Branchenmeldungen 18.03.2026

Nachfolge im Zahntechniker-Handwerk

VDZI – Wie das Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2025 des KfW-Mittelstandspanel zeigt, erwägt jedes vierte mittelständische Unternehmen in Deutschland eine Schließung nach dem Ruhestand des Inhabers. 

Nachfolge im Zahntechniker-Handwerk

Foto: Coloures-Pic – stock.adobe.com

Bild von einem Quotenzeichen
„Das aktuelle Nachfolge-Monitoring Mittelstand von KfW Research gibt Hinweise auf einen an Dynamik gewinnenden Trend zunehmender Stilllegungspläne im Mittelstand. Die bereits im Vorjahr sichtbare Entwicklung vermehrter freiwilliger Geschäftsaufgaben nach dem Rückzug der aktuellen Senior-Generation hat sich noch einmal leicht beschleunigt: Entscheidungen hinsichtlich des Fortbestands des Unternehmens fallen noch häufiger zugunsten einer Stilllegung bzw. zu Ungunsten einer Nachfolgelösung aus“, so die KfW- Auswertung vom 9. Januar 2026.

Die letzte Umfrage des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) zur Betriebsnachfolge aus dem Jahr 2020 hatte gezeigt, dass etwa 44 Prozent der zahntechnischen Betriebe planen, ihren Betrieb an einen Nachfolger zu übergeben. Knapp 30 Prozent schließen ihren Betrieb dauerhaft.

An wen soll der Betrieb übergeben werden?

Die Frage nach der Betriebsübergabe beantworten die Inhaber folgendermaßen:

  • Familienmitglied: 14,0 %
  • Mitarbeiter: 27,2 %
  • Wettbewerber: 2,4 %
  • Existenzgründer: 7,5 %
  • „sonstiger Externer“: 7,6 %
  • bisher nicht festgelegt: 41,3 %

Wie das KfW-Mittelstandspanel zeigt, ist mit 57 Prozent inzwischen mehr als die Hälfte der mittelständischen Unternehmer 55 Jahre oder älter. Vor 20 Jahren lag dieser Anteil noch bei 20 Prozent. Das Durchschnittsalter bei mittelständischen Inhabern beträgt knapp über 54 Jahre. Bei denjenigen, die bis Ende 2026 eine Nachfolge planen, liegt es sogar bei über 66 Jahren.

Die ZDH-Strukturumfrage aus 2025 ergab folgendes Bild der Altersstruktur der Betriebsinhaber im Zahntechniker-Handwerk:

  • bis 40 Jahre: 3,8 % (Handwerk gesamt, A+B1: 10,7 %)
  • 41 – 50 Jahre: 27,4 % (Handwerk gesamt, A+B1: 16,9 %)
  • 51 – 55 Jahre: 6,1 % (Handwerk gesamt, A+B1: 14,2 %)
  • 56 – 60 Jahre: 17,1 % (Handwerk gesamt, A+B1: 18,3 %)
  • 61 – 65 Jahre: 28,1 % (Handwerk gesamt, A+B1: 15,1 %)
  • über 65 Jahre: 14,3 % (Handwerk gesamt, A+B1: 9,1 %)
  • Durchschnitt: 55,5 Jahre (Handwerk gesamt, A+B1: 52,7 %)

Altersbedingt schließen mittlerweile viele Laborinhaber. Ohne attraktive Rahmenbedingungen folgt diesen niemand nach. Die Gefahr besteht, dass die Sicherung eines flächendeckenden Angebotes im ländlichen Raum gefährdet ist. Um dem entgegenzuwirken, arbeitet die Branche an besseren Rahmenbedingungen, ein zentrales Anliegen des VDZI in seinen politischen Gesprächen.

ZT Zahntechnik Zeitung 03/26

ZT Zahntechnik Zeitung


Dieser Beitrag ist in der ZT Zahntechnik Zeitung erschienen.

Die ZT Zahntechnik Zeitung ist das einzige unabhängige Zeitungsformat für Zahntechniker mit den Schwerpunkten Berufspolitik und Laborführung. Die branchenerfahrene Redaktion der ZT Zahntechnik Zeitung dokumentiert und interpretiert in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Technik und Service die Entwicklung des Dentalmarkts und gibt den Zahntechnikern wichtige Impulse für den Laboralltag, insbesondere für die strategische Positionierung im Wettbewerbsumfeld.

 

Jetzt das ePaper lesen.

Dieser Beitrag stammt von dem Anbieter und spiegelt nicht die Meinung der Redaktion wider.
Produkte
Mehr News aus Branchenmeldungen

ePaper