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Implantologie 20.01.2014

Vorhersagbare Implantatbehandlung in der täglichen Praxis

Vorhersagbare Implantatbehandlung in der täglichen Praxis

Ein Erfahrungsbericht

Als ich in den frühen 90ern in meiner Praxis in den Niederlanden mit der Implantologie begann, wurde sie hauptsächlich bei zahnlosen Patienten angewendet. Die Stabilität und Vorhersagbarkeit von Langzeitergebnissen, vor allem was den ästhetischen Eindruck angeht, waren mir mit dem Brånemark- und IMZ-System, die ich damals für den Einzelzahnersatz verwendete, nicht zuverlässig genug. Sicherlich war der Ersatz von Prämolaren zu dieser Zeit auch keine große Sache, da Gingivarezession und krestaler Knochenverlust zwar zu weniger ästhetischen, aber dennoch gut funktionierenden Lösungen führten, die von einem Großteil der Patienten akzeptiert wurden. Damals befanden sich sowohl die Chirurgie als auch die prothetischen Lösungen noch in der Entwicklung. Zumindest in den Niederlanden herrschte die allgemeine Ansicht, dass chirurgische Eingriffe ausschließlich von Oralchirurgen durchgeführt werden sollten, wohingegen die prothetische Versorgung in der Regel in der allgemeinzahnärztlichen Praxis vorgenommen wurde.

Das System überzeugte sofort

Als ich im Jahre 1999 auf der IDS in Köln war, begann ich die Dinge jedoch mit anderen Augen zu sehen. In einem kleinen Bereich des Messestandes von Degussa Dental wurde das ANKYLOS-Implantatsystem vorgestellt. Ein niederländischer Vertreter hatte mich innerhalb einer Stunde von den Vorteilen dieses Systems überzeugt.

Bezüglich der Mechanik hat mir die Konusverbindung die Augen geöffnet. Die Möglichkeit, mit dieser Implantat-Aufbau-Verbindung fehlende Zähne individuell unter Beibehaltung einer natürlichen Struktur und Größe zu ersetzen und gleichzeitig Probleme, wie gebrochene Schrauben oder gelockerte Abutments, zu vermeiden, waren die Hauptgründe, warum ich begann, ANKYLOS in meiner Praxis zu verwenden.

Die einfache Handhabung und das simple Instrumentarium für die chirurgische und prothetische Phase sprachen dafür, dieses Implantatsystem in meiner täglichen Praxis zu etablieren. Sogar heute noch können wir dasselbe Schraubendrehermodell wie vor mehr als 25 Jahren verwenden. Ich kenne kein anderes System, bei dem weder die Grundform noch das Instrumentarium ein Leben lang weitestgehend unverändert geblieben sind. Natürlich musste ich zwischenzeitlich die Schraubendreher ersetzen, da sie nach intensivem Gebrauch abgenutzt waren. Ich arbeite jedoch immer noch mit demselben Prothetik-Tray, wie vor 15 Jahren, einschließlich derselben Schraubendrehermodelle.

Vorhersagbare Implantatbehandlung

Das Arbeiten mit ANKYLOS hat mein Berufsleben verändert. Vom ersten Tag an konnte ich meinen Patienten eine vorhersagbare Implantatbehandlung bieten, da die Konusverbindung funktionierte und immer noch funktioniert! Durch die Verwendung eines geeigneten Gingivaformers in Verbindung mit den schlanken Balance Posterior Pfosten sind äußerst zufriedenstellende ästhetische Ergebnisse einfach zu erreichen – ohne die Notwendigkeit intensiver und komplizierter Maßnahmen zur Schaffung eines ausreichenden Emergenzprofils (Abb. 1a bis 1d).

