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Branchenmeldungen 11.03.2015

Totalprothesen auf CAD/CAM-Basis

Totalprothesen auf CAD/CAM-Basis

Im Rahmen der Fachpressekonferenz zur IDS 2015 stellte Amann Girrbach heute den Ceramill Full Denture Workflow vor – einen ersten durchgängigen Workflow für Totalprothesen auf CAD/CAM-Basis. Des Weiteren gab das österreichische Unternehmen eine Kooperation mit Werkstoffexperte Heraeus Kulzer bekannt. Marco Ratz, CEO der Amann Girrbach AG und Falko Noack, Head of Application Engineering Amann Girrbach sprachen zusammen mit Novica Savic, Leiter der Division Dental Materials Heraus Kulzer über die Neuheiten.

Amann Girrbach präsentiert ein neues Softwaremodul, das es dem Ceramill CAD/CAM-Anwender erlaubt, Prothesen virtuell zu planen und die Einprobe CAD/CAM-gestützt zu fertigen. Das Upgrade-Modul Ceramill D-Flow ermöglicht es dem Anwender, auf diese Weise Zeit zu sparen und die Wertschöpfung zu erhöhen. Bei der Entwicklung des Software-Moduls hatte Amann Girrbach stets den gesamten Workflow im Blick. Denn nur wenn alle Prozessschritte optimal aufeinander abgestimmt sind, kann ein solches Modul nutzbringend eingesetzt werden.

Wie funktioniert der Workflow?

Zunächst wird die Patientensituation in Form einer klassischen Bissregistrierung an das zahntechnische Labor übermittelt, das dann die Funktionsmodelle herstellt und diese in bekannter Art und Weise in den Artikulator einbringt. Hier beginnt der digitale Workflow. Die Situation wird mit dem optischen 3-D-Scanner Ceramill Map erfasst. Für die digital gestützte Herstellung von funktionstüchtigen Totalprothesen wird die Verwendung des virtuellen Artikulators Ceramill Artex empfohlen, da sich damit neben ästhetischen Vorgaben die statische und dynamische Funktionsfähigkeit der späteren Prothese berücksichtigen lassen. Die Konstruktion der Totalprothese erfolgt mit der Software Ceramill D-Flow, die den Anwender menü- und bildgestützt durch die Modellanalyse führt. Vorteile gegenüber der manuellen Analyse liegen in den vielseitigen Detektions- und Visualisierungsmöglichkeiten.

Anschließend erfolgt die automatische digitale Aufstellung der Prothesenzähne. Die Software schlägt gemäß Modellanalyse passende Zahngarnituren vor. Hier kann der Anwender auf die bewährten konfektionierten Prothesenzähne von Heraeus Kulzer zugreifen. Die Zähne des Pala® Mix & Match Systems sind zusammen mit den dazugehörigen Aufstellkonzepten in der Software hinterlegt. Der Zahntechniker erhält damit die Möglichkeit sein Augenmerk allein auf die Ästhetik legen zu können Nach der automatischen basalen Anpassungen der Prothesenzähne an den Kieferkamm, erhält der Anwender einen Vorschlag für das Gingivadesign, welches auf Wunsch individualisiert werden kann. Nachfolgend gibt die Software die Fräsdaten für die Ober- und Unterkieferbasis inkl. Zahnfächer aus, die mit der Ceramill Motion 2 (5X) unter Wasserkühlung aus einem zahnfleischfarbenen Wachsblank gefräst werden. Die Prothesenzähne, dargereicht in einer patentierten, für Ceramill CAD/CAM verwendbaren Rohlingsform, werden auf Basis eines weiteren Datensatzes frästechnisch basal angepasst. Schließlich entfernt der Anwender die Zähne aus dem Rohling, setzt sie manuell in die Zahnfächer der Wachsbasen ein, befestigt diese mit Wachs und kontrolliert die Prothesen im Artikulator. Was dann noch folgt, ist bekannt: Einprobe beim Zahnarzt und wenn nötig die Umstellung der Prothesenzähne. Auch die Fertigstellung der Prothese findet auf klassischem Wege statt.

Durch den Einsatz des Ceramill D-Flow Totalprothetik Moduls lässt sich der zeitintensive Aufstellungsprozess erheblich verkürzen – Zeit, die im Dentallabor gewinnbringend eingesetzt werden kann. Doch die Digitalisierung der Totalprothetik steigert nicht nur die Effizienz, sondern sorgt auch für komfortableres, prozesssicheres Arbeiten, denn Fehlerquellen und Wissenslücken beim Aufstellungsprozess werden auf ein Minimum reduziert. Als Ergebnis stehen funktionierende, reproduzierbare Totalprothesen von hoher Präzision und Ästhetik.

Kompetente Partnerschaft

Für die Markteinführung des Ceramill Full Denture Workflows und dessen Umsetzung mit konfektionierten Prothesenzähnen arbeitet Amann Girrbach mit Heraeus Kulzer zusammen. Als professioneller Technologiepartner und Hersteller von ästhetisch hochwertigen Zahnlinien stellt Heraeus Kulzer sein Pala Mix & Match-Konzept bereit: Je nach Bedarf stehen dem Anwender die gängigsten Formen der Pala Zahnlinien Premium 6, Mondial 6 und 8 sowie Idealis 8 als Datensatz im Ceramill D-Flow Totalprothetik-Modul zur Verfügung. Für eine große Bandbreite an Individualität und Ästhetik sieht Amann Girrbach künftig die Einbindung weiterer Zahnlinien in den Ceramill Full Denture Workflow vor.

Quelle: Amann Girrbach

Foto: © OEMUS MEDIA AG
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