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Branchenmeldungen 21.04.2015

Es geht noch härter: Zahnstein des Grauens

Katja Kupfer
Katja Kupfer
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Es geht noch härter: Zahnstein des Grauens

Dieser Fall ist nichts für Zartbesaitete. Als Reaktion auf den Bericht „Extrem: Zehn Jahre lang ,versteinerte‘ Zähne“ erreichte die ZWP online-Redaktion ein Patientenfall der ganz besonders hartnäckigen Art. Der Fall aus den Neunzigern, dokumentiert durch den Kieler Zahnarzt Dr. Thomas Perkuhn, zeigt, wie es im schlimmsten Fall ausgehen kann, wenn man neben regelmäßiger Mundhygiene den Zahnarztbesuch scheut.

Oft präsentieren wir den ZWP online-Lesern neben fachlichen News die eine oder andere Schmunzler-Nachricht sowie so manche Skurrilität des zahnärztlichen Alltags. Ob sehenswert, lesenwert oder einfach nur eklig, das entscheiden Sie selbst, liebe Leser. Im März berichteten wir über den Japaner Katsu und seine versteinerten Zähne als Folge von ausbleibender Mundhygiene. Als Reaktion auf diesen Beitrag meldete sich Dr. Thomas Perkuhn und meinte, er könne diesen ungewöhnlichen Beitrag durchaus toppen und stellte uns seine Dokumentation eines Patientenfalles aus den Neunzigern zur Verfügung, die vermutlich jeden, egal ob Zahnarzt, Assistenz oder Patienten, erschaudern lässt.

Die Bilder des Grauens

Im Gespräch mit Dr. Perkuhn erzählte er, dass sich der Patient nicht mehr an seinen letzten Besuch auf dem Behandlungsstuhl erinnern konnte. Der extraorale Befund wies unter anderem eine deutliche Schwellung der rechten Gesichtshälfte auf. Die spontane Verdachtsdiagnose: submuköser Abszess ausgehend von 16. Die darauffolgende Diagnose: Zahnstein des Grauens. Die Therapie vollzog sich als große Herausforderung für den Patienten und das gesamte Behandlungsteam, denn nun war, neben starken Nerven, ein noch stärkerer Magen gefragt. Es erfolgte eine Zahnsteinentfernung in ITN, PAR-Behandlung und eine prothetische Versorgung mit einer Konusarbeit durch den Praxiskollegen Volkhard König. Das Resultat konnte sich sehen lassen, aber vor allem sah man wieder etwas im Mund des Patienten.

Sie haben ebenfalls über einen außergewöhnlichen Fall zu berichten? Dann schreiben Sie uns. Wir freuen uns auf Ihre Zuschriften.

Foto: © Thomas Perkuhn
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