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Implantologie 03.09.2020

Mythos oder Magie? Biologisierung mit Eigenblutkonzentrat

Mythos oder Magie? Biologisierung mit Eigenblutkonzentrat

Immer häufiger werden Eigenblutkonzentrate, insbesondere das Platelet Rich Fibrin (PRF) in Verbindung mit Biomaterialien bei der Behandlung von Knochendefekten und für die Weichgeweberegeneration eingesetzt.1 Geschieht dies primär basierend auf positiven Erfahrungen und dem guten Gefühl oder gibt es hierfür wissenschaftliche Evidenz?

Tatsächlich sind Eigenblutkonzentrate in der Lage, unterschiedliche Wachstumsfaktoren über einen relativ langen Zeitraum von bis zu zehn Tagen freizusetzen. Für die Wundheilung und für die Regeneration spielen diese Wachstumsfaktoren eine entscheidende Rolle, da sie zur Gefäßneubildung, Epithelialisierung sowie Anregung weiterer regenerativer Prozesse beitragen.2 Durch die direkte Bereitstellung heilungsfördernder Faktoren in einem biologischen Reservoir ist die Knochen- und Weichgeweberegeneration vorteilhaft beeinflussbar. Der positive Effekt der Biologisierung ist also weder Mythos noch Magie, sondern lässt sich wissenschaftlich anhand biologischer Prozesse nachvollziehen und erklären.3

Variablen bei der Herstellung von patientenspezifischem Blutkonzentrat

Durch Zentrifugation wird das Patientenblut in seine Blutbestandteile aufgeteilt. Der resultierende Überstand enthält konzentriert Thrombozyten und Leukozyten sowie weitere Plasmaproteine in einer Fibrinmatrix.2 Bei der klinischen Anwendung ist die Qualität der Blutkonzentrate von verschiedenen Parametern abhängig.

Zentrifugation

Durch eine niedrige Zentrifugalkraft lässt sich eine höhere Konzentration an Thrombozyten, Leukozyten und Wachstumsfaktoren im selben Blutkonzentrat und somit eine gesteigerte Bioaktivität der Fibrinmatrix im Vergleich zu einer mittleren oder hohen Zentrifugalkraft erreichen.7

Patient

Die Blutzusammensetzung eines jeden Menschen ist unterschiedlich. Auch der Gesundheitszustand und die Lebensweise beeinflussen die Qualität des Blutkonzentrats.8 So verbessert eine ausreichende Trinkmenge von zwei bis drei Litern Wasser am Tag in einem Zeitraum von zwei bis drei Wochen vor der Blutentnahme die Qualität der flüssigen Matrix wesentlich.3

Hervorragend in der Zellaufnahme – Geistlich Kollagenprodukte

Geistlich Bio-Gide® – die funktionelle Barrieremembran für die GBR

Geistlich Bio-Gide® ist eine Kollagenmembran für eine zuverlässige Knochenregeneration und optimale Gewebeintegration. Die natürliche bilayer Kollagenstruktur der Geistlich Bio-Gide® erlaubt eine schnelle und homogene Vaskularisierung und bewirkt so eine optimale Gewebeintegration und Wundstabilisierung. Die glatte Seite der Geistlich Bio-Gide® verhindert das Einwachsen von Weichgewebe in den Knochendefekt und dient als Gerüst für die Anheftung von Fibroblasten. Die raue, offenporige Schichtseite von Geistlich Bio-Gide® dient als Gerüst für Knochenzellen und Blutgefäße. Geistlich Bio-Gide® wird in Kombination mit einem Knochenersatzmaterial wie Geistlich Bio-Oss® oder Geistlich Bio-Oss® Collagen verwendet.

Geistlich Mucograft® – die Alternative für das freie Schleimhauttransplantat (FST)

Geistlich Mucograft® ist eine 3D-Kollagenmatrix, die speziell für die Weichgeweberegeneration entwickelt wurde. Ihre primären Indikationen sind die Vermehrung von keratinisiertem Gewebe und die Rezessionsdeckung. Geistlich Mucograft® bietet eine Alternative zu autogenen Weichgewebetransplantaten. Eine schmerzhafte Entnahme von Gewebe kann somit vermieden werden.

Geistlich Fibro-Gide® – die Innovation in der Weichgewebeaugmentation

Geistlich Fibro-Gide® ist eine resorbierbare, volumenstabile Kollagenmatrix porcinen Ursprungs und wurde speziell für die Weichgeweberegeneration entwickelt. Die Matrix besteht aus rekonstituiertem Kollagen und wurde schonend chemisch quervernetzt, um die Volumenstabilität zu verbessern. Gleichzeitig behält die Matrix ihre gute Biokompatibilität. Das poröse Netzwerk der Matrix fördert und unterstützt die Angiogenese, die Neubildung von Bindegewebe und bietet Stabilität des Kollagennetzwerks bei gedeckter Einheilung. In‑vivo‑Tierstudien haben eine gute Integration von Geistlich Fibro‑Gide® in das umgebende Weichgewebe unter Beibehaltung der Stabilität gezeigt. Geistlich Fibro-Gide® stellt die Alternative zu autologen Bindegewebetransplantaten (BGT) dar, die aktuell als der Goldstandard in der regenerativen Weichgewebechirurgie gelten. Bei der Anwendung von Geistlich Fibro-Gide® wird eine zusätzliche Entnahmestelle vermieden und damit die Patientenmorbidität reduziert.

Die vollständigen Literaturangaben sind beim Unternehmen erhältlich.

Dieser Beitrag ist im Implantologie Journal erschienen.

Quelle: Geistlich Biomaterials Vertriebsgesellschaft mbH

Teaserfoto: Geistlich Biomaterials Vertriebsgesellschaft mbH

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