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Branchenmeldungen 18.12.2013

Mehr Prophylaxe, weniger Prothesen

Mehr Prophylaxe, weniger Prothesen

In sieben Jahren wird knapp ein Drittel aller Deutschen über 60 Jahre alt sein.* Gleichzeitig besitzen Senioren auch im hohen Alter immer mehr eigene Zähne, sodass statt der klassischen Vollprothese immer häufiger implantatgetragener Zahnersatz zum Einsatz kommt. Doch mit der Verbesserung des Zahnstatus und der prothetischen Situation im Alter werden an die Senioren auch höhere Ansprüche bei der Mundhygiene gestellt. Mit altersgerechten Prophylaxeprodukten kann auch bei motorischen Einschränkungen eine optimale Mundhygiene gewährleistet werden.

Die Vollprothese besitzt bei Senioren zunehmend Seltenheitswert: Laut der Vierten Deutschen Mundgesundheitsstudie hatten im Jahr 2006 lediglich 22,6 Prozent der 65- bis 74-Jährigen komplett zahnlose Ober- und Unterkiefer. Damit sank der Prozentsatz der zahnlosen Senioren innerhalb von zehn Jahren um mehr als zwei Prozent. 2006 fehlten den Senioren im Durchschnitt 14,2 Zähne. Die prothetische Sanierung und die Pflege des teilbezahnten Gebisses gewinnen bei älteren Patienten also zunehmend an Bedeutung (Abb. 1). Die Vierte Deutsche Mundgesundheitsstudie gibt ebenfalls Aufschluss darüber, wie die Zahnlücken bei Senioren geschlossen werden: Sie erhielten fast doppelt so oft Implantate wie jüngere Erwachsene.

Abb. 1: Der demografische Wandel bringt einen besonderen Bedarf an Prophylaxeprodukten für ältere Patienten mit sich.

Häusliche Mundhygiene darf nicht zum Kraftakt werden

Mit der komfortablen, ästhetisch ansprechenden und funktionell überzeugenden Implantattherapie sowie der vorhandenen Restbezahnung steigen jedoch auch die Herausforderungen an die Praxen und die älteren Patienten. Gerade wenn die motorischen Fähigkeiten und die Sehkraft nachlassen, kann die häusliche Mundhygiene mit konventionellen Mitteln zum Kraftakt werden. Gleichzeitig sind ältere Patienten aufgrund von Allgemeinerkrankungen wie Diabetes mellitus, Rheuma oder parodontalen Vorerkrankungen, die mit zunehmendem Alter häufiger auftreten, Risikopatienten für parodontale und periimplantäre Infektionen, die den Zahnund Implantaterhalt gefährden. Hinzu kommt, dass der Pflegeaufwand bei Implantaten mindestens mit dem von natürlichen Zähnen vergleichbar, wenn nicht sogar höher ist. Das Angebot an speziellen Hilfsmitteln und Techniken zur häuslichen Mundhygiene ist groß − im Hinblick auf die motorischen Fähigkeiten von Senioren muss aber gründlich ausgewählt werden, welche Produkte sich hier wirklich eignen. Mit den passenden Hilfsmitteln kann älteren (Implantat-)Patienten die Mundhygiene spürbar erleichtert werden.

Interdentalraumbürsten mit langem Griff erleichtern das Handling

Die Interdentalraumreinigung ist für Patienten jeden Alters mit eigenen Zähnen und Implantaten obligatorisch. Doch gerade bei älteren Patienten ist konventionelle Zahnseide oft nicht das Mittel der Wahl, da die Anwendung zum einen motorisch anspruchsvoll ist und zum anderen die Interdentalräume aufgrund von z. B. Knochenschwund oder parodontalen Erkrankungen häufig vergrößert sind. Mit den in neun Varianten erhältlichen TePe Interdentalbürsten findet sich auch für große Zwischenräume das richtige Exemplar. Dank der Farbcodierung der Bürsten erkennen ältere Menschen auf einen Blick, zu welcher Größe sie greifen, ohne vorher mühsam kleine Schriften entziffern zu müssen. Der benutzerfreundliche Griff macht die Anwendung einfach. Die TePe Interdentalbürsten eignen sich aufgrund ihres kunststoffummantelten Drahts auch für die interdentale Reinigung der kratzempfindlichen Implantatabutments bei Einzelzahnversorgungen oder implantatgestützten Prothesen. Motorisch eingeschränkten Patienten kann die TePe Angle die Zahnzwischenraumreinigung erleichtern: Diese Interdentalraumbürste bietet mit ihrem langen, flachen Griff stabilen und ergonomischen Halt. Ihr abgewinkelter Bürstenkopf erleichtert den Zugang vor allem zwischen den hinteren Zähnen von palatinal und lingual. Die TePe Angle ist in sechs farbcodierten Größen erhältlich.

