Branchenmeldungen 06.07.2026

IW-Report: ZFA-Fachkräftelücke schrumpft – Entwarnung für Praxen gibt es dennoch nicht



Die Fachkräftelücke bei Zahnmedizinischen Fachangestellten ist innerhalb eines Jahres kleiner geworden. Das bedeutet jedoch nicht, dass Zahnarztpraxen inzwischen leichter Personal finden. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Fachkräftereport März 2026 des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

IW-Report: ZFA-Fachkräftelücke schrumpft – Entwarnung für Praxen gibt es dennoch nicht

Foto: zinkevych – stock.adobe.com

Nach Angaben der Autoren verringerte sich die rechnerische Fachkräftelücke bei ZFA zwischen März 2025 und März 2026 um 1.913 auf 4.240 Stellen. Der Rückgang ist nach Einschätzung des IW jedoch vor allem auf die Entwicklung des Arbeitsmarktes zurückzuführen und nicht auf eine grundlegend verbesserte Fachkräfteversorgung. Im März 2026 standen bundesweit rund 1,3 Millionen qualifizierte Arbeitslose knapp 1,1 Millionen offenen Stellen gegenüber. Während die Zahl der offenen Stellen zurückging, nahm die Zahl qualifizierter Arbeitsloser zu. Bundesweit blieben dennoch rund 357.000 Stellen rechnerisch unbesetzbar.

Auch bei den ZFA bleibt die Situation angespannt: Bundesweit waren 9.063 Stellen offen. Die Stellenüberhangsquote lag bei 46,8 Prozent. Somit ist die statistische Fachkräftelücke zwar kleiner geworden, die Personalgewinnung bleibt jedoch eine Herausforderung. Der Report empfiehlt unter anderem, Stellenprofile zu überprüfen, Qualifizierungen stärker über Einarbeitung und Weiterbildung zu ermöglichen sowie Ausbildung und Nachwuchsgewinnung weiter auszubauen.

Quelle: Herzer, Philip/ Kunath, Gero, 2026, Fachkräftereport März 2026 – Weniger Engpässe in Sozialberufen, mehr bei Infrastruktur und Verteidigung, Studie im Rahmen des Projektes Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), Köln

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