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Businessnews 28.11.2012

Studie zu Zahnputztechniken gewinnt Nachwuchspreis

Studie zu Zahnputztechniken gewinnt Nachwuchspreis

Neun von zehn Erwachsenen leiden unter oralen Erkrankungen, die auf nicht entfernte Biofilme im Mundraum zurückgehen. Das Problem scheint weniger der mangelnde Putzwille als vielmehr eine mangelnde Putzfertigkeit zu sein. Aus diesem Grund untersuchte eine Giessener Forschergruppe um Dipl.-Psych. Daniela Harnacke und Prof. Dr. rer. nat. Renate Deinzer zwei unterschiedliche Putztechniken auf ihre Wirksamkeit. Dabei verglichen sie die hierzulande weit verbreitete Fones-Technik mit der Modifizierten Bass-Technik. Der interdisziplinäre Ansatz sowie das hohe Niveau der Arbeit brachten Daniela Harnacke jetzt den Sabine-Grüsser-Sinopoli-Preis für den Wissenschaftlichen Nachwuchs der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Psychologie ein.

Obwohl sich ein Großteil der Bevölkerung nach eigenen Angaben zweimal täglich die Zähne putzt, lassen bei vielen die Ergebnisse zu wünschen übrig. Daher stellten sich die Wissenschaftler der Justus-Liebig-Universität in Giessen die Frage, wie man die häusliche Mundpflege effektiv verbessern kann. Um dem nachzugehen, unterteilten sie 56 Probanden in drei Gruppen und statteten diese mit unterschiedlichen Computer-Präsentationen zum Thema Mundhygiene aus, an denen sie ihr Putzverhalten ausrichten sollten. Die erste Präsentation enthielt lediglich Basisinformationen, wohingegen die beiden anderen zusätzlich die Modifizierte Bass-Technik bzw. die Fones-Technik erklärten. Nach sechs, zwölf und achtundzwanzig Wochen wurde festgestellt, welche Veränderungen die jeweilige Mundsituation der Probanden zeigte.

Das Fazit der preisgekrönten Studie überraschte aufgrund der Eindeutigkeit, mit der die einfache Fones-Technik besser abschnitt als die komplexe Basstechnik. Letztere unterschied sich im Ergebnis nicht von der Kontrollbedingung. Aus zahnmedizinischer Sicht wurden allerdings in keiner Gruppe befriedigende Hygienefertigkeiten erreicht.

Es sollte daher in Betracht gezogen werden, das Training der jeweiligen Putztechnik zu intensivieren. Das gilt sowohl für das Putzen mit Handzahnbürsten als auch mit elektrischen Zahnbürsten. Denn immer mehr Patienten entscheiden sich für eine elektrische Zahnbürste, wie z.B. eine oszillierend-rotierende von Oral-B, die mit ihren kleinen Bürstenköpfen auch an schwer erreichbare Mundregionen gelangen kann.

Foto: © Oral-B
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