Anzeige
Wissenschaft und Forschung 21.02.2011

Wie mangelnde Mundhygiene das Herz gefährdet

Wie mangelnde Mundhygiene das Herz gefährdet

Wie eine nachlässige Mundhygiene das Herzinfarktrisiko steigert, haben jetzt britische Forscher im Detail entschlüsselt.

Werden die Zähne nicht regelmäßig geputzt, können Zahnfleischentzündungen entstehen. Hierbei bilden sich winzige Wunden im Gewebe, durch diese gelangen bestimmte Bakterien (Streptokokken) in die Blutbahn. Dort rufen die Krankheitserreger laut den Experten der University of Bristol einen raffinierten und für das Herz gefährlichen Schutzmechanismus auf den Plan: Mit einem Eiweiß (Protein), das sich an der Oberfläche ihrer Zellen befindet, ziehen die Bakterien Blutplättchen an. Diese umschließen die Bakterien und bilden so einen Schutz für die Keime - mit oft fatalen Folgen für die Gesundheit des betroffenen Menschen. Denn dieser Schutzmantel ist nichts anderes als ein winziges Gerinnsel.

Wachsen mehrere dieser kleinen Klumpen zu einem größeren zusammen, kann dieser verengte Herzgefäße verstopfen und so zu einem Infarkt führen. Um dem vorzubeugen, ist das mehrmalige tägliche gründliche Zähneputzen ebenso wichtig wie eine regelmäßige Kontrolle des Zahnfleischs durch den Zahnarzt. Stellt dieser eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates fest, sollte sofort etwas dagegen unternommen werden.

Quelle: zahn-online.de, 08.09.2010

Foto: © Shutterstock.com
Mehr News aus Wissenschaft und Forschung

ePaper

Anzeige