenz stellte Dr. Gottfried Gisler (Mannedorf, CH) die rhetorische Frage „Warum Substanzabtrag mit dem Er:Yag-Lasr, wenn es auch ohne geht?“ Ja, es geht auch ohne, so der Schweizer Referent, aber mit Laserunterstützung geht es einfacher, nachhaltiger und besser!

Megatrend Photodynamische Therapie

Die seit einem guten Jahrzehnt in die Zahnheilkunde eingeführte Photodynamische Therapie hat nicht nur der Low-Level-Laserlichttherapien sondern der gesamten Laserzahnheilkunde einen Schub gegeben! Beredtes Zeugnis dieser erfreulichen Entwicklung war die Vielzahl wissenschaftlicher Beiträge zur Photodynamischen Therapie, wo Professor Dr. Marcia Marques (Sa Paulo, Brasilien) bereits im ersten Beitrag zu diesem Themenblock feststellte, dass die LLLT sehr wohl evidenzbasiert sein kann.

In die gleiche Kerbe schlug PD Jörg Meister (Bonn), der über Grundlagen der evidenzbasierten Photodynamischen Therapie sprach. Zahnärztin Greta Hill stellte erste, hoffnungsvolle Ergebnisse einer in Bonn durchgeführten ICG-basierten PT vor und erfuhr von Dr. Michael Hopp (Bonn) vollkommene Unterstützung: „Photodynamische Therapie ist einer der Hoffnungsträger der minimalinvasiven Zahnheilkunde, wobei der Trend allgemein zu Gunsten der grünen Sensitizer verläuft!“ Hier einen Kontrapunkt setzte wollte Dr. Jochen Arentz (Hamburg), der einen speziellen blauen Sensitizer mit einer ansonsten für grüne Farbstoffe eingesetzten 810nm-Diodenlaser verwendet. Diesen eigentlichen Widerspruch (Sensitizer und Laserlichtwellenlänge) konnte der hanseatische Referent indes nicht erklären, weil er aufgrund massiver Überschreitung der ihm zugemessenen Zeitspanne seinen Beitrag abbrechen mußte.

DGL-Abrechnungsmanual

„Ein Traum ist wahr geworden“, treffender als DGL-Präsident Gutknecht konnte man es nicht zusammenfassen. Was bei der Vielzahl implantologischer Fachgesellschaften nicht machbar scheint – der DGL ist es gelungen. Der einzigen Deutschen Gesellschaft für diese zahnärztliche Spezialdisziplin, der Deutschen Gesellschaft für Laserzahnheilkunde, ist es gelungen einen konsentieren Abrechnungskatalog zu erstellen und auf dem 22. Internationalen Jahreskongress zu präsentieren. Hier wurde das jahrzehntelang angesammelte Wissen um die DGL-Urgesteine Dr. Detlev Klotz und Dr. Stefan Grümer mit der Fachkompetenz von Dr. Dr. Alexander Raff (Mitherausgeber der Abrechnungswerkes Liebold-Raff-Wissing) und Dr. Jan Wilz (GOZ-Referent der LZK Baden-Württemberg und Mitglied des GOZ-Senats der BZÄK) zusammen geführt. Herausgekommen ist eine umfassendes, detailliertes und auch mutiges Werk, welches zu präsentieren Dr. Dr. Raff vorbehalten war, der dem DGL Auditorium dieses einzigartige Werk vorstellen und erläutern durfte. Langanhaltender Applaus und eine rege Diskussion im Anschluß an den Beitrag Raffs zeigten, welches Vakuum nun (endlich) gefüllt ist. Ein Werk, das den Laseranwendern sicherlich eine stete und wertvolle Hilfe sein wird.

Laser Start-UP

Korrespondierend zu dem Procedere der vergangenen Jahre fand flankierend zum 22. Internationalen DGL-Jahreskongress das Laser Start-UP statt.

In den vergangenen Jahren gelang es in diesem speziellen Laserkongress für Einsteiger über 500 Neuanwender zu gewinnen. In dem zweitägigen LSU wurden neben Grundlagen der Laserphysik sämtliche in der Zahnheilkunde relevanten Wellenlängen dargestellt und deren Indikationen erläutert. Workshops ermöglichten die direkte Umsetzung des gerade gewonnen theoretischen Wissens in die praktische Umsetzung. Den Abschluß dieses Einsteigerkongresses stellte ein gemeinsames Podium mit der DGL dar. Glänzender Abschluß beider Kongresse bildete erneut die bereits mit Kult-Status versehene DGL Party.

Jetzt schon für 2014 vormerken: Im nächsten Jahr findet die 23. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Laserzahnheilkunde e.V. (DGL) sowie das LASER START UP am 26./27. September im Hilton Hotel Düsseldorf statt.

Informationen auch unter www.startup-laser.de und auf www.dgl-jahrestagung.de

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Tel.: 0341 48474-308

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E-Mail: event@oemus-media.de

www.startup-laser.de

www.dgl-jahrestagung.de

Foto: © OEMUS MEDIA AG
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