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Wissenschaft und Forschung 28.07.2020

Prophylaxe: Peptide gegen Parodontitis und Periimplantitis

Prophylaxe: Peptide gegen Parodontitis und Periimplantitis

Biofilme gehören zu den größten „Feinden“ gesunden Zahnfleischs und gesunder Zähne. Doch auch Zahnimplantate sind vor ihnen nicht sicher. US-amerikanische Forscher haben nun eine vielversprechende Prophylaxemaßnahme entwickelt.

Das Forscherteam der Universität Kansas, USA, steht zwar noch am Anfang, aber für Titanimplantate scheinen sie bereits eine Methode zum Schutz vor Biofilmen gefunden zu haben. Ihr Ziel ist es, langfristig auf Basis dieses Verfahrens auch Parodontitis vorbeugen zu können.

Gelingen soll das mit einem bifunktionellem Peptidfilm, welchen sie aus kurzkettigen Aminosäuren entwickelt haben. Die Peptide werden als eine Art Spülung auf Wasserbasis aufgetragen und sollen so als Schutzfilm fungieren. Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass sie sich mit dem Titan verbinden, Bakterien beseitigen und die Bildung eines neuen Biofilms hemmen.

Regelmäßiges Auftragen der Peptide könne, nach Auffassung der Autoren, Periimplantitis verhindern und die Lebensdauer von Implantaten erhöhen. Geplant ist, den Peptidfilm so weiterzuentwickeln, dass er auch als Schutzfilm auf Zähnen haften bleibt.

Die Studie wurde im Journal of the Minerals, Metals and Materials Society veröffentlicht.

Foto: Alexandr Mitiuc – stock.adobe.com

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