Anzeige
Wissenschaft und Forschung 30.07.2020

KFO kann Risiko für Zahntraumata deutlich minimieren

KFO kann Risiko für Zahntraumata deutlich minimieren

Störungen der Gebissentwicklung, Atembeschwerden, mangelnde Kaueffizienz oder Ästhetik – Zahnkorrekturen machen aus vielerlei Gründen Sinn. Eine aktuelle Studie führt ein weiteres Argument an: Die Prävention von Zahntraumata.

Zahntraumata belegen weltweit Platz 5 der häufigsten Verletzungen von Kindern. Die Behandlung ist in vielen Fällen nicht nur kostspielig und langwierig, sie stellt für betroffene Kinder auch eine physische und psychische Belastung dar.

Wie Forscher der Universität Adelaide, Australien, herausgefunden haben, sind einige Kinder einem höheren Risiko für traumatische Zahnverletzungen ausgesetzt als andere. So konnten sie einen direkten Zusammenhang zwischen dem Grad hervorstehender Zähne und dem Risiko für Traumata herstellen.

Den Studienergebnissen zufolge soll für Kinder unter sechs Jahren mit einem Overjet ≥ 3 mm das Risiko für Zahnverletzungen dreimal höher sein. Bei über sechsjährigen Kindern im Stadium des Zahnwechsels oder mit Sekundärgebiss und einem Overjet ≥ 5 mm verdoppelt sich das Risiko.

Bei der australischen Studie handelt es sich um eine Metaanalyse, die im Fachjournal Dental Traumatology veröffentlicht wurde. Das Forscherteam berücksichtigte 41 internationale Artikel, sodass mehr als 66.000 Patientendaten die Basis der Studie bildeten.

Die Autoren versprechen sich von ihren Forschungsergebnissen, zukünftig eine allgemeingültige Schwelle für auffällige Overjets zu etablieren. Kieferorthopäden könnten auf diese Weise Risikopatienten für traumatische Zahnverletzungen schneller identifizieren, Aufklärungsarbeit mit den Familien leisten und in Absprache mit den Eltern entsprechende präventive Maßnahmen ergreifen.

Foto Teaserbild: th-photo – stock.adobe.com

Mehr News aus Wissenschaft und Forschung

ePaper

Anzeige