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Wissenschaft und Forschung 24.05.2019

Tägliches Flossen halbiert das Risiko für Mundkrebs

Tägliches Flossen halbiert das Risiko für Mundkrebs

Bei Kopf-Hals-Tumoren wird zwischen HPV-assoziierten und HPV-negativen Karzinomen unterschieden. Forscher fanden nun heraus, dass sich das Risiko zumindest bei einer der beiden Formen durch eine gute Mundhygiene deutlich minimieren lässt.

Die Uniklinik Köln hatte bereits im vergangenen Jahr in einer Studie darauf hingewiesen, dass HPV-assoziierte Kopf-Hals-Tumoren nicht mit Krebs, der durch andere Faktoren ausgelöst wird, gleichbehandelt werden dürfen. Eine aktuelle Studie der University of Texas in Houston und Ohio State University in Columbus unterstreicht die differenzierte Betrachtung.

Die Forscher fanden heraus, dass das Risiko für Plattenepithelkarzinome, welche nicht durch HPV hervorgerufen werden, positiv beeinflussbar ist. So konnten sie einen signifikanten Zusammenhang zwischen Mundhygiene und Krebsrisiko herstellen – und zwar in zweifacher Weise. Zum einen wiesen sie bei Personen, die unregelmäßig bis gar keine Zahnseide verwendeten, ein doppelt so hohes Krebsrisiko nach als bei denjenigen, die davon täglich Gebrauch machten. Eine vergleichbare Beziehung ließ sich zum anderen bezüglich der Zahnarztbesuche herstellen. Wer sich mindestens einmal pro Jahr zahnmedizinisch durchchecken ließ, konnte das Risiko von HPV-negativen Tumoren halbieren.

Das Team geht davon aus, dass bei schlechter Mundhygiene eine Verschiebung des Mikrobioms stattfindet. Dies wiederum fördert chronische orale Entzündungen, die sich zu Krebs entwickeln können. Ältere Studien lieferten hierzu bereits erste Hinweise.

Die Ergebnisse der aktuellen Studie präsentierte das Forscherteam auf der Jahrestagung der American Association for Cancer Research (AACR).

Foto: LIGHTFIELD STUDIOS – stock.adobe.com

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