Anzeige
Endodontologie 16.11.2012

Althergebrachtes und Innovationen in der Zahnheilkunde

Althergebrachtes und Innovationen in der Zahnheilkunde

Manche Instrumente und Utensilien sind bereits seit Langem aus dem zahnärztlichen Alltag verschwunden. Zum Beispiel der Elliot. Man braucht ihn ganz einfach nicht mehr. Sein ursprünglicher „Zweck“ kann heute nämlich mit einer Matrize erfüllt werden. Es muss allerdings die richtige sein. Vor allem den älteren Modellen ist dabei leider eines gemeinsam: Oftmals passen sie sich der Anatomie eines Zahnes nur ungenügend an.

Teilmatrizensysteme wie das von Triodent sind heute State of the Art, wenn es um die exakte Adaption von Füllungen an den Nachbarzahn respektive das Vermeiden von „Überschuss“ im Approximalraum geht. An die alten Matrizen denken wohl viele Behandler mit gemischten Gefühlen, denn die hatten auch in der Anwendung mit Interdentalkeilen ihre Schwächen. Und einen „Problem“-Kontaktpunkt erreichte man damit selten – den, wo z.B. ein Prämolar eine sehr runde, fast nur punktuelle Approximalfläche aufweist. Muss man diese wegen Karies entfernen, braucht man schon ein spezielles „Formungs“-System, um den Patienten wegen der „Einpressung von faserigen Nahrungsbestandteilen“ nicht schnell wieder im Stuhl zu haben. Mit Triodent hingegen wählt man lediglich die in der Größe passende Matrize aus und beginnt mit der Arbeit.

Gussform

Die Komposite (z.B. das Enamel Plus HRi, siehe „info.“) werden – zum Beispiel mit dem dank Nanotechnologie nicht mehr klebenden Komposit-Instrument von American Eagle – gestopft. Oder sie werden als Flow in die Kavität „gegossen“. Das hat sich bewährt. Eine Triodent-Matrize gibt dem Flow genügend Halt, weil sie sich so gut an den Zahn anschmiegt, dass nichts daneben läuft. Festzustellen ist auch, dass die sehr dünnen 0,03-Millimeter-Bänder dem Druck des Kompositstopfers sehr gut standhalten, ohne aus der Form zu gehen. Denn der Ring und die zum Triodent-System gehörenden Keile verhindern dies effektiv.

Die Welle

Ein Interdentalkeil ist bei der Anwendung einer Matrize dann unverzichtbar, wenn die präparierte marginale Stufe – leider ist das sehr häufig der Fall – nicht nahe am Nachbarzahn, gingival-axial, liegt. Wenn man nun den Keil bei der „normalen“ Matrize legt, drückt dieser das Matrizenband wieder so weg, dass es oral und vestibulär absteht. Wenn man es jetzt mit dem Ring spannt, rutscht der Keil dahin, wo man ihn nicht gebrauchen kann. Bei Triodent hat der Ring jedoch faserverstärkte Füßchen, die sehr stabil und haltbar sind. Diese greifen sicher den anatomisch sehr präzise gestalteten Interdentalkeil (es gibt drei unterschiedliche Größen und Varianten) und halten ihn zuverlässig fest. Übrigens werden die Keile „Wave Wedges“ genannt, weil sie anatomisch korrekt wellenförmig gebaut sind.

Die Schürze

Zuvor ist bereits die Rede von den unterschiedlichen Formen der Matrizenbänder gewesen. Sehr praktikabel sind jene mit der gebogenen okklusalen Kante zum Ausformen des Rand-leistenkomplexes. Diese Matrizenbänder haben eine Schürze auch für tiefgehende Kavitäten. Eine Sulkusblutung – mit Kofferdam ist sie meist nicht zu beherrschen – wird damit hinreichend gestoppt und die Kavität trocken gehalten. Das ist bei Kompositfüllungen eine Conditio sine qua non. Besonders die SuperCurve Matrizen überzeugen für die im Allgemeinen wirklich kurvigen Prämolaren. Sie passen sich der Anatomie perfekt an und haben eine nicht klebende, speziell beschichtete Oberfläche. Die Matrizenbänder lassen sich sehr leicht wieder zwischen Füllung und Nachbarzahn entfernen, weil weder Bonding noch Komposit an ihnen haften bleiben.

Schutz des Nachbarzahns

„Wedge Guards“ sind ein weiterer Bestandteil des Triodent-Systems. Etwas zweckentfremdet kann man sie wie folgt einsetzen: Erstens, um den Nachbarzahn bei der Präparation vor dem rotierenden Instrument zu schützen, wenn man die Kavität aufzieht (und später auch vor dem Ätzgel). Und zweitens, um eine kleine Kavität, die transversal nicht zu weit auf geht, ohne großen Aufwand fachgerecht zu versorgen. Der Wedge, der Keil, separiert die Zähne so, dass die Zahnseide „spannt“ und das berüchtigte Einpressen von Speiseresten unterbleibt. Dann braucht man auch den Elliot nicht mehr.

Die alten Matrizen

In den meisten Zahnarztschränken und -schubladen finden sich noch viele Dinge, die man früher für unverzichtbar hielt. Auch Matrizen aus früherer Zeit. Die Vorteile des Triodent-Systems werden im Vergleich deutlich:
– Man erzielt mit den Matrizen besonders schöne Randleisten aufgrund der okklusalen Biegung der Bänder.
– Sie sind sehr leicht einsetzbar, weil sich die dünnen Bänder gut an den Zahn anschmiegen und so eine Beeinträchtigung beim Platzieren des Spannrings verhindern.
– Wegen der mikrodünnen Antihaftbeschichtung der SuperCurves lassen sich die Bänder nach dem Aushärten der Füllung leicht entfernen.
– Mit der speziellen Haltepinzette hat man die Bänder und Keile stets gut
im Griff.
– Die „Fassöse“ ist sehr leicht mit dem Finger passend zu biegen.

Der Elliot

Für diejenigen, die nicht mehr das Glück hatten, den Elliot kennenzulernen: Was ist er denn nun? Ein Instrument, das benutzt wurde, um Zähne zu separieren. Dann legte man die Füllung und nach dem Auseinanderschrauben des Elliot schnappte der entlastete Zahn wieder in die alte Lage zurück, um den Kontaktpunkt korrekt herzustellen. Je nach Geschick und Kraft des Behandlers war das eine mehr oder minder schmerzbehaftete Tortur. Mit dem Triodent-System gehört das
jedoch der Vergangenheit an.

Mehr Fachartikel aus Endodontologie

ePaper

Anzeige