Branchenmeldungen 25.03.2026

HOPE-CP Studie bestätigt: Neue Lichttherapie verbessert die Mundgesundheit

KOITE HEALTH – Die aktuell größte kontrollierte, randomisierte Parodontitis-Studie Europas (HOPE-CP) hat die vorliegenden positiven Praxiserfahrungen und vorangegangene Studien nochmals wissenschaftlich bestätigt: In den klinischen Messungen der Studie wurde Lichtenergie genutzt, um zu Hause eine antibakterielle Wirkung auf den dentalen Biofilm zu erzielen. Die Methode führte zu einer signifikanten Verringerung von Entzündungen, Zahnbelag, Krankheitsfortschritt und der langfristigen Belastung durch Zahnfleischerkrankungen.

HOPE-CP Studie bestätigt: Neue Lichttherapie verbessert die Mundgesundheit

Foto: TaninTanha – stock.adobe.com; Generiert mit KI

Trotz aller Errungenschaften in der Prävention oraler Erkrankungen werden in Deutschland jährlich 10 Millionen Zähne aufgrund von Karies und Parodontitis extrahiert. Zudem liegt die Prävalenz von Gingivitis/Parodontitis bei den 65- bis 74-Jährigen bei 64,6 %. Wenn der Schlüssel für die Ätiologie von Karies, Gingivitis und Parodontitis in der häuslichen Entfernung des Biofilms liegt und in der PZR die Instruktion eben dafür das wichtigste Element ist – dann scheint es angesichts der hohen Zahnverlustzahlen für ein Großteil der Patienten eine Herausforderung zu sein, eine wirksame tägliche Mundhygiene zuhause zu erreichen.

Lichtbasierte Verfahren könnten Patienten in ihrer häuslichen Mundhygiene (und damit vornehmlich bei der Entfernung des für orale Erkrankungen verantwortlichen Biofilms) wirkungsvoll unterstützen. So haben lichtbasierte Therapien bereits ein starkes antibakterielles Potenzial gezeigt, wurden bisher aber meist in Zahnarztpraxen eingesetzt und nicht auf ihre Wirksamkeit bei regelmäßiger Anwendung zu Hause untersucht. Eine neue randomisierte klinische Studie, die von 2022 bis 2025 an der Metropolia University of Applied Sciences und der Universität Helsinki in Finnland durchgeführt wurde, widmete sich deshalb der Frage, ob eine antibakterielle Therapie Patienten zu Hause eine effektive zusätzliche Möglichkeit bietet, den Biofilm wirksam zu beseitigen und den Erfolg professioneller Parodontitis-Behandlungen zu optimieren. 

© Koite Health

Die jüngst im „Journal of Periodontology“ veröffentlichte Studie* begleitete dazu 200 Parodontitis-Patienten im Stadium I-III, die sich einer unterstützenden Parodontalbehandlung unterzogen. Bereits nach drei Monaten Behandlung erzielten die Patienten, die täglich Lumoral® – ein Gerät für die antibakterielle Dual-Licht-Therapie – anwendeten, deutlich bessere klinische Ergebnisse als diejenigen, die ausschließlich die Standardbehandlung (Kontrollgruppe) erhielten. Die Forscher stellten fest:

  • In der Dual-Licht-Therapie-Gruppe reduzierte sich die Bildung von Zahnbelag deutlicher: Nach sechs Monaten lag der sichtbare Plaque-Index (VPI) bei 9,7 vs. 14,2 in der Kontrollgruppe.
  • Die Blutung bei Sondierung (BOP) reduzierte sich in der Versuchsgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant: Nach sechs Monaten erreichten 51 % der Patienten, die das Gerät verwendeten, einen BOP-Index von unter 10 %. Dies war mehr als doppelt so hoch wie die Erfolgsrate der Kontrollgruppe, in der nur 23 % das gleiche Niveau erreichten.
  • Die Dual-Licht-Therapie-Gruppe wies weniger tiefe Parodontaltaschen auf, die mit dem Fortschreiten der Erkrankung und Zahnverlust in Verbindung stehen: Die Anzahl der Stellen mit parodontaler Sondierungstiefe (PPD) von ≥4 mm betrug nach sechs Monaten in der Dual-Licht-Therapie-Gruppe 5,3 vs. 7,8 in der Kontrollgruppe.