Sanfte Zahnbürsten für gesundes Zahnfleisch

Bei der Wahl der Zahnbürste eignen sich für ältere Patienten besonders ergonomische und schonende Produkte. Gerade wenn das Feingefühl für den richtigen Anpressdruck der Zahnbürste nachlässt, können weiche Borsten Putzschäden an Zahnfleisch und Zähnen vorbeugen. Die TePe Supreme bietet mit ihren verschieden hohen Borstenfeldern eine bessere Zugänglichkeit: Die langen Borsten gelangen tiefer zwischen die Zähne, während das kürzere Borstenfeld zur schonenden Reinigung der Zahnflächen dient. Der rutschfeste Griff erleichtert Senioren den Halt der Zahnbürste. Mit dem Härtegrad x-soft ist eine schonende Reinigung gewährleistet. Die ebenfalls nach ergonomischen Gesichtspunkten entwickelte TePe Select mit konischem Bürstenkopf ist in den unterschiedlichen Härtegraden x-soft, soft und medium erhältlich. Eine effiziente und gleichzeitig diskrete Reinigung der Voll- oder Teilprothese ermöglicht die TePe Prothesenbürste. Auch auf Steg- oder Teleskopkonstruktion verankerter abnehmbarer Zahnersatz lässt sich damit außerhalb des Mundraums sehr gut säubern. Die TePe Prothesenbürste sieht aus wie eine normale Zahnbürste und gewährleistet mit ihren extra langen und kräftigen Borsten eine bessere Erreichbarkeit und eine effektive Reinigung des herausnehmbaren Zahnersatzes. Patienten mit verringerter manueller Kraft oder mit motorischen Störungen vereinfacht der nur 30 Gramm leichte Griffverstärker TePe Extra Grip (Abb. 2) das bequeme und stabile Halten der Zahnbürste. Der Extra Grip eignet sich für fast alle TePe Zahnbürsten und Spezialprodukte und ist spülmaschinengeeignet. Der TePe Extra Grip wurde in Zusammenarbeit mit Spezialisten des Universitätsklinikums Skåne in Schweden entwickelt.

Abb. 2: Der nur 30 Gramm leichte Griffverstärker TePe Extra Grip eignet sich für fast alle TePe Zahnbürsten und Spezialprodukte.

Gele schützen Zahnfleisch und Zähne

87,9 Prozent der Patienten über 65 Jahren leiden unter Parodontitis, so die Vierte Deutsche Mundgesundheitsstudie. Um eine PA-Therapie zu unterstützen und um parodontalen Erkrankungen vorzubeugen, kann unter ärztlicher Absprache auch für Senioren das TePe Gingival Gel (Abb. 3) genutzt werden. Dieses Gel kombiniert die Vorteile des Antiplaque- und Antigingivitiseffektes von Chlorhexidin mit dem Kariesschutz und der Desensibilisierung empfindlicher Zahnhälse von Fluoriden für den Schutz des Zahnfleischs und der Zähne. Das TePe Gingival Gel lässt sich einfach mit einer Interdentalbürste anwenden. Auch das Risiko für Wurzelkaries steigt mit zunehmendem Alter: 45 Prozent der Menschen zwischen 65 und 74 Jahren – und damit mehr als doppelt so viele wie von den jüngeren Erwachsenen – haben mindestens eine kariöse oder gefüllte Wurzeloberfläche. Vor diesem Hintergrund ist – immer abhängig von der individuellen intraoralen Situation – bei Senioren häufig die Anwendung von TePe Interdental Gel mit Fluoriden induziert. TePe Interdental Gel wurde in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Kariologie, Sahlgrenska Academy, University of Gothenburg, Schweden, speziell für den effizienten Kariesschutz der Interdentalräume entwickelt.

Abb. 3: Das TePe Gingiva Gel kombiniert die Vorteile des Antiplaque- und Antigingivitiseffektes von Chlorhexidin mit dem Kariesschutz und der Desensibilisierung empfindlicher Zahnhälse von Fluoriden.

Implantatpflege ist auch im Alter ein Muss

Die pflegebedürftigen Implantate werden aufgrund des hohen Zahnverlustes besonders häufig bei älteren Patienten gesetzt. Eine sorgfältige häusliche Reinigung von dentalen Implantaten ist unabdingbar, um Erkrankungen wie der periimplantären Mukositis sowie der Periimplantitis und damit einem Implantatverlust vorzubeugen. Für die Implantatpflege bietet TePe seit der IDS 2013 unter dem Motto „Caring for Implants“ eine eigene Produktreihe an, die auch für ältere Patienten komfortabel anzuwenden ist.

*Quelle: Bevölkerung Deutschlands bis 2060. Ergebnisse der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamts, 2009.

Autor: Patrick Schröder

Foto: © Adam Gregor - Fotolia.com
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