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Wissenschaft und Forschung 13.02.2020

Regenerative Endodontie: Wie wirksam sind Stammzellen wirklich?

Regenerative Endodontie: Wie wirksam sind Stammzellen wirklich?

Seit das Potenzial von Stammzellen für die Zahnregeneration erkannt wurde, läuft die Forschung rund um das Thema auf Hochtouren. Ägyptische Forscher haben eine Überprüfung bestehender Studien durchgeführt, um die Rolle der Stammzellen zum jetzigen Zeitpunkt zusammenzufassen.

Insgesamt nahmen sie 57 Artikel, sowohl In-vitro- als auch In-vivo-Studien, die zwischen 2000 und 2019 erschienen sind, in ihre Untersuchung mit auf. Ein Großteil der Artikel umfasst einen Beobachtungszeitraum von vier bis acht Wochen.

Am häufigsten wurden bisher Stammzellen der Zahnpulpa (dental pulp stem cells, kurz DPSC) zur Regeneration des Dentins eingesetzt, so die Wissenschaftler der Cairo University. Die Überprüfung zeigte aber auch, dass andere orale Stammzellen (DSC) ebenso eine wichtige Rolle bei der Geweberegeneration und Vaskularisation von zahnfleischähnlichen Geweben spielen. So konnten neben DPSC insbesondere Stammzellen der apikalen Papille (SCAP) die Regeneration der Pulpa, die Revaskularisation, eine verstärkte Chondrogenese (Bildung des Knorpelgewebes) sowie eine direkte vaskuläre Versorgung des regenerierten Gewebes bewirken.

In einigen Experimenten wurde zudem deutlich, dass die Kombination mit Wachstumsfaktoren wie G-CSF (Granulozyten-Kolonie-stimulierender Faktor) oder BMP (knochenmorphogenetischen Proteinen) noch bessere Ergebnisse liefern kann.

Weitere Forschungen in Richtung anderer oraler Stammzellen sowie deren Zusammenspiel mit Wachstumsfaktoren und bioaktiven Materialien und daraus resultierende Leitlinien halten die Autoren für sinnvoll.

Die wissenschaftliche Überprüfung wurde auf F1000Research veröffentlicht.

Foto: science photo – stock.adobe.com

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