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Branchenmeldungen 09.10.2017

HPV auf dem Vormarsch: Mund- und Rachenkrebs durch Oralsex

HPV auf dem Vormarsch: Mund- und Rachenkrebs durch Oralsex

Mediziner warnen: Immer mehr jüngere Opfer betroffen

Humane Papillomaviren sind nicht nur Auslöser von Gebärmutterhalskrebs. Sie sind auch eine mögliche Ursache für Karzinome im Mund- und Rachenraum. Nicht zuletzt durch die Krebserkrankung des bekannten Schauspielers Michael Douglas erlangte die Erkrankung eine hohe mediale Aufmerksamkeit. Im Zuge eines Interviews berichtete er damals u.a. über die möglichen Auslöser seiner Krebserkrankung. Er gab zu, dass dies durchaus auf Oralsex zurückzuführen sei.

Nun warnen Mediziner vor einer regelrechten HPV-Epidemie in den nächsten Jahren. Erneut im Brennpunkt der Diskussion: oraler Verkehr. Das unter anderem durch Oralsex übertragene humane Papillomavirus sei ein hoher Risikofaktor für Mund- bzw. Rachenkrebs. Mediziner verzeichnen seit einigen Jahren eine besorgniserregende Zunahme der Neuerkrankungen bei Mund- und Rachenkrebs. Besonders betroffen seien zunehmend junge Menschen, berichtete Dietmar Thurnher, Vorstand der Universitätsklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde der Medizinischen Universität Graz anlässlich des Pressegespräches im Vorfeld des Jahreskongresses der Österreichischen Gesellschaft für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie. Als Ursache vermuten die Mediziner das wechseln der Sexualpartner bzw. Sexpraktiken. Laut Studien gibt es einen engen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Sexualpartner und dem Risiko für Krebs im Mund- und Rachenraum, berichtet science.orf.at

Früher sei diese Erkrankung eher bei Patienten im Alter 50 plus diagnostiziert worden. Heute sind die betroffenen Patienten bis zu zehn Jahre jünger, Nichtraucher und darüber hinaus nahezu Nichtalkoholiker.

Foto: Kateryna_Kon – stock.adobe.com
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