Branchenmeldungen 06.11.2026

Anpassungsfähige Therapie: Weil jeder Patient anders ist



Prophylaxe und Parodontologie haben in unserer Praxis einen hohen Stellenwert. Ein großer Teil unserer Patient/-innen kommt regelmäßig zur PZR oder zur UPT, viele über Jahre, manche über Jahrzehnte.

Anpassungsfähige Therapie: Weil jeder Patient anders ist

Foto: Dr. Lisa Hezel

Damit das funktioniert, müssen unsere Geräte den Patient/-innen ein gutes Behandlungsgefühl geben und uns im Team das Arbeiten so leicht wie möglich machen. Worauf es uns dabei ankommt, schildern wir aus zwei Perspektiven: aus meinem Blickwinkel als Behandlerin und mit Jessicas Sichtweise als Dentalhygienikerin.

Wer in der Prophylaxe arbeitet, hörte in den letzten Jahren immer öfter von strukturierten Behandlungskonzepten. Alle haben eines gemeinsam: Sie wollen die Prophylaxe und Parodontaltherapie nach einem klaren Schema durchführbar machen. Der Unterschied liegt in der jeweiligen Philosophie.

M.I.T. – was steckt dahinter?

M.I.T. (Minimally Invasive Therapy) steht für minimalinvasive Therapie. Das Konzept stammt von NSK und orientiert sich an den europäischen Leitlinien zur Parodontitisbehandlung. Es teilt die Therapie in fünf Schritte (Abb. 1):

  • Schritt 0 ist die Patientenbewertung
  • Schritt 1 die supragingivale Reinigung
  • Schritt 2 die subgingivale Reinigung
  • Schritt 3 die Parodontalchirurgie
  • Schritt 4 die unterstützende Versorgung (UPT), in welchem die Prophylaxefachkräfte den Großteil der Arbeit machen.

Was M.I.T. von anderen Konzepten unterscheidet, ist eine bewusste Entscheidung gegen ein starres Standardprotokoll. Die Idee dahinter: Jede/-r Patient/-in braucht eine individuelle Behandlung und jede Praxis arbeitet anders. Statt „so und nicht anders“ sagt M.I.T.: „Hier ist eine Auswahl an Geräten für jeden Schritt, sucht euch das Richtige für eure Praxis und jeden einzelnen Patienten aus.“ Das passt zu unserer Arbeitsweise. Wir sehen Patienten mit vielen unterschiedlichen Befunden, Allgemeinerkrankungen und Komfortbedürfnissen, dass ein einheitliches Schema nie für alle passen würde.

Bild von einem Quotenzeichen
„Ich finde gut, dass wir nicht jedem Patienten dasselbe Programm überstülpen müssen. Manche Patienten brauchen verschiedene Politurmodi, manche bessere Schallinstrumente, andere wiederum Ultraschallinstrumente mit angewärmtem Wasser. Mit M.I.T. haben wir einen klaren Rahmen, aber innerhalb des Rahmens können wir entscheiden.“ – Jessica, Dentalhygienikerin

Fünf-Schritt-M.I.T. und Geräteübersicht

Die folgende Übersicht zeigt, was in welchem Schritt passiert und welches NSK-Gerät dafür geeignet ist. In unserer Praxis nutzen wir vor allem Varios Combi Pro2 für die Schritte 1, 2 und 4. Praxen, die weniger Prophylaxe und Parodontologie machen, kommen oft schon mit kleineren, aufsteckbaren Geräten gut zurecht.

Schritt

Was passiert hier?

Welches NSK-Gerät?

Schritt 0

Patientin oder Patient bewerten: Risiko, Befund, individuelle Therapieplanung. Hier wird gesprochen, nicht behandelt.

– (keine Geräte)

Schritt 1

Supragingivale Reinigung: Beläge, Verfärbungen, Politur. Klassisch die PZR.

Varios Combi Pro2, Prophy-Mate neo, iProphy, NSK Winkelstück Ti-Max X57 oder FX57m

Schritt 2

Subgingivale Reinigung: Schall-/Ultraschallanwendung plus subgingivale Pulverstrahlbehandlung in der Tasche.

Varios Combi Pro2, Varios 970, NSK-Airscaler S970L

Schritt 3

Parodontalchirurgische Behandlung beim Zahnarzt.

VarioSurg 4, Surgic Pro2

Schritt 4

UPT: regelmäßige Recall-Termine. Bei Resttaschen wird subgingival gereinigt.

Varios Combi Pro2, Perio-Mate; beide mit Perio-Düse bei Bedarf

Detaillierte Geräte-Performance

Prophy-Mate neo ist ein kleines Pulverstrahl-Handstück, das sich einfach auf die Turbinenkupplung am Stuhl aufstecken lässt und die PZRs unkompliziert ergänzt (Abb. 2).

iProphy ist ein kabelloses Polierwinkelstück, ohne Schlauch und Fußschalter. Alles befindet sich direkt am Handstück. Wenn man viel poliert, ist dieses Design eine spürbare Erleichterung für Hand und Handgelenk. Auch mit den NSK-Winkelstücken Ti-Max X57 oder FX57m lässt es sich hervorragend polieren, ohne dass das Gewicht die Hand ermüdet (Abb. 3).

