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Wissenschaft und Forschung 12.03.2020

Adipositas: Erfolgreiches Abnehmen – gesünderes Zahnfleisch?

Adipositas: Erfolgreiches Abnehmen – gesünderes Zahnfleisch?

Eine langwierige positive Energiebilanz führt nicht nur zwangsläufig zu Adipositas, mit ihr steigt auch das Risiko für verschiedene metabolische Erkrankungen wie Diabetes mellitus. Auch die Mundgesundheit bleibt davon nicht unberührt – Stichwort Parodontitis.

Die Prävalenz von Adipositas ist in den letzten Jahren weltweit stetig gestiegen. Allein in Deutschland sollen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 53 Prozent übergewichtig (Stand: 2017) und 16 Prozent adipös sein. Diverse Studien haben gezeigt, ein zu hoher Fettanteil im Körper ruft Entzündungsreaktionen hervor und begünstigt so kardiovaskuläre Erkrankungen, Atherosklerose, Typ-2-Diabetes usw.

Da Adipositas und Parodontitis den Faktor Entzündung gemeinsam haben, liegt ein Zusammenhang zwischen beiden Erkrankungen sehr nahe. Dies konnten Wissenschaftler der Case Western Reserve University, USA, erneut bestätigen. Die im British Dental Journal veröffentlichte Studie stellte heraus, dass ein erhöhter Body-Mass-Index (BMI), Taillenumfang und Körperfettanteil mit einem erhöhten Risiko für Parodontitis einhergehen. Patienten, die „anfälliger“ für Entzündungen sind, sind es demnach auch für Parodontitis.

Ob die Behandlung des einen aber wirklich auch Verbesserung aufseiten der anderen Erkrankung bringen kann, ist noch unklar. Der Zusammenhang sei zu komplex für solch pauschale Aussagen. Hierfür sind weitere Untersuchungen, insbesondere Langzeitstudien vonnöten, in denen Patienten über mehrere Jahre hinweg beobachtet werden.

Foto: lassedesignen – stock.adobe.com

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