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Lifestyle 19.05.2015

Ferrari, Mercedes und die Sonne Italiens

Ferrari, Mercedes und die Sonne Italiens

Am Christi Himmelfahrt-Wochenende war es wieder so weit. Das Motorsportereignis, auf das sich Autoliebhaber und Italienfans gleichermaßen freuen – die Mille Miglia. 435 Oldtimer aus 42 Ländern nahmen in diesem Jahr an dem historischen Rennen teil.

Die Tausend Meilen (Mille Miglia) gelten als einer der Klassiker unter den Langstreckenstraßenrennen und sind ein Inbegriff des „Gran Turismo“ (GT), des schnellen Reisesportwagens für Langstreckenrennen, die etwa von Ferrari eigens für die MM entwickelt wurden. Die Idee zu Mille Miglia hatten im Dezember 1925 vier junge Männer aus Brescia namens Graf Franco Mazzotti, Graf Aymo Maggi, Renzo Castagneto und Giovanni Canestrini. Sie wollten ihre Heimatstadt zu einem Zentrum des Motorsports machen. Geplant war ein Rennen zumeist über unbefestigte Landstraßen mit Start und Ziel in Brescia. Ein paar Jahre später wurde Rom als Wendepunkt der Strecke festgelegt – bis heute ein besonderes Highlight des Rennens. Die Streckenlänge beträgt so 1.000 englische Meilen oder auf Italienisch: Mille Miglia. Am 26. März 1927 war es dann soweit. Zunächst gewannen bis auf wenige Ausnahmen fast ausschließlich Italiener auf einheimischen Fabrikaten wie Alfa Romeo, Lancia und Ferrari. Schließlich konnte aber auch Mercedes zweimal den Sieg für sich beanspruchen – 1931 mit Rudolf Caracciola und 1955 mit Stirling Moss. Er startete am 1. Mai 1955 morgens um 7.22 Uhr mit der heute legendären Startnummer 722 mit einem Mercedes-Benz 300 SLR und erreichte nach 10 Stunden, 7 Minuten und 48 Sekunden das Ziel. Die Durchschnittsgeschwindigkeit von 157,62 km/h war die schnellste bis dahin auf dieser Strecke gefahrene und macht Stirling Moss bis heute zur Legende.

Impressionen der Tausend Meilen (Mille Miglia)

Trotz der großen Begeisterung für das Rennen insbesondere in der Nachkriegszeit, kam die Mille Miglia angesichts verschiedener Unfälle (z.T. mit tödlichem Ausgang) in die Kritik und fand 1957 zum letzten Mal statt, ehe sie 1977 als touristische Veranstaltung wiederbelebt wurde. Seitdem findet jeweils im Mai als „Mille Miglia Storica“ eine jährliche Neuauflage mit historischen Fahrzeugen statt, die in ähnlicher Form damals teilgenommen haben. Dabei geht es heute nicht mehr in allererster Linie um Höchstgeschwindigkeit, sondern mehr um Gleichmäßigkeit und Zuverlässigkeit. Mit diesem Konzept lockt die Mille Miglia noch heute Tausende Motorsportbegeisterte aus dem In- und Ausland an die Strecke. In diesem Jahr startete das „Rennen“ am 14. Mai um 14.30 Uhr bei strahlendem Sonnenschein in Brescia. 120 Supercars von Ferrari bis Mercedes-Benz (ab Baujahr 1957) fuhren im Rahmen der „Tribute to Mille Miglia“ jeweils vor den an dem Rennen teilnehmenden Oldtimern ein – mit anderen Worten: Ferrari und Mercedes so weit das Auge reicht. Auch Sir Stirling Moss, der Gewinner von 1955, war am Steuer des Mercedes-Benz 300 SLR mit der legendären Startnummer 722 mit dabei. 

435 Oldtimer aus 42 Ländern (neuer Rekord) wurden mit Akribie für das Rennen ausgewählt. Der Tradition nach sind sie alle aus den Jahren 1920 bis 1957 und haben an der historischen Mille Miglia teilgenommen. Neben denen am Rennen beteiligten 435 Autos wurden noch weitere Oldtimer über eine „Special List“ registriert. Sie durften aufgrund ihrer historischen Bedeutung mitfahren. Am 17. Mai endete die 33. Mille Miglia wieder in Brecia.

Auch in der Zahnärzteschaft gibt es viele Mille Miglia-Anhänger und Aktive wie z.B. Dr. Klaus Schumacher aus Unna, der das Rennen viele Male mit seinem Mercedes SL 300 Flügeltürer selbst mitgefahren ist und der mir für diesen Beitrag einige Bilder vom Auftakt der 33. Mille Miglia in Brescia zur Verfügung stellte.

 

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Foto: © OEMUS MEDIA AG/K. Schumacher
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