Harte Beläge lassen sich auf verschiedenen Wegen entfernen. Wer sich kein eigenes Standgerät anschaffen möchte, fährt mit dem Airscaler gut, der sich mit unterschiedlichen Aufsätzen für die supra- und subgingivale Reinigung einsetzen lässt (Abb. 4). Wer lieber mit Ultraschall arbeitet, deckt mit Geräten der Varios-Serie und der umfangreichen Auswahl an Aufsätzen eine große Bandbreite von Anwendungen ab (s. Abb. 5). 

Perio-Mate ist ebenfalls ein Aufsteck-Pulverstrahl-Handstück, aber speziell für die subgingivale Anwendung mit Nozzle-Aufsatz in Resttaschen (Abb. 6). In der UPT bei Stadium-III- und IV-Patienten ist das Gold wert, weil wir dort sehr häufig mit Resttaschen arbeiten. (Abb. 7)

Die Chirurgiegeräte VarioSurg 4 und Surgic Pro2 runden das Geräteportfolie ab. Sie ermöglichen die sichere Durchführung parodontalchirurgischer Eingriffe.

Varios Combi Pro2 – Goldstück der M.I.T.-Strecke

Wenn ein einzelnes Gerät im M.I.T.-Konzept das Zentrum der täglichen Arbeit darstellt, dann ist es das Varios Combi Pro2. Es deckt die Schritte 1, 2 und 4 in einer einzigen Einheit ab und ermöglicht damit alles, was dem Prophylaxeteam im Alltag begegnet. Ultraschall und Pulverwasserstrahl sind hier nicht zwei Geräte nebeneinander, sondern zusammengeführt. Wir wechseln einfach das Handstück und die Funktion stellt sich automatisch um. Die zuletzt verwendeten Parameter werden gespeichert, sodass wir bei jedem UPT-Termin sofort weiterarbeiten können, ohne neu einrichten zu müssen.

Sechs Benefits von Varios Combi Pro2, die den Praxisalltag effektiv unterstützen:

  1. Das Titan-Ultraschallhandstück mit rutschfester Oberfläche. Es liegt deutlich besser in der Hand als der Vorgänger, dreht sich auch mit nassen Fingern nicht weg und wird im langen Behandlungstag nicht so warm. Bei sechs bis acht Behandlungsstunden am Tag merkt man das in den Fingern.
  2. Das modulare Pulversystem mit komplett außenliegender Pulverführung. Pulverkammer, Schlauch und Handstück sind alle außen am Gerät. Wenn doch mal etwas verstopft, sieht man das sofort und kann die Stelle direkt am Stuhl auswechseln. Reparatureinsendungen mit Behandlungsstillstand werden so weitestgehend vermieden.
  3. Die Wassererwärmung. Sowohl beim Ultraschall als auch beim Pulverstrahl kann das Wasser erwärmt werden.
  4. Die neue Jet-Düse. Damit arbeiten wir präzise und effizient mit SOFT pearl supragingival und Perio-Mate Powder subgingival. Die schlanken Düsen erreichen auch enge Taschen und distale Molaren zuverlässig (Abb. 7).
  5. Das smarte Display. Dies zeigt nur die Einstellungen an, die im aktuellen Modus relevant sind, keine überladenen Symbole mehr. Der kabellose Fußschalter lässt sich frei positionieren, das ist über die Stunde gerechnet enorm rückenfreundlich.
  6. Die Wartungsfreundlichkeit. Keine vorgeschriebenen Intervallwartungen durch den Servicepartner, dafür vier automatische Reinigungsmodi nach jeder Sitzung oder am Tagesende. Im hochfrequentierten UPT-Betrieb ist das ein Punkt, den wir tatsächlich spüren.

 

Fazit

Mit dem M.I.T.-Konzept hat NSK einen Rahmen geschaffen, der zu dem passt, was wir im Praxisalltag sehen: Patient/-innen sind unterschiedlich, Behandlungsteams arbeiten unterschiedlich, ein einziges Schema kann nicht für alle die richtige Antwort sein. Die fünf Schritte geben Struktur, aber innerhalb der Struktur bleibt Raum für die richtige Entscheidung am Stuhl. Für uns in der Prophylaxe heißt das: weniger Kompromisse beim Werkzeug, mehr Spielraum, individuell zu behandeln. Das Portfolio von NSK reicht dabei vom kleinen Aufsteck-Handstück bis zum Premium-Kombigerät, je nachdem, wie viel Prophylaxe und Parodontologie die Praxis macht.

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