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Branchenmeldungen 07.12.2017

Vom Einzug der „4.0 Zahnmedizin“

Vom Einzug der „4.0 Zahnmedizin“

Eine zukunftsorientierte Praxis war das erklärte Ziel von Dr. Andreas Geist und seiner Frau Dr. Andrea Geist-Feiler. Wie ihr Praxistraum dank dental bauer wahr wurde, erzählen sie im Interview.

Wie hat Sie dental bauer bei der Praxisübernahme unterstützt?

Ein kompetentes Team, bestehend aus Innenarchitektin, Außen- und Innendienstmitarbeitern, Hygienespezialisten sowie Technikern, hat den möglichen Umbau und die dazugehörigen Investitionen mit uns zu Papier gebracht und stand uns jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Die Praxis zog auf gleicher Ebene des Gebäudes in eine größere Gewerbeeinheit. Spe­ziell was die dentaltechnischen Fragen betraf, etwa die Planung für die Versorgung der Dental­einheiten, Zimmerausstattung und Hygiene (Strom, Wasser, Druckluft), war die Expertise von dental bauer hilfreich.

Haben Sie sich bewusst gegen eine Neugründung entschieden?

Bei unserem Standort handelt es sich um einen dicht besiedelten Ballungsraum, der sehr gut mit Zahn­ärzten versorgt ist. Eine Neugründung erschien uns daher schwierig. Durch den bestehenden Patientenstamm aus der Praxisübernahme konnten wir von Anfang an unsere laufenden Kosten decken und mussten nicht in erster Linie Patienten akquirieren.

Was galt es im Hinblick auf die technischen Komponenten und rechtlichen Vorgaben zu beachten?

Am wichtigsten war es, die neuesten Anforderungen der RKI und die Dokumentation dieser bezüglich Wasserqualität und Hygiene umzusetzen – dies bedeutete auch räum-lich eine Herausforderung. Die Anordnung und Integration der neuen Geräte im Sterilisationsraum sowie die Anschaffung eines Dokumenta­tionsprogramms (DIOS) zur Über­wachung ist sinnvoll, und dazu gehört die geeignete technische Ausstattung sowie potenzielle Erweiterbarkeit.

Des Weiteren muss bei der Umrüstung auf eine karteikartenlose Praxis und insbesondere auch auf den Datenschutz geachtet werden. Ein gesichertes System muss bestehen, genauso wie eine Verschlüsselung der digitalen Röntgenbilder bei Versendung per E-Mail. Die Inte­gration des digitalen Röntgen in die Behandlungsräume erfordert ein stabiles und schnelles EDV-Netz mit entsprechenden Rechnern.

Welchen Anteil machte die Investition in technische Geräte aus?

Einerseits wurden die Praxisabläufe digitalisiert (Terminbuch, Abrechnung, Karteikarten), andererseits auch die Hygienevorschriften umgesetzt (Thermodesinfektor, digitale Überwachung der Reinigungsvorgänge) und zusätzlich neue medizinische Technik inte­griert (digitales Röntgen, Prophy­laxegeräte, Behandlungsstühle). Die neuen Dentaleinheiten sowie die Einrichtung des Aufbereitungsraumes nach aktuellen RKI-Richt­linien mit neuesten technischen Standards und Geräten machten den größten Anteil aus, außerdem die radiologische Diagnostik. Weitere Investitionen sind die Aus­stattung der Behandlungszimmer und das Eigenlabor. Insgesamt benötigt man sicherlich die Hälfte der Investitionssumme.

Wie erfolgte die Auswahl?

Bei der Auswahl der Dentaleinheiten und der Ausstattung des Sterilisationsraumes haben wir uns voll und ganz auf die Erfahrungen von dental bauer verlassen und uns für die empfohlenen Produkte entschieden. Dies war im Nachhinein auch genau richtig. Die Investition in neue Prophylaxegeräte hat sich durch das sehr positive Feedback unserer Pa­tienten mehr als gelohnt. Die Ausstattung der digitalen Röntgeneinheiten (intraorales Speicherfoliensystem, digitales OPG) hat unsere Erwartungen in die Qualität sogar noch übertroffen.

Gab es Unterstützung in finan­ziellen Fragen?

Bei Verhandlungen bezüglich des Umbaus der Immobilie, Miete, Vertrags­gestaltung und schließlich beim Aushandeln der Fixkosten erwies sich unser dental bauer Fachberater Tobias Härtner als sehr kompetente und professionelle Unterstützung – mit viel Verhandlungsgeschick.

Wann werden sich Ihre effek­tiven Mehrkosten der vernetzten Praxis voraussichtlich amortisieren?

Ich denke nach etwa zwei bis drei Jahren wird das der Fall sein.

Wie profitieren Sie durch die digitalen Schnittstellen im Alltag?

Die Digitalisierung macht sehr vieles einfacher, man muss die Veränderungen aber erst in den Alltag integrieren und bisher übliche Verhaltensmuster ändern. Für uns ist das digitale Terminbuch eine große Bereicherung: Hier kann jeder Mitarbeiter von jedem PC aus Termine vergeben oder einsehen. Außerdem lässt sich schon während der Patientenberatung die weitere Behandlung festlegen und die Mit­arbeiterin an der Rezeption weiß sofort, welche Termine sie vergeben muss. Unser neues Projekt wird das Online-Terminmanagement, bei dem der Patient von unserer Website aus selbst Termine auswählen kann. Das digitale Röntgen und die Qualität der Bilder überzeugen ebenfalls: Sie sind sofort auf jedem Rechner einsehbar und einfach an Kollegen zu versenden.

Wohin geht Ihrer Meinung nach die Reise in puncto Digitalisierung in der Zahnmedizin?

Die Praxis der Zukunft wird papierlos und voll digitalisiert sein, aber das heißt nicht, dass Roboter die Zahnreinigung übernehmen – Zahnmedizin bleibt ein Handwerk und jede Praxis lebt von der Individua­lität der Behandler und des Teams.

Ich nenne es die „4.0 Zahnmedizin“: Der Weg wird von der digitalen Anamnese (Aufklärung, Einverständniserklärung) mithilfe von infoskop über die Befundung (3-D-Analyse mit DVT, Vermessung, patchen von Bewegungsmustern) bis hin zur Therapie (digitale Abdrücke, CAD/CAM, 3-D-Plotter) und Herstellung von individuellem Zahnersatz sowie Schienen aller Art führen.

Wie bleibt Ihre Praxis auch in Zukunft auf dem neuesten Stand?

Durch Fortbildungen und Messebesuche gehen wir mit dem „Zahn der Zeit“. Wichtig ist uns der sinnvolle Einsatz der neuesten Technik in Abstimmung auf die individuelle Struktur in unserer Praxis. Regelmäßige Meetings mit unserem Depotbetreuer und der Austausch mit den Kollegen sind die beste Möglichkeit, um dem Technikdschungel zu begegnen.

Vielen Dank für das Interview.

Quelle: Supplement dental bauer 03/2017

Foto: dental bauer
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