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Branchenmeldungen 10.07.2014

Stilles Engagement für Kinderhilfsprojekt Fortaleza

Stilles Engagement für Kinderhilfsprojekt Fortaleza

Erfolgreiche Unternehmen der Dentalbranche erzielen sehr hohe Umsätze und damit auch Profit. Es ist keine Selbstverständlichkeit, einen Teil dieser Gewinne guten Zwecken zukommen zu lassen. Aber es gehört in der modernen Marketingwelt zum guten Ton. Ein Gegenbeispiel ist die Firma W&H Deutschland GmbH. Diese unterstützte zuletzt das Kinderhilfsprojekt Fortaleza in Brasilien, und das ganz ohne werbewirksame Fotos mit Riesenscheck und lächelnden Menschen.

„Soziales Engagement ist wesentlicher Bestandteil der Unternehmenskultur bei W&H, deshalb ist es uns wichtig, Projekte langfristig zu begleiten. Darüber zu reden ist gut, um immer wieder die Aufmerksamkeit auf schwierige Verhältnisse weltweit zu lenken. W&H hat den Anspruch, nicht nur zu reden, sondern wirklich zu helfen“, so W&H Marketingleiter Roland Gruber.

Versucht man, etwas über dieses Hilfsprojekt zu erfahren, sind die Ergebnisse einer Online-Recherche vergleichsweise dürftig. So gelangt man lediglich zu zwei einschlägigen Internetpräsenzen: der Homepage kinderhilfe-fortaleza.de und einer entsprechenden Facebook-Seite. In der gegenwärtigen Realität des Internets ist damit in Hinblick auf quantitative Aufmerksamkeit kein besonders großer Blumentopf voller Kommentare und Klickzahlen zu gewinnen. Darum geht es dem Fortaleza Kinderhilfsprojekt auch nicht. Sondern um die kontinuierliche und realistische Unterstützung von Kindern und deren Familien, die dieser Hilfe wirklich bedürfen. Die Homepage des Projekts ist klar und übersichtlich strukturiert, sodass konkrete Informationen schnell zu finden sind. So lässt sich zum Beispiel in Erfahrung bringen, dass Dr. Julia Kaethner bereits seit 1995 Spenden sammelt, um Kindern aus einer der Favelas der brasilianischen Stadt Fortaleza einen Schulbesuch zu ermöglichen.

Frau Dr. Kaethner kam bereits 1993 im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres nach Fortaleza. Sie lernte engagierte Menschen kennen – vor allem ihre Gastgeberin und spätere Partnerin vor Ort Ritinha de Queiroz Barros. Frau de Queiroz stemmt die Unterstützungsarbeit hauptverantwortlich direkt in der Favela, wo sie auch selbst lebt. Dank kontinuierlicher Spenden konnte in den letzten knapp zwanzig Jahren eine Struktur nachhaltiger sozialer Aufbauarbeit entwickelt werden, die derzeit 15 Kindern zugutekommt. Das heißt konkret, dass auf drei Lebensbereiche der Kinder und ihrer Familien besondere Aufmerksamkeit gelegt wird: Bildung, Gesundheit und Freude. Übersetzt in die Realität der Menschen in Fortaleza bedeutet das finanzielle Hilfe bei Schulgeld, Arztbesuch und – leider eher die Ausnahme – aktiver Freizeitgestaltung.

Dass dieses Geld wirklich ankommt, sieht man wiederum auf der Facebook-Seite. Wirklichen Selten heitswert hat dort die Fotodokumentation. Wo einem sonst Symbolbilder oder Spendenaufrufe begegnen, finden sich bei dem Fortaleza Kinderhilfs projekt eindrucksvolle Belege kontinuierlicher Arbeit: neben Aufnahmen der täglichen Arbeit mit den Kindern steht mit der Fotostrecke von Enilson und Aryadne eine persönliche Chronik über fast zwei Jahrzehnte, welche die Biografie der beiden vom Grundschul alter (1996) bis heute schlaglichtartig beleuchtet. Deutlicher und authentischer lässt sich der Anspruch und die ehrliche Reputation des Projektes kaum vermitteln – und das gerade ohne jede Effekthascherei oder professionelle PR-Maschinerie. Obwohl beson ders derartigen Projekten erhöhte Aufmerksamkeit zu wünschen wäre. Die alte US-amerikanische Weisheit des „Tue Gutes und rede darüber“ hat insofern für die Seite des unterstützten Projekts ihre Berechtigung. So konnte die deutsche Dependance der österreichischen Firma W&H guten sozialen Spürsinn beweisen – diesem Beispiel könnten und sollten sich andere Größen der Dentalbranche anschließen – zugunsten bedürftiger Menschen und vor allem Kinder in Fortaleza. Natürlich können auch Privatpersonen ihrem sozialen Gewissen folgen. Alle notwendigen Daten hier zu finden sich auf den genannten Internetpräsenzen. Wo einem dann doch noch lächelnde Menschen – wenn auch ohne Riesenscheck – begegnen. W&H wird weiterhelfen und sein Engagement zum Vorbild für andere dokumentieren und darüber reden.

Autor: Tim Franze/dentalfresh 2/2014

Foto: © Kinderhilfe Fortaleza e. V.
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