Branchenmeldungen 15.09.2026
Rheinland-Pfalz: Erste Betriebe können GKV-Zahnersatz nicht mehr wirtschaftlich sicherstellen
Während Materialkosten, Energiekosten, Bürokratieaufwand und insbesondere die Lohnkosten aufgrund gesetzlicher Mindestlohnerhöhungen kontinuierlich steigen, bleiben die Vergütungsstrukturen der gesetzlichen Krankenkassen mit administrierten Preisen hinter den tatsächlichen Kostenentwicklungen deutlich zurück. Bereits heute weisen Vertreter des Zahntechniker-Handwerks darauf hin, dass die Vergütung der zahntechnischen Leistungen unterhalb der realen Kostensteigerungen liegt.
"Wenn politisch gewollte Lohnerhöhungen, steigende Sozialabgaben und höhere Betriebskosten nicht angemessen refinanziert werden, geraten insbesondere kleine und mittelständische Dentallabore an die Grenzen ihrer wirtschaftlichen Belastbarkeit. Die Folge ist ein schleichender Rückzug aus der Versorgung gesetzlich versicherter Patienten", erklärt Manfred Heckens, Landesinnungsmeister der Zahntechniker-Innung Rheinland-Pfalz.
Besonders betroffen sind Reparaturen und Regelversorgungen im GKV-Bereich. Diese Leistungen sind personalintensiv, erfordern hohe fachliche Kompetenz und müssen häufig innerhalb kürzester Zeit erbracht werden. Gleichzeitig sinken die wirtschaftlichen Spielräume der Betriebe zunehmend.
Die Innung warnt davor, die aktuelle Entwicklung zu unterschätzen. Sollte die Politik weiterhin auf Kostendämpfung und Absenkung der Zahnersatzpreise im GKV-Bereich setzen, drohen längere Wartezeiten, eine Ausdünnung der wohnortnahen Versorgungsstrukturen und weiterer Verlust qualifizierter Fachkräfte.
Die Zahntechnikerinnung Rheinland-Pfalz fordert daher:
- eine auskömmliche und realitätsgerechte Vergütung zahntechnischer Leistungen,
- die vollständige GKV Preis-Berücksichtigung bei Mindestlohnsteigerungen,
- den Erhalt mittelständischer Meisterbetriebe als Rückgrat der Patientenversorgung
- sowie eine gesundheitspolitische Neuausrichtung, die Qualität und Versorgungssicherheit vor kurzfristige Sparziele stellt.
Wer aktuell in der Politik für die "Nutznießer in der GKV" die Absenkung der Festzuschüsse für Patienten beschließt, die Vergütung der Zahntechniker um minus 1 % absenkt, dabei immer höhere Qualitätsanforderungen fordert, gleichzeitig die wirtschaftlichen Grundlagen der Betriebe beschneidet, nimmt in Kauf, die Zahnersatz-Versorgung der Patienten im Land dauerhaft zu gefährden.
Die ersten Warnsignale sind bereits sichtbar.
"Jetzt ist politisches Handeln erforderlich, bevor aus Einzelfällen ein flächendeckendes Versorgungsproblem wird".
Ceramill Therm DRS
Initial REVO MC
VITA LUMEX® UNIQUE
Pinzette (BWI)
Directa TrollByte Kimera
3-Layer FLEX
3D-gedruckte Schienen
DD cube X® ML
DD Incisal X
DD Art Elements – Effektfarben