Branchenmeldungen 05.06.2026

Young Scientists begeistern mit Forschungseinblicken



Eine neue Auflage der Young Scientists in Dentistry fand am 29. und 30.Mai auf dem Medizin-Campus in Halle (Saale) statt. Die traditionsreiche wissenschaftliche Veranstaltung wurde auch in diesem Jahr wieder als einmaliges Wettbewerbsformat der drei Lehrstandorte Leipzig, Dresden und Halle (Saale) ausgerichtet.

Young Scientists begeistern mit Forschungseinblicken

Foto: OEMUS MEDIA AG

Dabei ermöglicht das Symposium jungen Forschenden aktuelle Projekte zu präsentieren und vorläufige Thesen und Ergebnisse ihrer Arbeiten im engen Austausch mit dem Publikum auf den Prüfstand zu stellen. Und noch ein Benefit: Nicht zuletzt regt das Treffen – in dieser Form einmalig in Deutschland – den engen wissenschaftlichen Dialog zwischen den drei mitteldeutschen Universitäten an.

Impulsvortrag mit sehr persönlichen Einblicken

Nach der Begrüßung der Teilnehmenden durch Prof. Dr. Christian Gernhardt (Stellv. Direktor, Department für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Prof. Dr. Rüdiger Horstkorte (Leiter der Abteilung Physiologische Chemie am Institut für Physiologische Chemie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) und Prof. Dr. Andreas Wienke (Institut für Medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), oblag auch die Rolle des diesjährigen Keynote Speaker Christian Gernhardt. In einem sehr persönlichen und bewegenden Vortrag skizzierte der Hallenser Hochschullehrer seinen Werdegang entlang prägender Begegnungen und wichtiger Stationen in Ulm und Freiburg bis hin zur Promotion in Freiburg und Habilitation in Halle. Wie schon vorangegangene Keynotes renommierter Zahnmediziner/-innen zu ihren beruflichen Werdegängen zeigten, offenbarte auch der Impulsvortrag Gernhardts, dass jeder Weg, jede Karriere und jeder langfristige Erfolg immer einer ganz eigenen Storyline folgt. Es gibt nicht das eine Rezept und kein Schema-F für alle, vielmehr sollte man den eigenen Entscheidungen vertrauen, Möglichkeiten entlang des Weges nutzen, sich vernetzen und Themen wie Aufgaben finden, die einen antreiben und durchhalten lassen, auch wenn mal nicht alles glatt läuft. 

Sechs Wettbewerbsbeiträge

Nach der Eröffnungsrede übernahm der Nachwuchs das Programm. In Kurzpräsentationen gaben sechs Jungwissenschaftler/-innen der drei Standorte Einblicke in ihre aktuellen Forschungsthemen und präsentierten ihre Studienergebnisse. Wie die Übersicht zeigt, war das Themenspektrum groß:

  • Einfluss unterschiedlich konzentrierter Fluorid- und Zinnlösungen auf die protektiven Eigenschaften der Pellikel (Referentin: Karla Gilles, Dresden)
  • Fake, Fakten oder Fiktion – eine Studie zum Fluorid-Diskurs auf Social Media (Referentin: Joleen Müller, Halle (Saale)
  • Remote-Diagnostik dentaler Befunde mittels Intraoralscans: Ergebnisse der LIFE Child Studie und Glanz von Kompositen nach Politur – Charakterisierung mittels 3D-Oberflächentexturanalyse (Referentin: Nadja Stiller, Leipzig)
  • Glanz von Kompositen nach Politur – Charakterisierung mittels 3D-Oberflächentexturanalyse (Referentin: Johanna Becker, Leipzig)
  • Einfluss individueller und konfektionierter Zahnmundschutze auf das forcierte exspiratorische Volumen (FEV1) und die Akzeptanz bei Basketballteams (Referent: Jannik Godau, Halle (Saale)
  • In-vitro-Untersuchung zur Reinigungseffektivität neuartiger U-förmiger automatischer Zahnbürsten im Vergleich zu etablierten Putzmethoden mit einer Schallzahnbürste“ (Referentin: Rabea Gelberg, Dresden)

Award-Vergabe

Wie bei jedem Wettbewerb, hatte auch die Jury* der diesjährigen Veranstaltung bei der Ernennung der Siegerplätze die Qual der Wahl. Nadja Stiller vom Standort Leipzig schaffte es mit ihrem Forschungsgegenstand auf Platz 1, gefolgt von Rabea Gelberg (Dresden) auf Platz 2. Den dritten Platz belegte Joleen Müller aus Halle (Saale). Die Jury bedankte sich bei allen Teilnehmenden und lobte die hohe Qualität der Präsentationen. „Es fiel uns in der Tat sehr schwer, die Plätze zu vergeben“, so Prof. Dr. Christian Hannig.  

Zweiter Symposiumstag

Der Samstag stand dann ganz im Thema der Doktorarbeit. Den Studierenden aus Halle, Leipzig und Dresden wurden Möglichkeiten und Wege zu einer Doktorarbeit aufgezeigt, grundlegende Details die mit dem Thema Promovieren in Zusammenhang stehen erläutert und in Workshops wurde die Herangehensweise und Durchführung verschiedenster Projekte gemeinsam erarbeitet. Am Ende übernahmen Prof. Dr. Christian Hannig und Prof. Dr. Christian Gernhardt die Abschlussworte zur Veranstaltung: „Young Scientists in Dentistry besitzt ein Alleinstellungsmerkmal in der Zahnmedizin.“ Natürlich braucht es für die Umsetzung ein Team und so bedankte sich beide bei Dr. Anh Duc Nguyen und dem Team der Universitätspoliklinik für Zahnerhaltungskunde in Halle für eine nicht selbstverständliche, intensive Vorbereitung, gelungene Planung und Durchführung des 20. Symposiums und bei allen Sponsoren für die besondere finanzielle Unterstützung, ohne die es nicht möglich wäre den Studierenden aus Halle, Leipzig und Dresden ein echtes Kongresserlebnis zu Teil werden zu lassen.

Fazit

Das Symposium zeigte sich auch in diesem Jahr als ein innovatives Forum für den wissenschaftlichen Austausch und als wichtige Plattform , um junge Zahnmediziner/-innen zu motivieren, ihren wissenschaftlichen Weg weiterzugehen, Doktorarbeiten anzustreben, neugierig zu bleiben und die Zahnmedizin in Mitteldeutschland zukünftig aktiv mitzugestalten.

* Zu den diesjährigen Juror/-innen gehörten Prof. Dr. Christian Gernhardt (Halle (Saale), Prof. Dr. Christian Hannig (Dresden) und Dr. Jana Schmidt (Leipzig)

Autoren: Hannah Schaefer, Marlene Hartinger

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