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Praxiseinrichtung 15.09.2011

Gut geplant zur Traumpraxis

Gut geplant zur Traumpraxis

Dr. Robert Sohlich und Dr. Klaus-Detlef Behrens planten zwei Jahre, bis sie ihre Gemeinschaftspraxis in Kiel eröffneten. Grundriss und Aufteilung des Gebäudes konnten nach eigenen Vorstellungen entworfen werden, da für die Praxis ein Neubau entstand. Im Interview mit der DENTALZEITUNG sprach Dr. Sohlich über die Einrichtung und Ausstattung seiner Praxis.

Herr Dr. Sohlich, bitte beschreiben Sie Ihre Praxis.

Die Praxis ist ca. 500 m² groß. Derzeit arbeiten hier drei Behandler. Weitere angestellte Zahnärzte sind geplant. Angegliedert ist ein zahntechnisches Meisterlabor mit vier Mitarbeitern. Wir haben derzeit sieben Behandlungsräume eingerichtet, davon ein Eingriffsraum (OP). Insgesamt besteht die Option auf elf Räume. In der Praxis gibt es unter anderem einen Röntgenraum, den großen Steri-Bereich und im Eingangsbereich einen kleinen Praxis-Shop. Neben dem Empfang und Wartebereich gibt es noch ein Besprechungszimmer. In allen Behandlungszimmern wurde ebenfalls eine Besprechungsecke eingerichtet, damit der Patient für Beratung und Aufklärung nicht auf dem Behandlungsstuhl sitzen muss. Im Obergeschoss haben wir neben unserer Kinderzahnarztpraxis einen Schulungsraum für praxisinterne und externe Schulungen eingerichtet. Im Untergeschoss befindet sich ein großzügiger Sozialraum, die Mitarbeiterumkleide, die Büros, ein Wäsche- und Hygieneraum, der Serverraum sowie die Haus- und Praxistechnik.

Worauf haben Sie bei der Innenarchitektur Ihrer Praxis besonderen Wert gelegt?

Die Patienten sollen sich wohlfühlen, entspannen und einen Besuch in unserer Praxis mit etwas Positiven assoziieren. Dafür steht das offene und transparente Design der gesamten Praxis mit viel Glas und hellen Farben. Das Wartezimmer ist gestalterisch in zwei Bereiche aufgeteilt und vom Empfangsbereich mit einem Aquarium abgeteilt. Das Feedback unserer Patienten bestätigt, dass uns diese Wohlfühlatmosphäre gut gelungen ist. Ich habe über viele Jahre hinweg systematisch Ideen für die Praxisgestaltung und -einrichtung gesammelt und hatte genaue Vorstellungen davon, wie die Raumgestaltung die Arbeitsabläufe unterstützen soll und den Praxisalltag angenehm macht. Als Ergebnis wurde die Praxis auch für den Tag der Architektur in Schleswig-Holstein ausgewählt, sodass wir im Juni nicht nur Patienten, sondern auch Architekturinteressierte durch die Räumlichkeiten geführt haben.

 

Was war Ihnen bei der Ausstattung besonders wichtig?

Ganz wichtig war uns zum Beispiel ein sehr gut ausgestatteter Steri-Bereich mit ausreichend Platz. In unseren bisherigen Praxen hatten Dr. Behrens und ich die Erfahrung gemacht, dass man in einem zu kleinen Steri-Bereich nicht gut arbeiten kann – und die Hygiene ist für jede Praxis extrem wichtig. Aus diesem Grund beschäftigen wir z.B. auch eine eigene Sterilgut-Assistentin.

Nach welchen Kriterien haben Sie In-vestitionsgüter ausgewählt?

Ich habe einen hohen Anspruch an die Qualität der Geräte. Neben meiner eigenen Erfahrung habe ich viel Wert auf intensiven Austausch mit Kollegen gelegt. Auf Fortbildungen habe ich wichtige Empfehlungen von Referenten, Zahnärzten und führenden Spezialisten bekommen. Messebesuche und Termine in anderen Praxen mit den Beratern von Henry Schein waren ebenfalls wichtig. Dann habe ich natürlich entsprechend meiner Behandlungsschwerpunkte investiert. Mein Anspruch war, dass jedes Zimmer für alles genutzt werden kann, zugleich sollte jedes Zimmer eine Spezialisierung abdecken. So ist Zimmer 1 für Operationen ausgestattet, für die Implantologie habe ich hier u.a. eine hochwertige LED-Operationsleuchte angeschafft. Zimmer 5 ist für endodontische Eingriffe eingerichtet. Ich vertraue auf Markenprodukte und denke, dass man mit No-Name-Produkten an der falschen Stelle spart. An den Stühlen zum Beispiel werde ich viele Jahre jeden Tag von morgens bis abends arbeiten. Ich habe jahrelang sehr gute Erfahrungen mit Sirona gemacht, also habe ich für die Hauptbehandlungsplätze die Teneo von Sirona und in den Nebenbehandlungsplätzen die M1 installieren lassen.

