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Patienten 25.01.2018

Auch Bagatellfälle bei der Krankenkasse melden

Auch Bagatellfälle bei der Krankenkasse melden

Die Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft SSO empfiehlt selbst bei harmlos wirkenden Zahnunfällen einen Zahnarztbesuch. Zahnunfälle bei Kindern können Folgeschäden verursachen, die nur versichert sind, wenn der Zahnunfall der Versicherung rechtzeitig gemeldet worden ist.

Hangeln, runterspringen, drüberklettern: Wo Kinder zusammen spielen, ist einiges los. Kaum erstaunlich, dass dabei gelegentlich ein Zahn zu Schaden kommt: Die Hälfte aller Kinder erleidet einen Zahnunfall. Ist der Zahn gelockert, abgebrochen oder gar ausgefallen, sollten Eltern unbedingt eine Zahnärztin oder einen Zahnarzt kontaktieren. Dies gilt auch, wenn der Zahnunfall einen Milchzahn betrifft: Unter den Milchzähnen befinden sich verletzliche Zahnkeime – so kann ein Milchzahnunfall selbst noch nicht durchgebrochene Zähne schädigen.

Zahnunfälle immer melden

Gegen Unfälle sind Kinder bei ihrer Krankenkasse über das Krankenversicherungsgesetz KVG versichert. Da bei einem Zahnunfall mit Spätfolgen gerechnet werden muss, lohnt es sich, selbst bei Bagatellunfällen eine Unfallmeldung einzureichen. Fehlt die Unfallmeldung, lehnen die Versicherungen später eine Kostenübernahme oft ab, da ihnen das ursächliche Ereignis nicht gemeldet wurde. Das entsprechende Formular füllt der Zahnarzt beim Praxisbesuch aus. Die Eltern sollten eine Kopie des Dossiers bei sich aufbewahren. Damit können sie Schwierigkeiten vermeiden, wenn sie einmal die Krankenkasse wechseln. Läuft ein Unfall über das Krankenversicherungsgesetz, muss immer die Versicherung bezahlen, die während der Behandlung des Unfallschadens aktuell ist.

Die Schweizerische Zahngesundheit in Zahlen

Im Jahr 2012 hatten in der Schweiz 37 Prozent der Bevölkerung ein vollständiges natürliches Gebiss, das sind 4 Prozent mehr als noch 2002. Bei 49 Prozent der Bevölkerung wurden fehlende Zähne mit Kronen, Brücken, Prothesen oder Implantaten ersetzt, 14 Prozent der Bevölkerung hatten keinen Zahnersatz für ihre fehlenden Zähne. Mit ihren Präventionsbemühungen setzt sich die SSO dafür ein, dass zukünftig noch mehr Personen ein vollständiges natürliches Gebiss haben.

Der Artikel erschien in zahninfo Nr. 3/17, Patientenzeitung der Schweizerischen Zahnärzte-Gesellschaft SSO.

Foto: Daxiao Productions – stock.adobe.com
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