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Wissenschaft und Forschung 16.03.2020

E-Zigaretten: Dampfer sind anfälliger für orale Infektionen

E-Zigaretten: Dampfer sind anfälliger für orale Infektionen

Der Run auf E-Zigaretten als vermeintlich „gesündere“ Alternative zu Glimmstängeln entpuppt sich einmal mehr als Trugschluss. So konnten Forscher nachweisen, wie stark der Einfluss des Dampfens auf das orale Mikrobiom ist.

Der Hype um das Dampfen hat in den letzten Jahren unglaubliche Dimensionen angenommen: Allein in den USA hat die Zahl der Dampfer unter Teenagern von 2017 zu 2018 um mehr als drei Viertel zugenommen. Dabei sind etwaige Gesundheitsrisiken längst nicht vollständig erforscht. Und die Liste wird stetig länger, wie nun erneut Wissenschaftler vom New York University College of Dentistry, USA, zeigen.

Ihre Studie liefert Erkenntnisse aus In-vitro- und In-vivo-Untersuchungen. Letztere verglich die Mundgesundheit von 119 Teilnehmern, die in gleichen Teilen Raucher, Dampfer und Nichtraucher waren.

Sie fanden heraus, dass die orale Bakteriendiversität bei den drei Gruppen sehr unterschiedlich ist. Sowohl bei Tabak- als auch E-Zigarettenkonsumenten war eine signifikante mikrobielle Dysbiose vorherrschend, die das Risiko für orale Pathobionten erhöht.

Anhand verschiedenster Tests konnten die Wissenschaftler bei Dampfern einen signifikanten Anstieg der Zytokine Interleukin-(IL-)6 und IL-1β sowie der Bakterien Porphyromonas und Veillonella nachweisen. Deren vermehrtes Vorkommen liefert klare Hinweise, dass das E-Zigaretten-Aerosol eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen nach sich zieht und somit unter anderem Parodontitis begünstigt.

Die Studie ist in Cell Press erschienen.

Foto Teaserbild: nd3000 – stock.adobe.com

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