Welche Anschaffungen planen Sie noch?

Die Erweiterung und Komplettierung der Praxis ist ein Projekt für die nächsten zehn Jahre. Konkret geplant ist die Anschaffung eines digitalen Röntgengerätes (OPG) mit DVT und damit die vollständige Umstellung auf digitales Röntgen. Aber auch die Umstellung auf digitale Abdrucknahme und ein Mikroskop für endodontische Eingriffe sind geplant.

Wie stark ist Ihre Praxis digitalisiert?

Abgesehen vom OPG ist die Praxis bereits komplett vernetzt, auch das Bestellsystem läuft vollständig digital.

Haben Sie bei der Einrichtung die besonderen Ansprüche von Kindern, Senioren oder behinderten Patienten berücksichtigt?

Kinderzahnheilkunde ist ein Schwerpunkt der Praxis, das spiegelt sich auch in der Einrichtung und Ausstattung wider. Die Kinderzahnarztpraxis befindet sich im ersten Stock. Durch die räumliche Trennung und die gute Isolierung stört die Geräuschkulisse aus den Spielzimmern die anderen Patienten und das Team nicht. Die speziellen Kinderbehandlungsstühle Fridolin von ULTRADENT kommen sehr gut an und wir arbeiten gerne damit. Ein buntes Bällebad, eine Sitzecke, in der ohne Schuhe auch getobt werden darf, kindgerechte Toiletten und Monitore über den Liegen waren uns wichtig, um den Ansprüchen von ­Kindern gerecht zu werden, ebenso wie die Gestaltung des Kinderempfangs, wo auch die Kleinen dank einer Stufe über den Tresen gucken können. Im Eingangsbereich der normalen Praxis befinden sich ebenfalls eine Kinder-Toilette und ein Wickelplatz. Wir sprechen aber auch und gerade ältere und mobilitätseingeschränkte Patienten an und haben dies in der Planung berücksichtigt. Neben einem barrierefreien Zugang haben wir einen Aufzug und bieten besondere Services wie einen Abholdienst an. Mit unserer Spezialisierung auf Zahnersatz und Implantate ist unser Angebot gerade für ältere Patienten relevant. Zu unserem Service gehört auch ein schneller Reinigungs- und Reparaturservice für Zahnersatz durch das angegliederte Labor in unserem Haus. Ein gemischtes Patientenspektrum aller Altersgruppen war schon bei der Auswahl der Lage entscheidend. Kiel-Suchsdorf hat sowohl ein Neubauviertel mit sehr vielen jungen Familien und Kindern als auch gewachsene Ortsteile mit gemischter Bevölkerung und vielen älteren Bewohnern.

Welches Dentaldepot hat Sie bei Planung und Ausführung unterstützt?

Die Zusammenarbeit mit Henry Schein war sehr eng. Unser Berater vom Henry Schein Depot in Kiel wurde bereits lange vor der Eröffnung mit einbezogen, denn ohne Beratung und Mitwirkung durch ein Depot kann man eine solche Planung nicht machen. Zusätzlich haben wir mit dem freien Architekten Harald Kurz zusammengearbeitet. Für ihn war es die erste Zahnarztpraxis, sodass er viele frische und ungewöhnliche Ideen eingebracht hat. Die erfahrenen Berater und Planer des Depots haben eine ganz wichtige Rolle bei der Planung der technischen Ausstattung gespielt, ebenso bei der Einrichtung der Behandlungsräume und der Platzierung von Möbeln oder Geräten. Aber auch in der heißen Phase des Baus war unser Berater und die Planerin von Henry Schein immer präsent.

Foto: © Dr. Robert Sohlich / Dr. Klaus-Detlef Behrens
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