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Wissenschaft und Forschung 22.10.2018

Mundhygiene kann zum Erfolg einer Krebstherapie beitragen

Mundhygiene kann zum Erfolg einer Krebstherapie beitragen

Patienten, die an Krebs erkranken und sich einer für Körper und Psyche anstrengenden und belastenden Therapie unterziehen müssen, durchlaufen vor Beginn meist einen umfangreichen ärztlichen Check-up. Wie wichtig dabei das zahnärztliche Konsil ist, zeigt eine aktuelle Studie aus Japan.

Dass eine zahnärztliche Untersuchung und somit ein guter Mundhygienestatus die postoperativen Komplikationen einer Krebstherapie reduzieren kann, haben Forscher der School of Public Health der Universität Tokio in einer kürzlich im British Journal of Surgery veröffentlichten Studie nachgewiesen.

Für die retrospektive Studie wurden Daten von über 500.000 Patienten weltweit analysiert, die zwischen 2012 und 2015 eine Krebsdiagnose erhielten. 16 Prozent von ihnen (über 81.000) waren vor Beginn der Krebstherapie in zahnärztlicher Behandlung und ließen vorhandene Mängel versorgen. Anhand der gesammelten Daten konnten die Wissenschaftler feststellen, dass Patienten, die einen präoperativen Check-up ihrer Zähne absolvierten, mit signifikant weniger postoperativen Komplikationen zu kämpfen hatten. Zu den häufigsten Komplikationen zählen Lungenentzündungen und der Tod innerhalb der ersten 30 Tage nach der Therapie. Besonders für Patienten, die die Diagnose Speiseröhren-, Darm- oder Magenkrebs bekamen, erwies sich die vorherige Zahnbehandlung als vorteilhaft.

Foto: ALDECAstudio – stock.adobe.com
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