Das Fazit der Wissenschaftler: Eine regelmäßig zu Hause durchgeführte Dual-Light-Therapie könnte eine vielversprechende Ergänzung bestehender Strategien zur häuslichen Pflege und einen potenziellen Fortschritt in der adjuvanten parodontalen Erhaltung darstellen.

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„Die standardmäßige Parodontalbehandlung stößt oft an eine Grenze, die schwer zu überwinden ist. Die zusätzliche Behandlung zu Hause trägt dazu bei, Entzündungen auch bei Patienten zu reduzieren, deren Zustand bereits klinisch unter Kontrolle ist“, sagt Saila Pakarinen, Hauptforscherin der Studie und Dozentin an der Metropolia University of Applied Sciences. „Diese Ergebnisse stehen im Einklang mit früheren Studien, die klinische Vorteile einer begleitenden photodynamischen Therapie bei der Parodontalbehandlung belegen, und bauen darauf auf“, fuhr Pakarinen fort.

Die Lumoral-Technologie wurde ursprünglich vom finnischen Herzchirurgen Tommi Pätilä entwickelt, dessen Interesse am Zusammenhang zwischen chronischen Infektionen und systemischen Erkrankungen ihn dazu veranlasste, neue Ansätze zur Bekämpfung bakterieller Biofilme zu erforschen. „Unser Interesse an diesem Problem wurde ursprünglich dadurch geweckt, dass ich bei meinen Herzchirurgie-Patienten Plaque im Körperinneren feststellte“, betont Patiāla. „Chronische, schwach ausgeprägte Entzündungen, die durch bakterielle Biofilme verursacht werden, stellen weltweit ein großes Gesundheitsproblem dar. Da zwischen Zahnarztbesuchen oft sechs Monate oder mehr liegen, hat die Entwicklung einer Methode, mit der Patienten zu Hause bakterielle Biofilme und Entzündungen bekämpfen können, das Potenzial, das langfristige Krankheitsmanagement erheblich zu verbessern. Da 95 Prozent der Zahnerkrankungen durch Bakterien im Zahnbelag verursacht werden, verbessert die regelmäßige Entfernung von Zahnbelag die Zahnhygiene und beugt Zahn- und Zahnfleischerkrankungen vor sowie behandelt diese.“

Die antibakterielle photodynamische Therapie (aPDT) und antibakterielles Blaulicht (aBL) haben sich als vielversprechende nicht-antibiotische Ansätze zur Bekämpfung von Biofilm-assoziierten Infektionen herausgestellt. Das Lumoral-Gerät kombiniert aPDT mit aBL, um die Mundgesundheit zu fördern und die lichtempfindliche Lumorinse-Mundspülung zu aktivieren, wodurch eine Reaktion ausgelöst wird, die schädliche Bakterien aus dem Mund entfernt. Frühere Laborstudien haben gezeigt, dass dieser Dual-Light-Ansatz gegen bakterielle Zahnbeläge wirksam ist und gleichzeitig die Anpassung der Bakterien bei wiederholten Behandlungen verhindert. Die randomisierte klinische Studie HOPE-CP belegt nun, dass sich die antibakterielle Wirkung in klinisch messbaren Verbesserungen der Parodontalgesundheit bei der realen Anwendung zu Hause niederschlägt.

Derzeit laufen weitere klinische Studien, deren Ergebnisse voraussichtlich im Laufe des Jahres veröffentlicht werden.

Weitere Informationen

*Pakarinen S, Välimaa H, Heikkinen AM, et al. A randomized controlled trial of home-applied dual-light photodynamic therapy during supportive periodontal care (HOPE-CP study). J Periodontol. 2026;1-12. https://doi.org/10.1002/jper.70082

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