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Businessnews 02.03.2012

lege artis feiert 65-jähriges Jubiläum

lege artis feiert 65-jähriges Jubiläum

Erfolgsgeschichte in dritter Generation

Als Johann Pfandl 1947 in Österreich die lege artis Dentalhandelsgesellschaft gründete, verlieh er seinem Unternehmensziel einen Namen: Zahnärzte sollten mit seinen Produkten lege artis – also nach den Regeln der Kunst – arbeiten können. Dieser Qualitätsanspruch prägt seit 65 Jahren die Erfolgsgeschichte des mittelständischen Familienunternehmens, das heute in dritter Generation von Dr. Brigitte Bartelt geleitet wird. Den Anfang der Produkt­palette machte die Dentalpaste TOXAVIT, mit der erstmals die Pulpa arsenfrei devitalisiert werden konnte. Durch den Zusatz eines Lokalanästhetikums können Patienten von den Schmerzen befreit werden, bevor die Devitalisierung ein­setzt. Als 1962 Kurt Pfandl, der Sohn des Firmengründers, in die mittlerweile in Stuttgart ansässige lege artis Dental-Gesellschaft Pfandl & Co. eintrat, gehörten bereits 20 Arzneimittel zum Produktportfolio.

Schokolade trifft Zahnmedizin

Die Übernahme der Firma Burk und die große Nachfrage nach den Dentalarzneimitteln erforderten bald eine Produktionserweiterung. Damit verbunden war ein Standort­wechsel, denn der Ausbau des Stuttgarter Firmensitzes war nicht möglich. Die Wahl fiel auf Dettenhausen. Nicht ohne Grund, denn die schwäbische Gemeinde liegt zwischen der Ritter-Sport-Stadt Waldenbuch und der Universitätsstadt Tübingen. Während die Schokolade der Zähne Feind ist, sind die zahnmedizinischen Forschungen der Universität ihr Freund. Die Produktpalette wurde kontinuierlich durch neue Arzneimittel erweitert, und lege artis etablierte sich als Spezialist für dentale Pharmazeutika auch über die Grenzen Europas hinaus. Zu den erfolgreichen Arzneimitteln aus dieser Zeit gehört das antiseptisch und analgetisch wirkende SOCKETOL, eine Paste zur Behandlung von Extraktions-wunden. Ebenfalls damals schon entwickelt wurde CALCINASE, die EDTA-Lösung zum Aufbereiten und Auffinden von Wurzelkanälen sowie HISTOLITH, die Natriumhypochlorit-Lösung zur Reinigung und Desinfektion des Wurzelkanals. Beides also Produkte für endodontische Behandlungen und nach wie vor sehr aktuell. Dies zeigt auch die außerordentlich große Nachfrage nach den Spülprotokollen, die lege artis gemeinsam mit Herrn Prof. Dr. Hülsmann (Universität Göttingen) erstellt hat.

Umbruch im Dentalmarkt

Eine große Herausforderung stellte 1993 die europaweite Medizinprodukterichtlinie für die neue Geschäftsführerin Dr. Brigitte Bartelt dar: Viele Produkte des Unternehmens wurden fortan als dentale Medizinprodukte klassifiziert. Die Enkelin des Firmengründers führte daher 1998 lege artis zur Zertifizierung nach ISO 9001 und EN 46001 und schuf damit die Voraussetzung für die weitere Entwicklung, Herstellung und Vermarktung dieser Produktklasse. Die erfolgreiche Umsetzung der Zertifizierung spiegelt sich in der Einführung des Calciumhydroxid-Pulvers CALCIPRO, das zur tempo­rären Einlage in den Wurzelkanal verwendet wird, der Retraktionslösung ORBAT sensitive sowie dem Strontium­chlorid-Präparat HYPOSEN wider, das empfindliche Zahnhälse schnell und anhaltend vom Schmerz befreit. Mit dem Mund-Wund-Pflaster LEGASED stellte lege artis erstmals ein Lösung her, die nicht ausschließlich für die Anwendung in der Zahnarztpraxis bestimmt ist, sondern auch vom Patienten zu Hause aufgetragen werden kann.

Pionier für Implantatprophylaxe

Als Spezialist für zahnmedizinische Prophylaxe beschritt das Familienunternehmen 2006 abermals neue Wege mit der erfolgreichen Einführung des Implantat-Pflege-Gels durimplant. Das kosmetische Mittel zur Vorbeugung von Periimplantitis und Entzündungen rund um das Implantat wurde gemeinsam mit führenden Implantologen entwickelt und bescherte lege artis damit die Pionierrolle auf dem Gebiet der Implantatprophylaxe. Um dieser Rolle gerecht zu werden, brachte das Unternehmen 2010 ein weiteres innovatives Produkt zur professionellen Reinigung des Implantataufbaus auf dem Markt. REMOT implant sorgt mit einem RDA-Wert von weniger als 7 für ein schonendes Biofilm-Management. Die konsequente Entwicklung neuer Produkte erfordert zahlreiche Umbau- und Modernisierungs­maßnahmen in Produktion und Qualitätskontrolle. So nahm 2007 ein neues Produktentwicklungslabor den Betrieb auf, und 2009 erfolgte die Installation einer modernen Gebäudeleittechnik. „Mit diesen Neuerungen möchten wir unserem Qualitätsanspruch gerecht werden und unseren Mitarbeitern die Möglichkeit bieten, auch weiterhin als Experten und kompetente Ansprechpartner für alle Zahnärzte, die lege artis arbeiten, tätig zu sein“, erläutert Geschäftsführerin Dr. Brigitte Bartelt ihre Unternehmens­philosophie.

Foto: © lege artis
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