All meine Anforderungen an ein einfaches Instrumentarium, an ein System, das sowohl anterior als auch posterior, sowohl bei zahnlosen oder teilbezahnten Patienten, verwendet werden kann, wurden vom ANKYLOS-System erfüllt. Dazu kommen die wissenschaftliche Forschung und Langzeitergebnisse sowie ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die ersten Bilder, die ich Kollegen zeigte, wurden immer mit Zweifeln in Bezug auf die Überlebensrate des Implantats und seine Verbindung kommentiert. Wie solle das nur halten? Es würde sicherlich brechen. Doch selbst heute, nach 14 Jahren, hält es noch immer (Abb. 2a und 2b). ANKYLOS unterschied sich eindeutig von den vorhandenen Systemen und war, ohne jegliche interne oder externe Indexierung, auch anders in der Handhabung. Der damalige Slogan „Free your mind, and the rest will follow“ war sehr gut, um ein Umdenken herbeizuführen. Die Zeit steht jedoch nicht still. Welche Fortschritte die orale Implantologie weltweit in den letzten Jahrzehnten auch immer machte, ANKYLOS hat Schritt gehalten.

Was wir aus den Langzeitergebnissen lernten, führte zur Entwicklung des TissueCare-Konzepts – die Abdichtung durch die bakteriendicht konzipierte Konusverbindung erlaubte eine subkrestale Platzierung. In der Implantologie wissen wir, wie wichtig Knochen ist; nicht nur für die Einheilung des Implantats, sondern auch für die Gewebeunterstützung zur Erzielung von Langzeiterfolgen (Abb. 3a bis 3c, 4a bis 4e).

Kontinuierliche Weiterentwicklung auf hohem Niveau

Im Laufe der Jahre entwickelte DENTSPLY Implants für ANKYLOS eine mikroraue Schulter, um – unterstützt durch die subkrestale Platzierung – die Knochenbildung anzuregen. Zudem boten sie die Möglichkeit, sowohl indexierte als auch nicht-indexierte Aufbauten auf einem Implantat zu verwenden. Als computerunterstützte Technologien Einzug hielten und die Kundenwünsche anspruchsvoller wurden, entwickelte das Unternehmen zahlreiche neue prothetische Lösungen. Genau genommen waren es nur „Upgrades“, das ursprüngliche Design besteht noch immer (Abb. 5a bis 5d).

Die Technologie entwickelt sich weiter und ANKYLOS hält weiter Schritt. Obwohl heutzutage CAD/CAM und individuelle Abutments möglich sind, erziele ich sogar mit den Standardkomponenten sehr gute Ergebnisse.

ANKYLOS bietet auch zahlreiche Lösungen für den zahnlosen Kiefer. Mein Favorit ist das SynCone-Konzept, weil ich damit viele meiner Patienten sehr einfach wieder glücklich machen kann. Sie erhalten eine sehr stabile Prothese auf vier oder sechs Implantaten, die wie eine Brücke aussieht und sich auch so anfühlt, obwohl sie herausnehmbar ist. Kein anderes Implantatsystem bietet ein vergleichbares Konzept.

Nach über 15 Jahren und vielen ANKYLOS-Implantaten, die ich während meiner beruflichen Laufbahn gesetzt habe, ist für mich klar: ANKYLOS ist mit seinen mehr als 25 Jahren kein altes, sondern ein stabiles System auf der Höhe der Zeit, welches über einen sehr langen Zeitraum exzellente Ergebnisse lieferte. Meine Entscheidung, im Jahr 1999 mit ANKYLOS zu beginnen, war nicht nur für mich, sondern auch für meine Patienten eine sehr gute.

Anwendertipp:

Weichgewebsmanagement

Aufgrund der speziellen Konusverbindung von ANKYLOS ist der Durchmesser des ANKYLOS-Aufbaupfostens auf Implantatniveau deutlich kleiner als der Durchmesser des eigentlichen Implantats. Weichgewebe befindet sich auch unter den Flanken des Aufbaupfostens. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, eine korrekte Vorgehensweise beim Weichgewebsmanagement zu befolgen, das heißt, dass die Gingivaformer und der endgültige Aufbaupfosten so ausgewählt werden müssen, dass sie in Prothetiklinie und Gingivahöhe zueinander passen. Die Vorteile einer korrekten Vorgehensweise sind überzeugend:

  • schafft mehr Raum für gesundes, schützendes Weichgewebe
  • schützt die Stellen mit dünnem Weichgewebe
  • verhindert ein mögliches Durchscheinen des Aufbaupfostens durch das Gewebe
  • sichert optimale ästhetische Langzeitergebnisse
Foto: © Autor
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