Branchenmeldungen 14.07.2026

Jedes siebente Kind ist von Kreide(zähnen) gezeichnet

DMG – MIH ist keine Randerscheinung mehr: 15,3 % der 12-jährigen Kinder sind betroffen.1 Entwicklungsbedingte Schmelzopazitäten können zu Hypersensibilität führen und den Alltag beeinflussen.2 Warum MIH mehr Aufmerksamkeit verdient, lesen Sie hier.

Jedes siebente Kind ist von Kreide(zähnen) gezeichnet

Foto: DMG

Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) ist kein seltenes Phänomen. Mit einer Prävalenz von 15,3 % betrifft MIH statistisch jedes siebte 12-jährige Kind in Deutschland1 . In vielen Praxen gehören Kinder mit weiß, gelblich oder braun verfärbten Zähnen daher bereits zum Behandlungsalltag.

Für die betroffenen Kinder sind diese sichtbaren Auffälligkeit an ihren Zähnen weit mehr als Sie können den Alltag erheblich beeinträchtigen, sei es beim Zähneputzen, beim Kauen oder bei heißen und kalten Speisen.2,3  Hypersensibilität ist eines der Symptome, das die Lebensqualität junger Patienten besonders beeinflussen kann.2

Auch ein Blick auf die Zahnstruktur erklärt, weshalb MIH klinisch so relevant ist: Betroffene Zähne weisen häufig einen erhöhten Protein- und einen verringerten Mineralgehalt auf.4  Dadurch ist der Schmelz porös und anfällig für post-eruptive Schmelzverluste. 1,4 Zusätzlich wird ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung kariöser Läsionen beschrieben.5

Viele Praxen begegnen MIH regelmäßig im Behandlungsalltag. Gleichzeitig zeigt sich, dass eine fehlende Behandlungsstrategie oder das bloße „Abwarten und Beobachten“ bei MIH für Kinder, Eltern und Behandler frustrierend sein kann. Die hohe Prävalenz verdeutlicht, dass MIH ein relevantes Thema im Praxisalltag darstellt. Bei 100 Kinderbehandlungen sind statistisch 13 bis 15 MIH-Fälle zu erwarten.1

Für betroffene Familien können die sichtbaren opaken Veränderungen zur emotionalen Belastung werden.2  Kommentare wie „Warum sehen deine Zähne so aus?“ können die Selbstwahrnehmung der Kinder beeinträchtigen.6,7 Gleichzeitig unterstreichen die Dund die Symptomlast die Notwendigkeit, MIH frühzeitig zu erkennen und zu verstehen.

Der erste Schritt besteht darin, MIH als eine Erkrankung wahrzunehmen, die sowohl funktionelle als auch psychosoziale Auswirkungen haben kann. Die Datenlage und klinischen Befunde machen deutlich, sowohl die Diagnostik und sowie die Behandlung von MIH einen festen Platz im Praxisalltag verdienen.

Jetzt erfahren, wie MIH Ihre kleinen Patienten belasten kann: https://de.dmg-dental.com/news-presse/detail/kreidezaehne 

1. Ammar N et al. Clin Oral Investig. 2025; 29: 327.
2. Joshi T et al. Clin Oral Investig. 2022; 26: 1753–9.
3. Schwendicke F et al. J Dent. 2018; 68: 10–8.
4. Farah RA et al. J Dent. 2010; 38: 591–6.
5. Americano GCA et al. Int J Paediatr Dent. 2017; 27: 11–21.
6. Hasmun N et al. J Dent. 2020; 98.
7. Hasmun N et al. J Dent. 2018; 6.

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