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Branchenmeldungen 15.01.2009

Funktionstherapie als Heilmethode anerkannt

Funktionstherapie als Heilmethode anerkannt

Ein Rechtsstreit vor dem Münchner Amtsgericht hat Erstattungsansprüche eines Privatpatienten mit Kiefergelenkbeschwerden geklärt. Juristisch steht nun fest, dass Funktionsdiagnostik generell als Heilmethode anerkannt wird.

Ein Privatpatient mit Kiefergelenkbeschwerden reichte 2005 Klage gegen ein Privatversicherungsunternehmen ein und schuf somit eine völlig neue juristische Ausgangslage. Trotz vergleichsweise geringen Streitwerts arbeiteten die dafür zuständigen Anwälte Professor Jürgen Nauschütt und Marc Sperrer drei Jahre lang hartnäckig, um ein Grundsatzurteil herbeizuführen.

Noch vor der Urteilsverkündung im April 2008 zeigte sich das Privatversicherungsunternehmen einsichtig, indem es dem Klagenden sämtliche Kosten für Zahnarzt und zahntechnisches Labor in Höhe von circa 3.400 Euro erstatten wird. „Eine solche Rechtsauslegung schafft mehrfach stabile Verhältnisse. Das kann eines Tages auch die Ansprüche gesetzlich Versicherter berühren“, bestätigt Professor Nauschütt. Zusammenfassend bedeutet das Ergebnis des Rechtsstreits, dass Versicherer die Kosten für die Therapie 100-prozentig erstatten müssen.

Darüber hinaus können Patienten mit craniomandibulären Dysfunktionen (CMD) auch bei anfallenden Zahnersatzlösungen auf mehr Erstattung hoffen. Laut eines vom Amtsgericht München bestellten Sachverständigen gilt eine begleitende Funktionstherapie als dringend geboten. Juristisch betrachtet, wird die Funktionsdiagnose generell als Heilmethode anerkannt.

Bei der Funktionstherapie handelt es sich momentan noch um ein einziges Verfahren – Funktionsdiagnostiker und ZT Franz Weiß hat die DROS®-Therapie entwickelt: „Ich sehe tagtäglich, wie das Patienten mit Kiefergelenkbeschwerden hilft, die eine jahrelange Odyssee hinter sich haben. Zudem haben wir für unser Therapiekonzept ein standardisiertes Verfahren erarbeitet.“ Die für die Behandlung verwendete DROS®-Schiene ist eine diagnostische und therapeutische Oberkiefer-Aufbiss-Schiene, die zur Entspannung des Kauorgans dient und die Kiefergelenkstrukturen entlasten soll.

Quelle: 16.01.2009

Foto: © Shutterstock.com

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