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Branchenmeldungen 02.05.2012

Mehr als 3.000 Gäste zum Auftakt in Göteborg

Georg Isbaner
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Mehr als 3.000 Gäste zum Auftakt in Göteborg

Unter dem Motto “Creating the future by going back to the roots” fanden sich weit über 3.000 Gäste zum Auftakt des dreitägigen ASTRA TECH World Congress in Göteborg/Schweden am 10. Mai 2012 ein. Mit einem umfangreichen sowohl wissenschaftlichen als auch praktischen Vortags- und Workshopprogramm lud die schwedische Traditionsmarke Teilnehmer aus aller Welt ein, die Wurzeln der Implantologie zu erkunden und einen Ausblick in die Zukunft dieser immer noch relativ jungen Disziplin zu wagen.

Nicht jeder internationale Dentalkongress beginnt so außergewöhnlich, wie der in den vergangenen Tagen in der südschwedischen Stadt Göteborg stattgefundene ASTRA TECH World Congress 2012. Von einer a cappella Boygroup wurden die mehr als 3.000 internationalen Gäste auf die dreitägige Veranstaltung im wahrsten Sinne des Wortes eingestimmt. Björn Delin,  Leiter der Business Unit Dental von ASTRA TECH, und Bret Wise, Chief Executive Officer von Dentsply Friadent, eröffneten die Veranstaltung. Sie ließen sich die Gelegenheit nicht nehmen, den Gästen zu erläutern, dass die Übernahme von ASTRA TECH im August des vergangenen Jahres durch DENTSPLY ein wichtiger Schritt auf dem Wege zum größten Dentalunternehmen der Welt war. Wise betonte, dass alle drei Implantatsysteme (Xive, Ankylos und OsseoSpeed) auch in Zukunft weiterentwickelt und vertrieben werden. „Diese drei Systeme komplettieren das Portfolio, da sie unterschiedliche Indikationen abdecken“, so Wise. Die Vorsitzenden des wissenschaftlichen Komitees, Tomas Albrektsson (Schweden), Jan Lindhe (Schweden) und Christoph Hämmerle (Schweiz) eröffneten das wissenschaftliche Kongressprogramm der übrigen Tage, das aus dem Englischen in sieben weitere Sprachen simultan übersetzt wurde.

Impressionen vom ASTRA TECH World Congress 2012 Göteborg/Schweden

„50 Jahre Osseointegration“ – Was bringt die Zukunft?

Tomas Albrektsson schaute auf „50 Jahre Osseointegration“ zurück und gab einen inzwischen historischen Rückblick auf die Ursprünge der damals noch sehr umstrittenen dentalen Implantologie. Albrektsson, selber ein Mann der ersten Stunde, konnte als junger Zahmediziner die Pionierarbeit Per-Ingvar Brånemarks begleiten und entscheidend an der Entwicklung der modernen Implantologie mitwirken. Jan Lindhe unterstrich die therapeutischen Möglichkeiten von Implantatversorgungen, die dazu beitragen können, Knochenresorption bei Zahnverlust vorzubeugen oder zumindest zu verlangsamen. Christoph Hämmerle thematisierte den Fortschritt der Computertechnologie in der Medizintechnik. Digitale dentale Technologien sind seit einigen Jahren keine Zukunftsmusik mehr sondern in vielen Fällen Teil der täglichen Arbeit in der Forschung, den Praxen und Laboren. Additive und subtraktive Verfahren sind sowohl bei der Model-, Provisorien- als auch bei der finalen Zahnersatzherstellung nicht mehr wegzudenken. Digitale Abdrucknahme, virtuelle Artikulation und virtuelles Designen schließen die digitale Prozesskette. Komplexe implantologische Fälle werden in Zusammenarbeit mit dem Techniker über ein solides Backward Planning und navigierte Bohrführung behandelt. „Wir stehen aber immer noch am Anfang der technologischen Entwicklung der dentalen Zahnmedizin. So sind zum Beispiel roboter-gestützte Operationsverfahren in anderen Bereichen der Medizin schon etabliert. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis wir auch in der Zahnmedizin die ersten Operationsroboter einsetzen“, sagte Hämmerle zum Abschluss seines Vortrags.

Zahlreiche namhafte internationale Referenten aus Wissenschaft, Praxis und Labor vermittelten im obigen Sinne während den vergangenen Tage den Teilnehmern ihr Wissen und Können. Zum einen wurden in den Vorträgen zahntechnische, chirurgische und restaurative Aspekte fokussiert aufbereitet. Zum anderen wurden im Zuge eines Forschungswettbewerbes neueste klinische Forschungsergebnisse von Langzeitstudien und Resultate der Grundlagenforschung hier in Göteborg vorgetragen.

Mit dem Smartphone den Kongress erleben

Dass ASTRA TECH entscheidende Maßstäbe für die Zukunft setzt, spiegelte sich nicht zuletzt auch in der technischen Umsetzung der Veranstaltung wieder. Den Teilnehmern stand eine sinnvolle App (sowohl im App Store als im Android Market erhältlich) zur Verfügung, womit sie direkt mit den Referenten in Kontakt treten, ihnen Fragen stellen und später die Antworten einsehen konnten. Auf Twitter wurde man zusätzlich mit Nachrichten zum Kongress versorgt.

Begleitet wurde der bis Samstag andauernde Dentalkongress von einem umfang- und abwechslungsreichen Rahmenprogramm. Mit einem Cocktail-Empfang in der Oper von Göteborg am Donnerstagabend wurden die Teilnehmer bei mythischen Klängen und Märchenerzählungen mit der Geschichte Schwedens vertraut gemacht. Freitagabend folgte ein International Dinner bevor am Samstag der Kongress mit der Verleihung des ASTRA TECH World Congress 2012 Scientific Award zu Ende ging.

zum Programm

 

Weitere Informationen:

www.astratechworldcongress.com

Tel. + 46 (0) 31 / 780 30 23

E-Mail: getinspired@mci-group.com

Foto: © OEMUS MEDIA AG
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