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Branchenmeldungen 06.12.2017

Gesunde Zähne für ganz besondere Sportler

Gesunde Zähne für ganz besondere Sportler

Landeszahnärztekammer BW und Special Olympics besiegeln Partnerschaft

Zum 1. Januar 2018 tritt in Baden-Württemberg eine Vereinbarung in Kraft, die dazu beitragen wird, die Mundgesundheit von Menschen mit geistiger Behinderung zu verbessern. Partner sind die Landeszahnärztekammer und Special Olympics Baden-Württemberg. Bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages am 1. Dezember 2017 in Stuttgart betonten Dr. Torsten Tomppert, Präsident der Landeszahnärztekammer, und Harald Denecken, Präsident von Special Olympics Baden-Württemberg e. V., dass mit dieser Vereinbarung eine bisher klaffende Versorgungslücke nach und nach geschlossen werden kann. Die im Sozialgesetzbuch V festgeschriebene Verpflichtung von Krankenkassen, öffentlichem Gesundheitsdienst und Zahnärzteschaft „gemeinsam und einheitlich Maßnahmen zur Erkennung und Verhütung von Zahnerkrankungen“ bei Kindern und Jugendlichen durchzuführen, endet mit dem 16. Lebensjahr, selbst wenn die Betroffenen ein hohes Risiko für Karies haben. Jugendliche und Erwachsene mit geistiger oder mehrfacher Behinderung sind daher auf freiwillige Maßnahmen zur Gruppenprophylaxe angewiesen. Umso wichtiger sind daher Kooperationen, die die Umsetzung von Zahn- und Mundgesundheitsprogrammen für diese Hochrisikogruppe fördern. Besonders im Fokus stehen Sportveranstaltungen, die der baden-württembergische Landesverband von Special Olympics Deutschland in den unterschiedlichsten Disziplinen veranstaltet. Im Rahmen des Programms „Special Smiles – Gesund im Mund“ werden Zahnärztinnen und Zahnärzte, Studierende der Zahnmedizin und zahnmedizinisches Fachpersonal Reihenuntersuchungen und Mundhygieneunterweisungen für die behinderten Sportler durchführen.

Special Olympics – Aufgaben und Ziele

Special Olympics Deutschland (SOD) organisiert mit seinen Landesverbänden pro Jahr mehr als 200 Wettbewerbe. Die deutsche Sektion der weltweit größten Sportbewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung besteht seit über 25 Jahren. Ins Leben gerufen wurde die vom Internationalen Olympischen Komitee offiziell anerkannten Sportbewegung bereits 1968 von Eunice Kennedy Shriver, der Schwester des ehemaligen US-Präsidenten. Heute vertritt Special Olympics, die als einzige Organisation den Ausdruck „Olympics“ weltweit nutzen darf, 5 Millionen Athleten aus 170 Ländern der Welt. Ziel ist es, Menschen mit geistiger Behinderung durch den Sport zu mehr gesellschaftlicher Akzeptanz, zu Selbstbewusstsein und zu mehr Teilhabe am öffentlichen Leben zu verhelfen. Special Olympics Deutschland betrachtet sich darüber hinaus als Alltagsbewegung mit einem ganzheitlichen Angebot. Dazu gehört auch das Programm Healthy Athletes, das hauptsächlich zur Prävention und Gesundheitsförderung dient und für die Verbesserung von Trainings- und Wettbewerbsfähigkeiten sowie für mehr Gesundheitsbewusstsein im Alltag sorgen soll.

Quelle: Informationszentrum Zahngesundheit (IZZ)

Foto: harira
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