Branchenmeldungen 21.07.2026

Gereizte Patienten können Mediziner emotional belasten



Stress, Zeitdruck und schnelle Entscheidungen gehören zum Alltag in der Notaufnahme. Doch welche Rolle spielt das Verhalten der Patienten? In der Notaufnahme müssen Ärzte unter hohem Zeitdruck Entscheidungen treffen, mehrere Patienten gleichzeitig versorgen und auf unvorhersehbare Situationen reagieren. Doch wie wirkt sich das Verhalten der Patienten auf die behandelnden Ärzte aus?

Gereizte Patienten können Mediziner emotional belasten

Foto: Monkey Business – stock.adobe.com

Dieser Frage ist ein Forschungsteam der University of Massachusetts Amherst nachgegangen.1 Bislang gab es keine kontrollierten Experimente, die den Einfluss gereizter Patienten auf Emotionen und klinische Einschätzungen von Ärzten systematisch untersucht haben. Für die im Fachjournal BMJ Quality & Safety veröffentlichte Studie bewerteten 134 Notfallmediziner standardisierte Videofälle mit professionellen „Standardpatienten“, die identische Krankheitsbilder entweder ruhig oder gereizt darstellten. Ärzte berichteten bei gereizten Patienten häufiger über Ärger, Angst und Erschöpfung, engagierten sich nach eigener Einschätzung weniger in deren Behandlung und bewerteten deren Beschwerden kritischer. 

1 Journal BMJ Quality & Safety, DOI 10.1136/bmjqs-2025-019061

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